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Auf Erfolg programmiert

Die Klasse der City-SUV wächst ungebremst und wird nun mit dem Mazda CX-3 um eine Variation reicher. Wir testen ihn mit 150-PS-Benziner.

Text und Fotos: Berhard Reichel

Der große Bruder CX-5 ist bereits ein Liebling der Hochsitzgesellschaft. Doch vor allem die volumenreichere Klasse der City-SUV wächst ungebremst und wird nun mit dem um 28 Zentimeter kürzeren Bruder CX-3 um eine Variation reicher.

Das kompakte SUV basiert auf dem neuen Kleinwagen Mazda2 und trifft auf etablierte Konkurrenten wie Mini Countryman, Nissan Juke, Opel Mokka, aber auch auf spannende Neulinge wie den Honda HR-V. Die Hinterachse für den Allradantrieb lieh man sich vom CX-5.

Bei der Optik macht Mazda eine Punktlandung nach der anderen. Die Front sieht, im Verhältnis zur gewohnten Freundlichkeit, etwas grimmiger drein. Das knackige Heck ist auf jeden Fall die Schokoladenseite. Zugespitzte Heckscheibe, breitenbetonende Linien und Designelemente wie von einem Sportwagen prägen den Rücken.

Die Proportionen mit langer Haube, kurzem hinteren Überhang und flacher Dachlinie sind absolut stimmig. Die Seitenlinie wird von einer auffallend schwungvollen Fensterlinie und der schwarz verkleideten C-Säule betont. Die großen (EU-konformen) Rückspiegel stören jedoch auch hier.

4,28 Meter lang, 1,8 Meter breit, im Vergleich zum Technikspender wachsen nicht nur die Abmessungen um ein paar Zentimeter, sondern auch das Gewicht. Das SUV-Kostüm bringt mit 1.235 Kilogramm satte 200 Kilo Mehrgewicht mit auf die Waage. Die Motorenpalette ist so auch nur mit Antrieben über 100 PS zu haben.

Unser getestetes Topmodell verteilt 150 PS aus einem zwei Liter großen und turbolosen Vierzylinder serienmäßig auf alle vier Räder. Damit lässt sich Tempo 100 in 8,7 Sekunden erreichen, bei 200 km/h ist dann aber wieder Schluss. Erfreulich, dass im CX-3 alle Motoren mit Sechsgang-Getriebe kombiniert sind. Allradantrieb gibt es nur in den Topmodellen Revolution und Revolution Top.

Im Innenraum erkennt man jedoch bald die Verwandtschaft zum 2er und die Nachteile der sportlichen Dachlinie. Zwar gibt es keinen Grund zur Klage, ein Raumwunder ist der CX-3 jedoch nicht. Im Fond sind lange Reisen eher nur für Jugendliche gemütlich.

Die Verarbeitung ist absolut sauber. Die getestete Ausstattung "Revolution Top" wartet mit nobler Lederausstattung aus. Die Mittelkonsole ist erfrischend aufgeräumt. Dennoch lassen sich alle wichtigen Funktionen noch analog bedienen. Auch einen manuellen Handbremshebel darf man im Jahr 2015 noch betätigen.

Die Bedienung per Touchscreen ist optional bzw. nur im Stand nutzbar. Das Kofferraumvolumen ist mit 350 Litern auf Golf-Klasse-Niveau. Größere Gegenstände machen auf Grund der flachen Heckscheibe schon bald ein Umklappen der Rücksitze nötig.

Dies klappt mit 60:40 so gut wie eben und vergrößert die Kapazität auf 1.260 Liter. Das Bose-Sound-System reduziert die Nutzbarkeit auf nur noch 287 Liter, weil das Kellerfach entfällt. Wer schön sein will, muss leiden, auch die hohe Ladekante macht das Beladen nicht komfortabler.

Ob der neue Mazda CX-3 den bislang positiven Eindruck auch beim Fahren bestätigen kann, wieviel er kostet und verbraucht, lesen Sie nach Klick auf diesen Link.

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