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Friedl Swoboda und sein Wüstenfuchs auf großer Tour

Am 21.07.2018 ging es los: Dr. Gerfried "Friedl" Swoboda bestieg nach jahrelanger Vorbereitung seinen liebevoll „Wüstenfuchs“ genannten Pinzgauer 718T und brach auf eine ganz besondere Reise auf: Einmal um die Welt.

Johannes Posch

Wer einmal in wilden Bögen durch ganz Asien fahren, in die USA übersetzen und nach einem ausgiebigen Trip durch Mittel und Süd-Amerika wieder ein Schiff boarden und insgesamt drei Jahre nach seinem Aufbruch in West-Europa den letzten Sprint zurück nach Hause starten möchte, der tut sowas natürlich nicht unvorbereitet. Und vor allem nicht ohne die nötige Erfahrung. Und schon gar nicht in „irgendeinem“ Auto. Dr. Gerfried Swoboda – oder einfach „Friedl“ – ist also nicht einfach morgens aufgewacht und in Forrest Gump-Manier einfach losgefahren. Seit 2014 plante er den Trip. Also gleich nachdem er seine letzte große Reise – von Salzburg aus zum südlichsten Punkt Südamerikas, dann zum nördlichsten Punkt Nordamerikas, und zurück durch Kanada wieder nach Europa – beendet hatte. Warum dieses konstante Fernweh? Friedl selbst beschreibt es auf seiner Projektseite aroundtheearth.world/ als bewusste Umkehr des aktuellen Systems der immer vielfältigeren, rein fiktiven Erlebnismöglichkeiten unserer Zeit, die einen aber in Wahrheit immer fester regungslos in den Sessel schnallen. Er wiederum will sich nicht festzurren lassen; will sich in Bewegung setzen, Erlebnissen aktiven begegnen und die Erfahrungen, Emotionen und Geschichten, die ihm passieren weiter geben.

Der Wüstenfuchs

Das Fahrzeug seiner Wahl für seine Reisen: ein Steyr-Puch PINZGAUER 718T (Baujahr 1990) mit 2,5 Liter Turbo-Dieselmotor, drei Achsen, Allradantrieb und zahlreichen Umbauten um ihn zum ultimativen Globe-Trotter zu machen. Das Gute an dem Geländeviech, das sowohl aus alten Bundesheer-Beständen gekauft werden kann, als auch unter Liebhabern bereits eifrig gehandelt wird: keinerlei Elektronik, alles nur Mechanik. Das half Friedl nicht nur dabei beispielsweise den Allradantrieb selbst wieder zum Laufen zu bringen (auch wenn die passenden Bundesheer-Anleitungen vermeintlich wenig hilfreich waren), sondern schafft natürlich auch bei der Wahl des passenden Materials das nötige Vertrauen, dass es vor Aufbruch auf so einen Trip auch zwingend braucht, der einen häufiger ins „nirgendo“ als „irgendwo“ hinführt. Gut, dass er dabei auch auf die Unterstützung zahlreicher Partner vertrauen konnte – insbesondere für die Räder, wo DOTZ mit seinen speziellen Offroad-Felgen der DAKAR-Serie die passende Unterstützung lieferte.

Wer mehr zum Auto erfahren möchte, dem sei unbedingt dieses Video ans Herz gelegt:

Route, Status und Live-Charakter

Jahrelange Planung ließ in Friedls Kopf eine beeindruckende Route samt ambitioniertem Zeitplan entstehen. Über Deutschland, Polen, Litauen und Lettland sollte es nach Russland, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan gehen. Von dort weiter in den Iran, durch Pakistan nach Indien, Nepal und China, um dann zurück nach Russland zu fahren und von Wladiwostok aus nach Kanada über zu setzen. Von dort aus sollte es bis Juni 2022 die US-Westküste hinunter gehen, durch Mittelamerika und die West-Seite Südamerikas entlang und dann durch Argentinien, Paraguay und Brasilien an die Ostküste und aufs nächste Schiff zurück nach Europa.

Und bis März/April lief eigentlich auch alles ganz gut nach Plan … doch dann kam die Corona-Pandemie. So kam die Reise aufgrund des Plans, alle Österreicher nach Hause zu holen, zu einem abruptem Halt … auch wenn es mit der Heimholung leider am Ende nicht wirklich funktioniert hat und Friedl erst einmal nur reichlich Vielfliegermeilen gesammelt hat (von Magadan nach Moskau und wieder zurück innerhalb eines Tages). „So kann man den Jetleg auch überlisten.“ war dazu salopp auf Friedls Blog letztens zu lesen, auf dem man quasi live den Fortschritt seiner abenteuerlichen Reise mitverfolgen kann.

Noch mehr Live-Eindrücke inklusive beeindruckender Drohnen-Aufnahmen und vieler sehenswerter Eindrücke vom Alltag auf der Straße (nur sinnbildlich gesprochen – meist gibt’s eh keine wo Friedl so unterwegs ist), erwarten euch auf seinem Instagram-Account (www.instagram.com/aroundtheearth.world/). Klare Folge-Empfehlung!

Abgesehen davon halten freilich auch wir euch bei Gelegenheit auf dem Laufenden.

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