T-Mobile Rallye-ÖM: Waldviertel-Rallye | 04.11.2002
Gemischte Gefühle
Während Stefan Reininger ÖM-Gesamtrang drei in der Gruppe A so gut wie in der Tasche hat, peilt Bernd Krämmer ein versöhnliches Finale an.
Stefan Reininger/Gerhard Uher – Mitsubishi Lancer Evo 6
Obwohl Stefan Reininger noch nie eine große Liebe zum traditionellen Saison-Finale im österreichischen Rallyesport entwickeln konnte, geht er ausgesprochen entspannt in die Veranstaltung.Das Saisonziel, nämlich Platz 3 in der Gruppe A-Meisterschaft und damit verbunden der Erwerb des Status eines OSK-Prioritätsfahrers für 2003, hat man praktisch schon erreicht. Eine winzige Unsicherheit bleibt, die aber höchstens Mikron-Größe aufweist, denn es wäre vermutlich der Umsturz des Jahrhunderts, sollte sie eintreten.
Nur der Pinkafelder Arnold Heitzer im Seat Ibiza Kit-Car wäre theoretisch noch imstande, Stefan Reininger und Gerhard Uher diesen Platz streitig zu machen, müßte dazu allerdings im Waldviertel die Gruppe A gewinnen und Reininger nicht unter die Top-10 kommen. Angesichts eines halben Dutzend Word-Rally-Cars am Start eine absolut unmögliche Konstellation, die dem Team und seinem Haupt-Sponsor „Wiesbauer“-Wurst absolut keine schlaflosen Nächte bereitet.
„Wir freuen uns sehr über die Ehre, dass uns der Veranstalter die Startnummer 13 zuerkannt hat. Mit unserem Serienmotor geben wir uns natürlich nicht der Illusion hin, auch nur eines der WRC kratzen zu können. Es gibt aber noch eine Reihe anderer Gruppe A-Autos über 2.000 ccm und unter diesen würden wir gerne unter die ersten drei kommen, was aufgrund des großen Feldes mit etlichen ausländischen Teams Herausforderung genug ist.“
Bernd Kraemmer/Lukas Hörmayer – Honda Integra R
Das Team wird im Waldviertel die einzige Back-Up-Mannschaft für Stefan Reininger und Gerhard Uher sein. Beide haben sich von ihren jeweiligen Erkrankungen, die sich bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye naturgemäß als äußerst hinderlich für optimale Zeiten erwiesen haben, erholt und werden versuchen, aus ihrem Auto das beste herauszuholen.
Die Waldviertel-Rallye sollte von ihrer Auslegung her dem bärenstarken Honda Integra eigentlich entgegenkommen. Allerdings feiern beide Piloten ihre Waldviertel-Premiere und angesichts der zu erwartenden Straßenverhältnisse ist dies eine enorme Herausforderung.
Auch ein Ziel muß es natürlich geben: Das Feld in der Klasse N/2000 ist zwar riesengroß, aber Platz 3 wäre realistisch.
Problematisch könnte im Zuge der 1. Etappe lediglich die Startnummer werden. Mit Startnummer 95 wurde man vom Veranstalter unglücklicherweise ziemlich schlecht behandelt, wobei insbesondere unverständlich erscheint, warum zwei Teams, die ihre allererste Rallye bestreiten, vor Kraemmer/Hörmayer starten dürfen und dazu drei Teams, die in dieser Saison lediglich eine Clubsport-Rallye absolviert haben.














