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Ur-Ge-Stein

Der Mercedes G feiert seinen 34. Frühling. Erfolgreich, modern und jung wie noch nie. Wir testen den unverwüstlichen Gelände-Hero mit 211 Diesel-PS.

Georg Koman

Jahrelang gab es ein Ablösetheater um den G. Immer wieder hieß es seitens Mercedes, er werde noch zwei, drei Jährchen gebaut, dann sei Schluss.

Irrtum. Das Wachsen neuer Märkte wie Russland oder China hat gezeigt, dass Millionäre immer auf den G stehen, egal, aus welchem Eck der Welt sie stammen mögen. 2012 gab es einen neuen Produktionsrekord für den G. Derzeit kolportiertes Auslaufdatum? Vermutlich der St.-Nimmerleins-Tag.

Besonders in aufstrebenden Ländern gibt es doch sooo viele schlechte Straßen, da muss es einfach ein G sein. Müsste es natürlich nicht, aber in Sachen Image hält außer dem Range Rover kein SUV mit dem in Graz gebauten G mit. Und nur dem G haftet der Nimbus der Unverwüstlichkeit, wenn nicht gar Unzerstörbarkeit an.

Das wird nach wie vor sichtbar durch Türen mit nach außen lugenden Scharnieren und aufgesetzte Blinker untermauert. Keine andere Autotür ist so schwer zu öffnen und schließt mit einem derart satten Geräusch, das eher an einen Safe als an ein Auto erinnert. Hier kann Mann noch Mann sein und der etwas ratlosen Herzensdame kraftvoll die Tür öffnen.

Gleichzeitig gibt es mit dem neuesten Facelift LED-Tagfahrlichter, geänderte Stoßfänger und Seitenspiegel mit integrierten Blinkern. Innen kann man ein neues, edles Cockpit-Design bewundern, mit elegant aufgesetztem Flachbildschirm.

An Assistenzsystemen lassen sich lediglich Abstandsregel-Tempomat und Totwinkel-Assistent erwerben. Für die meisten G-Fahrer sowieso Weicheier-Firlefanz. Mit der Zeit geht man aber schon, daher ist Internetzugang via „Comand Online“ verfügbar.

Motorisiert ist der G fast ausnahmslos Ge-waltig, die Benziner-Palette reicht von 388 bis 612 PS und umfasst nur Acht- und Zwölfzylindermotoren.

Wir testen dagegen den einzigen G, der die Grenzen der Vernunft nicht ansatzlos überrollt, den drei Liter großen V6-Diesel mit 211 PS und 540 Nm Drehmoment. Der Motor ist für den G neu und erfüllt dank „BlueTEC“-Technologie (Beigabe einer Harnstofflösung) die strenge Euro-VI-Abgasvorschrift.

Alles über Fahrverhalten, Verbrauch und den nicht unerheblichen Kaufpreis des Mercedes G 350 CDI lesen Sie auf Seite 2.

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