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Qashqai hoch zwei

Die zweite Generation des erfolgreichen Kompakt-SUV Nissan Qashqai zeigt sich optisch dynamisiert, technisch modernisiert und kräftig gewachsen.

Georg Koman

Es ist nicht übertrieben, den Qashqai als Retter von Nissan zu bezeichnen, zumindest in Europa. In den sieben Jahren, die es ihn gibt, wurden zwei Millionen Exemplare verkauft, 1,5 Millionen davon auf unserem Kontinent.

Er stieg damit blitzschnell zum meistverkauften Nissan auf und ließ sich über die Jahre auch nicht von der stark wachsenden Zahl an Konkurrenten im Segment der Kompakt-SUV – als dessen Begründer sich Nissan ja sieht – beeindrucken.

Dennoch war es an der Zeit für ein neues Modell, vor allem im Bereich Motorentechnik und Assistenzsysteme war man nicht mehr up to date. Die Variante Qashqai +2 mit verlängertem Radstand und sieben Sitzen wurde gestrichen, es gibt nur noch eine Karosserieversion. Die ist mit einer Länge von 4,38 Metern aber um fünf Zentimeter gegenüber dem ehemaligen Fünfsitzer gewachsen.

Bei der Breite (1,81 Meter) legte der Qashqai um zwei Zentimeter zu, die Höhe nahm dagegen um ebenfalls zwei Zentimeter auf 1,59 Meter ab, was insgesamt den Proportionen zugute kommt. Optisch wirkt er mit deutlich mehr Sicken und Kanten jedenfalls auffälliger.

Im nunmehr ausschließlich fünfsitzigen Qashqai – er wird wie gewohnt in England gebaut – sitzt man vorne wie hinten, selbst bei weit überdurchschnittlicher Körpergröße, hervorragend. Das Grundladevolumen wuchs um 11 Liter leicht auf sehr ordentliche 430 Liter.

Schlaue Ladelösungen, wie der doppelte Boden, den man zur Sicherung kleinerer Gegenstände auch aufrecht in der Mitte des Laderaums fixieren kann, sind ebenfalls Standard. Genau wie zahlreiche Ablagen, darunter das ausgewachsene 7-Liter-Fach unter der Mittelarmlehne. Die Heckklappe schwingt um ganze 15 Zentimeter weiter auf.

Bei den Motoren ist klassisches „Downsizing“ angesagt – sprich: kleinerer Hubraum ohne Leistungsverlust mit dem angenehmen Nebeneffekt eines deutlich gesenkten Verbrauchs. Der Einstiegsbenziner ist ein 1,2-Liter-Turbo mit 115 PS, ein 150 PS starker 1,6-Liter-Turbo folgt als Ergänzung gegen Jahresende 2014.

Gedieselt wird mit 110 und 130 PS (1,5 bzw. 1,6 Liter Hubraum). Das schwächere Aggregat erweist sich dabei mit einem ECE-Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern – gleichbedeutend mit den magischen 99 Gramm CO2 pro 100 Kilometern – als Verbrauchskaiser.

Allradantrieb war und ist beim Qashqai nicht das große Thema, dennoch wird er natürlich angeboten, wenn auch nur beim 130-PS-Diesel um exakt 2.000 Euro Aufpreis. Diese Motorisierung ist auch die einzige, die mit Automatikgetriebe „Xtronic“ um 1.500 Euro angeboten wird.

Austattungsniveaus gibt es wie gewohnt drei, „Visia“, „Acenta“ und „Tekna“. Bereits die Einstiegsausstattung „Visia“ ist fein bestückt, mit sämtlichen Airbags, ESP, Klimaanlage, Multifunktionslenkrad, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB, Tempomat, Geschwindigkeitsbegrenzer, E-Parkbremse, LED-Tagfahrlichtern etc.

Der „Acenta“ (Aufpreis: 2.900 Euro) bietet darüber hinaus Klimaautomatik, Ambientebeleuchtung, Einparkhilfe vorne und hinten, Sitzheizung vorne, Lederlenkrad, Regensensor, Nebelscheinwerfer, 17-Zoll-Alus, Fernlicht-, Spurhalte- und Notbrems-Assistent und Verkehrszeichen-Erkennung.

Der „Tekna“ kostet nochmals 4.500 Euro mehr, dafür geht es bei ihm richtig nobel zu – mit Navigationssystem im 7-Zoll-Touchscreen, 360-Grad-Rundumsicht („Around View Monitor“), Panorama-Glasdach, schlüssellosem Zugang, el. verstellbarem Fahrersitz, Teilledersitzen, abgedunkelten hinteren Seitenscheiben, beheizbarer Frontscheibe, 19-Zoll-Alus und Voll-LED-Scheinwerfern.

Für Extras gibt es kaum noch Möglichkeiten, erwähnenswert ist der “Nissan Safety Shield“um 650 Euro, der allerdings leider nur für den „Tekna“ erhältlich ist. Er bietet Totwinkel-Assistent, Müdigkeits-Erkennung, Bewegungserkennung rund ums Auto und einen aktiven Einpark-Assistenten.

Der gegenüber dem Vorgänger um 40 Kilogramm erleichterte Qashqai ist unabhängig von der Motorisierung ausgesprochen leise, er federt grobe Unebenheiten sanft weg, lediglich kurze Stöße dringen mitunter durch. Die elektrische Servolenkung verfügt über zwei Widerstandsstufen, „Normal“ und „Sport“. Als etwas gewöhnungsbedürftig erweist sich die stufenlose Automatik „Xtronic“.

CVT-Getriebe verärgern typischerweise dadurch, dass der Motor dem Gaspedal-Befehl „nachläuft“, das Drehzahlniveau also von der Gasstellung entkoppelt ist. Das hat man der „Xtronic“ dank elektronisch definierter Schaltstufen komplett abgewöhnt, dafür macht sie insgesamt einen ungewöhnlich trägen Eindruck. Selbst schalten ist daher wohl die bessere Wahl, zumal sich die Gänge des Sechsgang-Getriebes knackig und exakt wechseln lassen. Ebenfalls ein wenig feilen könnte Nissan noch am serienmäßigen, aber fallweise ruppig agierenden Start-Stopp-System.

Die Markteinführung des neuen Qashqai findet in Österreich Mitte Februar statt. Der Einstiegspreis beträgt 20.990 Euro für den 1,2-Liter-Benziner als „Visia“, der Diesel-Einstieg (115 PS) liegt bei 23.290 Euro. Automatik gibt es ab 28.790 Euro und Allradantrieb ab 29.290 Euro, beide sind nur für den 130-PS-Diesel zu haben.

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