4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Iveco Massif – Neuvorstellung

Charaktertyp für Abwege

Wie ein urzeitliches Ungetüm mag der neue Iveco Massif dem Allrad-Fan erscheinen, ohne modernes Design und technische "Spompernadln".

mid/sas

Der Massif ist ein Charaktertyp mit Ecken und Kanten, ein Liebhaberstück, das sich in den Weiten der Wüste wohler fühlt als auf der glatt gebügelten Autobahn. Seine Wettbewerber heißen weder Audi Q7 noch VW Tiguan, stattdessen tritt der Allrader gegen Offroad-Dinosaurier wie den Land Rover Defender an.

Vor allem durch seinen starken 3,0-Liter-Dieselmotor des Markenbruders Daily will der Allradler bei der Kundschaft punkten. Zur Wahl stehen ein Fünftürer, ein Dreitürer mit kurzem Radstand, ein Pick-up und ein Fahrgestell für Wohnmobilhersteller.

In Österreich ist der puristische Massif ab einem Einstiegspreis von 24.550,- Euro exkl. MwSt. zu haben.

Italienisches Design einmal anders

Optisch tritt der Massif in die Fußstapfen des Fiat Campagnola, der in der Nachkriegszeit in Italien eine Legende war und selbst als "Papamobil" im Einsatz war. Ungeschliffen und kraftvoll erscheint das 4,72 Meter lange und 2,05 Meter hohe Gefährt, das serienmäßig auf 16-Zoll-Felgen steht. Die Frontpartie wurde immerhin von Meister Giugiaros Firma Italdesign gezeichnet bzw. gemeisselt.

Je zwei kleine runde Scheinwerfer liegen rechts und links von dem mächtigen Kühlergrill mit Querstreben. Über der bulligen Front steigt die Windschutzscheibe senkrecht zum geraden Dach empor. Das Hintertürl des Massif - bei der Ausführung mit sieben Sitzen steigen die Passagiere der letzten Reihe über das Heck ein - schwingt von links nach rechts.

Nichts für Asphalt-Cowboys

Der Massif ist kein ausgewachsener Gelände-Pkw, sondern ein geschrumpfter Lkw, der zu Recht das Iveco-Logo auf der Schnauze trägt. Und genau wie ein Lkw fährt sich der Allrader auch, mit hoher Sitzposition, spärlicher Ausstattung und der enormer Geräuschentwicklung im Innenraum.

Die meisten Kunden mag das abschrecken, doch für diejenigen, die einen wahren Offroader brauchen, zählt seine Robustheit zu den überzeugenden Kaufargumenten. Ein Massenprodukt wird der Massif wahrscheinlich sowieso nicht.

Vielmehr geht es bei dem Allrader um ein Lebensgefühl. Der Massif ist ein harter Kerl und ab und zu auch ein Spielzeug für ausgewachsene Kinder, die sich gerne noch im Gatsch suhlen.

Als Nutzfahrzeug findet der Massif sein Einsatzgebiet bei der Feuerwehr, bei Waldarbeitern oder in der Bergrettung. Ein Verteilergetriebe ermöglicht die Wahl zwischen 2x4- und 4x4-Antrieb ebenso wie zwischen einer Gelände- und einer Straßenuntersetzung.

Ebenfalls an Bord ist eine Differenzialsperre für die Hinterachse. Ab nächstem Jahr wird auch eine Sperre für die Vorderachse erhältlich sein.

Gelände ohne Ende

Der Draufgänger bewältigt Steigungen bis zu 52 Grad und verfügt über einen Böschungswinkel von 50 Grad vorn und 30 Grad hinten; die Bodenfreiheit beträgt 20 Zentimeter, die Wattiefe 50 Zentimeter. Ohne jede Mühe klettert der Geländewagen jeden Hügel hinauf und rollt am Ende der Kuppe ebenso mühelos wieder hinab.

Das Herzstück des Offroaders ist ein 3,0-Liter-Vierzylinder-Common-Rail-Dieselmotor mit wahlweise 107 kW/146 PS und 130 kW/176 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 350 Nm beziehungsweise 400 Nm und steht bereits ab 1.400 U/min beziehungsweise ab 1.250 U/min zur Verfügung. Gekoppelt sind die Triebwerke jeweils an ein manuelles Sechsgang-Getriebe.

Das Zuhause des Massif liegt klar abseits befestigter Wege. Denn auf Autobahn oder Landstraße kann er weder mit Airbags noch mit serienmäßigem ABS trumpfen. Auch der Verbrauch von 10,5 Litern je 100 Kilometer ist nicht für lange Strecken gedacht.

Stattdessen punktet der Massif durch seine extreme Geländetauglichkeit in Kombination mit einem bärenstarken Motor. So ausgerüstet lässt sich der Allrader von nichts aufhalten.

Technische Daten Iveco Massif:

Geländewagen mit drei oder fünf Türen, alternativ als Pick-up oder Fahrgestell, Länge/Breite/Höhe/Radstand für den Fünftürer: 4,72 Meter/2,05 Meter/1,75 Meter/2,77 Meter, Wendekreis 13,04 Meter, max. Steigfähigkeit 52 Grad, Böschungswinkel 50 Grad vorn und 30 Grad hinten, Bodenfreiheit 20 cm, Wattiefe 50 cm, zul. Gesamtgewicht 3.050 kg, Zuladung 725 bis 910 kg, Anhängelast ungebremst 750 kg;
Motor: 3,0-Liter-Dieselmotor mit 107 kW/146 PS, max. Drehmoment 350 Nm bei 1.400 bis 2.800 U/min, Verbrauch 10,5 l/100 km, CO2-Ausstoß 146 g/km;
3,0-Liter-Dieselmotor mit 130 kW/176 PS, 400 Nm bei 1.250 bis 3.000 U/min, 11,1 l/100 km, 176 g/km;
Preis: ab Euro exkl. MwSt.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Elektrifiziert und komfortabler ohne Offroad-Abstriche

Neuer Nissan X-Trail vorgestellt

International gesehen ist der X-Trail nicht neu. Für die USA und China gibt es den Wagen schon zu kaufen (wenn auch in den USA unter dem Namen "Rogue"). Nun aber wurde in Japan die Version für den Heimatmarkt und in weiterer Folge auch für Europa vorgestellt.

Mit Diesel-Power und Retro-Design nach Europa

Das ist der neue Toyota Land Cruiser

Nachdem Toyota 2021 den neuen, nicht für Europa gedachten Land Cruiser 300 vorgestellt hat, zogen die Japaner heute das Tuch von seinem kleinerem, aber keinen Deut weniger spannenden Bruder; auch für den alten Kontinent.

Nicht mal Fliegen ist schöner

Das ist der Brabus 900 Crawler

Zum 45-jährigen Firmenjubiläum geht Tuning-Profi Brabus aus Bottrop neue Wege: Mit dem Brabus 900 Crawler präsentieren die PS-Spezialisten ihr erstes Supercar mit selbst konstruiertem Chassis und einer weitgehend offenen viersitzigen Karosserie. Man könnte auch sagen: Ein putziges Spielzeug für den Öl-Scheich.

Viel Lob vom F1-Weltmeister

Lewis Hamilton testet Ineos Grenadier

Sir Lewis Hamilton durfte in Begleitung von INEOS-Vorstandsvorsitzendem Sir Jim Ratcliffe höchstselbst den Grenadier auf der Straße und im Gelände einer schonungslosen Testfahrt unterziehen.

Geländegängiger und luxuriöser gleichermaßen

Das ist der neue VW Amarok

Er startet mit fünf Turbomotoren mit Leistungen von 110 bis 222 kW und bis zu sechs Zylindern Anfang 2023 durch und soll sowohl höhere Geländegängigkeit, auf Wunsch aber gleichzeitig auch deutlich mehr Komfort und Luxus bieten als sein Vorgänger.

150.000 Euro nur für den Umbau

Das ist der delta4x4 Rolls Royce Cullinan

Ein Rolls-Royce parkt fast immer in der Garage oder steht an der Pforte eines Palast-Hotels parat. Doch geht es auch ganz anders, wie die Off Road-Experten von delta4x4 demonstrieren.