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VW Touareg V6 TDI - im Test

Zehnkämpfer

Rank, schlank und elegant – zumindest für einen SUV. So präsentiert sich der neue VW Touareg. Wir klopfen ihn auf innere Werte ab.

Georg.Koman@motorline.cc

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Der neue VW Touareg geriet im Vergleich zum Vorgänger schlanker und eleganter. Seine Micky-Maus-Ohren (= riesige Außenspiegel) hat er abgelegt, die neuen sind deutlich kleiner, sorgen aber immer noch für mehr als genug Rück-Sicht.

Sein Blick geriet strenger, ganz im aktuellen Stil des Hauses VW. Die Kehrseite hat man dafür ein wenig sanfter modelliert, sie erinnert ein wenig an den Porsche Cayenne. Allerdings an das Vorgängermodell, denn die aktuelle Version erhielt einen richtig runden Porsche-Hintern, da kann und will der Touareg nicht mit.

Schlanker lassen ihn auch seine vier zusätzlichen Längen-Zentimeter (nunmehr 4,80 Meter) wirken. Gleichzeitig schrumpfte die Höhe um 1,7 Millimeter auf 1,71 Meter.

Die Touareg-„Historie“

Diese Schlankheit – gegenüber dem Vorgänger wurden rund 200 Kilogramm abgespeckt – hat einen quasi „historischen“ Hintergrund. VW-Patriarch Ferdinand Piech konnte seine (wohl mehrfach vorhandenen) Jagdhütten mit keinem Konzernprodukt erreichen und fuhr deshalb Jeep Grand Cherokee (!).

Nicht, ohne gewohnt sanft zu deponieren, dass VW gefälligst einen echten Geländegänger zu bauen habe. Gesagt, getan, der Touareg war geboren. Optisch SUV, aber unter dem zweieinhalb Tonnen schweren Blech echter Kraxler mit Getriebeuntersetzung, mittlerer und hinterer Differenzialsperre sowie verstärktem Rahmen.

Doch SUV sind heutzutage nun einmal Salonlöwen, und Menschen, die wirklich ins Gelände fahren, wissen am ehesten einen Pickup zu schätzen. Somit kam der Amarok ins Spiel, der im VW-Konzern nunmehr die Rolle des toughen Offroaders spielt, und der Touareg darf die Konkurrenz von BMW, Mercedes etc. nunmehr frisch erschlankt attackieren.

Ausschließlich mit Automatik

Der Touareg ist ausschließlich mit der neuen Achstufen-Automatik zu haben, die Leistungspalette ist eher im oberen Bereich angesiedelt. Derzeit reicht sie von 240 PS (Einstiegsversion des Dreiliter-TDI) über 280 (V6 FSI) und 333 PS (Hybrid) bis zum 340 PS starken V8-TDI mit einem schlanken Drehmoment von 800 Nm ab 1.750 Touren.

Allerdings: Um nicht Fans der harten Gangart UND des Touareg zu vergrämen, gibt es ein Modell, das nach wie vor alle Geländestückeln spielt. Das ist nur in Verbindung mit dem 240 PS starken Dreiliter-V6-TDI zu haben und nennt sich statt „4motion“ „4Xmotion“.

Um 2.100 Euro Aufpreis sind dann eine elektrisch geregelte Lamellensperre fürs Mitteldifferenzial, Geländeuntersetzung, leichte Fahrwerkshöherlegung und ein auf 100 Liter vergrößerter Tank mit dabei.

Durchschnittliche Grundausstattung

Weil sich die Mehrheit der Käufer aber für den „4motion“ entscheiden wird, taten wir das auch. Der bietet eine Serienausstattung auf Mittelklassen-Niveau: ESP, Zweizonen-Klimaautomatik, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, MP3-Radio mit 6-fach CD-Wechsler, Tempomat, 6 Airbags, Multifunktions-Lederlenkrad, Einparkhilfe vorne und hinten, Bergan- und Bergabfahrhilfe, Regensensor, 17-Zoll-Alus.

Wirklich gediegen ist dagegen die Aufpreisliste: Hier operiert VW auch mit preislich vergünstigten Paketen: Etwa dem „Safetypaket“ um 2.500 Euro mit der vollen Portion Sicherheit: Neben drei weiteren Airbags und Alarmanlage kommen diverse Assistenzsysteme zum Einsatz (Abstandsregel-Tempomat mit Notbrems-Funktion, Spurhalte-Assistent, Spurwechsel-Assistent etc.).

Prinzipiell kann man den Touareg auf absolutes Luxus-Niveau aufrüsten – und mit dem „Area View“ noch darüber hinaus: Fünf Kameras bringen einen Rundumblick, und die Möglichkeit sich quasi selbst in der Vogelperspektive zu sehen.

Auf Seite 2 erfahren Sie, wie sich der Touareg in Fahrt anfühlt, welche praktischen Werte er hat und ob es schon im Verkaufslokal oder erst an der Tankstelle ein finanzielles Aha-Erlebnis gibt.



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