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Mehr Luxus, vier V6-Antriebe

Um das aktuelle Flaggschiff aus Wolfsburg auch weiterhin konkurrenzfähig zu halten hat VW dem Touareg ein Facelift verpasst, bei dem im Grunde keine der in so einem Fall zu erwartenden Veränderungen ausblieb. VW legte also sowohl beim Design, als auch bei der verbauten Technologie und den Antrieben Hand an und verspricht, den Touareg damit besser gemacht zu haben als je zuvor.

Arbeiten wir uns von außen nach innen. Wie im Grunde bei VW aktuell Usus übernimmt nun auch der Touareg, gemeinsam mit leicht überarbeiteten Schürzen, die Leuchtbänder an Front und Heck, fällt dabei aber hinten durch ein ebenfalls beleuchtetes VW-Logo etwas aus der Reihe. Vorne wiederum sehen die Scheinwerfer nicht nur anders aus, sie haben auch dazugelernt. Im Touareg werden erstmals bei VW die neuen „IQ.Light – HD-LED-Matrix-Scheinwerfer“ verbaut. Kai Grünitz, Markenvorstand für Technische Entwicklung, verspricht in den entsprechenden Aussendung dazu, damit eines der besten Lichtsysteme der Welt zu bieten und erklärt weiter: „Mehr als 38.000 interaktive LEDs projizieren einen Lichtteppich exakt in die Fahrspur und leuchten die Straße präziser aus als je zuvor. Das HD-LED-Matrix-Licht werden wir schon bald auf die nächste kleinere SUV-Klasse übertragen.“ Zudem warten rein optisch neue Felgen in Größen von 19 bis 21, bzw. beim Touareg R in 22 Zoll.

Das bringt uns weiter zu den Antrieben. Das große SUV wird standesgemäß ausnahmslos von 3,0-Liter-V6-Motoren angetrieben. Vier davon stehen zur Wahl: zwei Turbodiesel (170 kW05 / 231 PS05 und 210 kW06 / 286 PS) sowie zwei Plug-in-Hybridantriebe (V6-Benziner plus E-Maschine). Der Plug-in-Hybridantrieb des Touareg eHybrid entwickelt eine Systemleistung von 280 kW07 / 381 PS; beim Touareg R eHybrid stehen maximal 340 kW / 462 PS zur Verfügung. Alle Motoren sind serienmäßig an eine 8-Gang-Automatik und den permanenten Allradantrieb 4MOTION gekoppelt.

Auch beim Fahrwerk wurde gehörig nachgebessert. Sowohl beim serienmäßigen Stahlfederfahrwerk als auch das optionale Luftfederfahrwerk wurde durch den Einsatz neuer Fahrwerkskomponenten und einer überarbeitete Abstimmung der Regelsysteme sowohl der Komfort wie auch die Agilität verbessert werden, verspricht VW. Der Touareg ist zudem jetzt mit einem Dachlastsensor ausgestattet, der mit der Fahrwerkselektronik vernetzt ist. Ist also eine Dachbox montiert, erkennt das der Sensor und gibt diese Information an Assistenzsysteme wie das ESC weiter, das entsprechend früher eingreift, um die Fahrstabilität zu erhöhen. Ist hingegen keine Dachlast vorhanden, erlauben die Systeme eine höhere, sportlichere Performance. Für Jochen Reichel, Leiter Fahrdynamik, Lenk- und Regelsysteme, dazu: „Durch den Dachlastsensor konnten wir die Spreizung zwischen maximalem Komfort und optimaler Performance noch weiter erhöhen. Die in diesem Zuge weiterentwickelte Abstimmung der Fahrwerks- und Regelsysteme sorgt für mehr Stabilität und Präzision sowohl in dynamischen als auch in komfortorientierten Fahrsituationen. Gerade in Verbindung mit Fahrwerkssystemen wie dem aktiven Wankausgleich und der Allradlenkung wurde der Touareg damit noch fahraktiver.“ Natürlich kann aber auch der Pilot selbst maßgeblich mitbestimmen, was das Fahrwerk so tut: Über die Taste zur Fahrprofilauswahl in der Mittelkonsole stehen verschiedenste Onroad- und Offroad-Profile zur Wahl, dieParameter für das Automatikgetriebe, die Klimaautomatik, die Lenkung, die optionale Luftfederung, das Ansprechverhalten des Motors und verschiedenste Assistenzsysteme beeinflussen.

Weiter ins Interieur: Hier stach der Touareg mit seinem riesigen Zentral-Display schon immer hervor. An der Hardware wurde dabei nichts geändert. Nach wie vor wartet ein Zusammenspiel aus dem "Digital Cockpit“ mit einer Display-Diagonale von 30,5 cm (1.920 x 720 Pixel) und dem „Discover Pro Max“ Infotainmentsystem samt seinem zentralen Touchscreen (Display-Diagonale 38,1 cm, 1.920 x 1.020 Pixel). Zudem steht ein optionales Head-up-Display (virtuelle Screen-Größe: 217 x 88 mm) zur Verfügung.

Softwareseitig bietet das „Innovision Cockpit“ jetzt unter anderem eine neue, spurgenaue Navigation und hochauflösende HD-Kartendaten. Ebenfalls einem neuen Entwicklungsstand folgt die Sprachbedienung des Touareg. Die App-Einbindung via Smartphone und „App Connect“ (Apple CarPlay, Android Auto) kann nun auch kabellos (wireless) erfolgen. Veredelt hat Volkswagen in der Mittelkonsole die Taster und die Drehwalze für die Lautstärkeregelung: Sie sind jetzt in einem hochglänzenden Schwarz gehalten. Neugestaltet und mit dem Schriftzug „Touareg“ versehen hat Volkswagen die durchleuchteten Dekore in der Instrumententafel.

Zudem wurde die Ladeleistung für portable Geräte erhöht: die neuen USB-C-Anschlüsse liefern nun bis zu 45 Watt statt den 15 Watt zuvor. Und Soundenthusiasten können sich über ein optionales 730 Watt starkes Dynaudio-Soundsystem freuen. Last but not least hat VW die innenseitigen Türbrüstungen durch Doppelziernähte veredelt. In einem geschäumten und haptisch perfektionierten Material sowie mit einer Doppelnaht sind jetzt auch die Seitenverkleidungen der Mittelkonsole ausgeführt; die Kontaktflächen für die Knie wurden so dadurch weicher.

Der Vorverkauf des neuen Touareg wird in Österreich voraussichtlich Ende Juli starten, wo somit auch die Preise bekannt gegeben werden. Die Markteinführung erfolgt dann voraussichtlich im Oktober 2023.

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