4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Etappen-Ankunft

Nach drei Monaten und rund 8.000 Kilometern ziehen wir Zwischenbilanz: Ist der Skoda Yeti Outdoor 4x4 TDI nach wie vor souverän, oder zickt er?

Georg Koman

Am Anfang des Dauertests stand die Frage: 110 oder doch lieber 150 PS? Wir entschieden uns für die kostengünstigere 110-PS-Variante. Knapp 1.300 Euro Preisunterschied mögen bei einem 30.000-Euro-Auto kein alles entscheidendes Argument sein, aber man spart schließlich, wo man kann.

So oder so: Bereut haben wir es nicht: Der 110-PS-TDI als lediglich elektronisch leistungsreduzierter Bruder des 150-PS-Diesels verfügt dank ebenso vorhandener zwei Liter Hubraum über ausreichende Drehmomentreserven.

Selbst auf der Autobahn, selbst bei voller Beladung und selbst im Anhängerbetrieb. Wir haben es ausprobiert: Ein Pferdeanhänger (Siehe Bild unten) stellt inklusive Pferd kein Problem dar. Ist der Anhänger leer, scheint man ihn gar nicht zu spüren.

Beim Anfahren mit Anhänger kommen dem Yeti speziell auf losem Grund der Allradantrieb und der kurz übersetzte erste Gang zur Hilfe. Noch ein Plus: Die abnehmbare Anhängerkupplung (um knapp 400 Euro) lässt sich sehr einfach montieren und demontieren.

Der Motor ist jetzt wunderbar eingefahren, er läuft geräuscharm und geschmeidig. Sein Durchschnittsverbrauch hat sich gegenüber dem Einstiegstest allerdings von 6,1 auf 6,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer erhöht. Was allerdings primär am fallweisen Anhängerbetrieb und an doch recht häufigen Kurzstreckenfahrten liegt.

In Sachen AdBlue - das Additiv ist fürs ehrliche Erreichen der strengen Euro-6-Abgasnorm in Sachen Stickoxide unentbehrlich - hält sich unser Yeti vorerst noch zurück.

Obwohl Skoda durchschnittliche 8.500 Kilometer Reichweite pro Füllung angibt, sagt uns das Heinzelmännchen im Bordcomputer bei Km-Stand 8.000 noch 1.900 Kilometer Rest-Reichweite voraus. Und prophezeit die dann erforderliche Füllmenge ("5-6,5 Liter") gleich mit. Sehr aufmerksam.

Zicken machte der Skoda Yeti übrigens bis jetzt keine. Null Mängel, null Probleme. Was natürlich nicht heißt, dass uns gar nichts negativ aufgefallen ist.

So rinnt etwa nach Regenfällen Wasser aus dem - an sich intakten - Seitenspiegel. Was sich beim Türöffnen durchaus aufs Schuhwerk ergießen kann. Auch die an sich gut gemeinte, tiefenverstellbare Mittelarmlehne gefiel nicht allen Testern: Sie ist so leichtgängig, das man sie oft unabsichtlich vor- und zurückschiebt.

Seit Testbeginn ein Trumpf - und immer wieder gelobt - ist dagegen das große Raumangebot des Yeti. Kopf-, Ellbogen-, Beinfreiheit - auch für 1,90 Meter-Männer gibt es keinen Grund zur Klage.

Und der quaderförmige Kofferraum mit seinen zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten (wir wählten zusätzlich die klappbare Beifahrersitzlehne um 95 Euro - siehe Bild oben) sorgt für ordentlich Platz für Krimskrams jeder Art.

Seit Testbeginn gab es zwar eine Preiserhöhung, die fiel allerdings gering aus: Statt 27.830 Euro kostet der von uns getestete Skoda Yeti (110 PS TDI "Outdoor" 4x4 6-Gang) in der Topausstattung „Style“ nunmehr 27.930 Euro, inklusive dem gewählten "Style Austria"-Paket (Bi-Xenon, Navi inkl. Freisprechanlage, Sprachsteuerung und SmartLink, Rückfahrkamera und aut. abblendende Außenspiegel) sind es 29.146 Euro.

Weitere Fahr- und Praxiseindrücke und die abschließende Bilanz finden Sie im Dauertest-Finale nach Klick auf diesen Link!

News aus anderen Motorline-Channels:

Skoda Yeti Outdoor 4x4 TDI Style - Dauertest-Halbzeit

Weitere Artikel:

"Wir sind bereit, das Offroad-Segment mit dem Fisker Ocean Force E aufzumischen!" tönt Fisker selbstbewusst im Rahmen der Enthüllung der neusten Version ihres Elektro-SUV, das ab dem vierten Quartal 2023 bereits in den Handel kommen soll.

150.000 Euro nur für den Umbau

Das ist der delta4x4 Rolls Royce Cullinan

Ein Rolls-Royce parkt fast immer in der Garage oder steht an der Pforte eines Palast-Hotels parat. Doch geht es auch ganz anders, wie die Off Road-Experten von delta4x4 demonstrieren.

Offroad-Klassiker wagt 2023 Sprung über den großen Teich

Ford Bronco kommt nach Europa

Die US-amerikanische Geländewagen-Ikone, der Ford Bronco, kommt Ende des nächsten Jahres als Viertürer und Linkslenker in begrenzter Stückzahl in ausgewählten europäischen Ländern auf den Markt. Darunter auch in Österreich und Deutschland.

Subaru Forester Sondermodell: Black Edition

Ein Klassiker in Schwarz

Seit den späten 1990ern bevölkert der Subaru Forester das – damals noch junge – SUV-Segment. Mit besonderen Designelementen in schwarz kommt nun die Black Edition zu den Händlern.

Double Cab Pick-Up mit BMW-Power

Ineos Grenadier Quartermaster enthüllt

Robust, praktisch und im Gelände unschlagbar; das und nicht weniger verspricht Grenadier für ihr nunmehr zweites Modell, den Quartermaster. Dieser kann ab 01. August in Österreich bestellt werden.

Nicht mal Fliegen ist schöner

Das ist der Brabus 900 Crawler

Zum 45-jährigen Firmenjubiläum geht Tuning-Profi Brabus aus Bottrop neue Wege: Mit dem Brabus 900 Crawler präsentieren die PS-Spezialisten ihr erstes Supercar mit selbst konstruiertem Chassis und einer weitgehend offenen viersitzigen Karosserie. Man könnte auch sagen: Ein putziges Spielzeug für den Öl-Scheich.