RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Ausrutscher kostete Siegchance

Riesenenttäuschung für Subaru-Pilot Achim Mörtl - ein Ausrutscher raubte ihm jede Siegchance - immerhin wurde noch Platz drei daraus.

Der erste Tag der Pirelli Lavanttal Rallye im Raum Wolfsberg verlief für den Lokalmatadoren und Sieganwärter Achim Mörtl und seinen Deutschen Co-Piloten Ralf Edelmann noch wie erwartet: Nach einem absoluten Klassefight mit dem Oberösterreicher Raimund Baumschlager (Mitsubishi Lancer Evo IX) und zwei Sonderprüfungs-Bestzeiten lag das Duo nur 12,6 Sekunden hinter dem Vorjahres-Staatsmeister.

Achim Mörtl war für die zweite Etappe äußerst optimistisch: „Wir hatten heute zwei kleine Probleme. Einmal fiel mir auf der ersten SP der Scheibenwischer aus, auf der letzten hat mein Zusatzlicht in den Himmel statt auf die Straße geleuchtet. Und die Reifenwahl war auch nicht optimal. Deshalb bin ich überzeugt, daß ich noch gewinnen kann.“

Doch am heutigen Samstag mußten Mörtl/Edelmann jede Hoffnung auf den Sieg bereits nach wenigen hundert Metern Sonderprüfung begraben. Beim Anbremsen der ersten Kurve brach völlig unvermittelt das Heck aus, die Beiden waren nur mehr Passagiere.

„Wir sind in eine Thujenhecke geflogen… Dabei ist fast nichts passiert. Leider ist das Auto dann aber irgendwo aufgesessen und an der Stelle waren kaum Zuseher. So vergingen vier Minuten, bis wir weiterfahren konnten“, erzählte ein trotz allem gefaßter Achim Mörtl im Service: „Es hilft nichts, so etwas kann passieren, wenn man am Limit unterwegs ist. Jetzt versuchen wir, so viele Punkte wie möglich zu holen.“

Erschwerend kam hinzu, daß am Subaru Impreza WRX STi nur zwei Prüfungen später auch noch ein Reifenschaden auftrat – was weitere 50 Sekunden kostete, da nützten selbst drei SP-Bestzeiten nichts mehr. Lediglich Walter Kovar konnte aus eigener Kraft überholt werden, Hermann Gaßner schnappte man sich, nachdem der Deutsche einen platten Reifen zu beklagen hatte und diesen auf der SP wechselte.

So kam das Subaru Rally Team Austria am Ende mit einem „blauen Auge“ davon – für Platz drei gab’s acht Zähler und Rang fünf in der Staatsmeisterschafts-Gesamtwertung, Hermann Gaßner ist trotz seines durch den Reifenschaden bedingten Rückfalls nach wie vor sicher in Führung, Raimund Baumschlager liegt nun ex-aequo mit dem Tschechen Vaclav Pech auf Platz zwei, Willi Stengg ist Dritter.

„Bei der nächsten Rallye werden die Karten neu gemischt“, blickt Achim Mörtl auf die weitere Saison voraus: „Aber in der Division 1 fahren Raimund und ich in einer eigenen Liga, das hat man dieses Mal gesehen und das wird auch im steirischen Wechselland so sein!“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Lavanttal-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.