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Dauerhaft unterwegs

Nach drei Dauertest-Monaten ziehen wir Zwischenbilanz: Unser City-SUV Seat Arona leistet sich keine Patzer, der Verbrauch ging sogar etwas zurück.

Georg Koman

Während der Fahrten mit unserem Dauertest-Modell Seat Arona 1.0 EcoTSI fällt uns immer wieder auf, dass erstens ganz schön viele Arona-Brüderchen auf den Straßen herumfahren und diese zweitens meist besser ausgestattet sind.

Während wir auf die preisgünstige Einstiegs-Ausstattung "Reference" setzen, kommen andere Aronas meist ordentlich aufgemascherlt daher. Erkennbar an Chrom- und Alu-Elementen statt schwarzem Kunststoff, an Außenspiegeln in Wagenfarbe, am komplementär eingefärbten Dach, an größeren Rädern, an der Alu-Dachreling, oder am Unterfahrschutz in Alu-Optik.

Der ist natürlich weder ein Unterfahrschutz (weil aus Kunststoff) noch ist er aus Aluminium (eben weil aus Kunststoff), aber Alu-Design macht halt mehr her. Die Käufer greifen also offensichtlich am liebsten zu den Top-Varianten "Xcellence" (nobel) und "FR" (sportlich).

Warum das so ist? Wir vermuten, dass viele Arona-Käufer bisher ein Kompaktklassen-Auto gefahren sind (also VW Golf, Seat Leon etc.), jetzt aber zum ersten Mal in ihrer Autofahrer-Karriere ein SUV mit den Vorteilen des bequemeren Einstiegs und der besseren Übersicht genießen wollen.

Weil sogenannte Kompakt-SUV (also VW Tiguan, Seat Ateca etc.) ziemlich groß und außerdem deutlich teurer sind als ihre flachen Kompakt-Brüder, blickt man sich eine Klasse weiter unten um und landet bei einem City-SUV wie dem Seat Arona. Dann folgt die Überraschung: Der ist ja deutlich preisgünstiger als Golf & Co.! Daher gönnt man sich eine feinere Ausstattung und bezahlt trotzdem nicht mehr als gewohnt.

Wir schwimmen mit unserem "Reference" also ein wenig gegen den Arona-Mainstream, genieren uns aber nicht dafür, denn die Einstiegs-Ausstattung ist keinesfalls armselig.

Serienmäßig an Bord sind an Sicherheitsfeatures unter anderem sechs Airbags, Notbremsassistent mit Fußgänger-Erkennung, Multikollisionsbremse, zwei Isofix-Kindersitzbefestigungen, Berganfahrhilfe, Geschwindigkeitsbegrenzer und Lichtsensor.

An Komfort-Annehmlichkeiten gibt es Klimaanlage, Fernbedien-Zentralsperre, E-Außenspiegel und -Fensterheber, Nebelscheinwerfer, 6,5-Zoll-Touchscreen, Bluetooth, Multifunktionslenkrad, eine 2:1 geteilt umlegbare Fondlehne und 16-Zoll-Alufelgen.

Darüber hinaus sind zahlreiche Extras erhältlich, übrigens durchwegs zu fairen Preisen. Ein wenig List setzt Seat bei seiner Extra-Politik allerdings ein: Zahlreiche Aufpreis-Features sind für unsere Einstiegs-Ausstattung "Reference" gar nicht erhältlich, was einen wohl von höheren Ausstattungs-Niveaus "überzeugen" soll.

Dazu gehören etwa LED-Scheinwerfer, digitales Info-Display, Abstandsregel-Tempomat, schlüsselloser Zugang, "Beats" Audiosystem, Rückfahrkamera, Parklenk-Assistent, Toterwinkel-Assistent, 17-Zoll-Räder etc. - alles erst ab der zweiten Ausstattung "Style" erhältlich.

Wer seinen Arona zum Luxus-Zwerg machen will, muss also schon von Beginn an zu einem höheren Ausstattungsniveau greifen. Aber egal, solche kleinen Tricks wendet praktisch jeder Hersteller an.

Uneingeschränktes Lob gab es bisher für den 2:1 erweiterbaren Laderaum mit seinem richtig großzügigen Volumen von 400-1280 Liter, seinem massiven, zweifach höhenverstellbaren Ladeboden (siehe Bilder rechts) und der weit öffnenden Heckklappe samt - nach SUV-Standards - niedriger Ladekante von 69 Zentimetern.

Auch bezüglich des 95-PS-Benziners, der sein brauchbares Drehmoment von 175 Nm aus lediglich einem Liter Hubraum und drei Zylindern holt, gibt es nach wie vor keine Klagen. Er ist inzwischen gut eingefahren, klingt bestenfalls direkt nach dem Kaltstart etwas rau und senkte seinen Durchschnittsverbrauch nach dem Umstecken auf Sommerreifen von 6,0 auf 5,8 Liter.

Probleme, Pannen, Defekte? Null. Unser Seat Arona 1.0 EcoTSI Reference läuft und läuft und läuft. Und das zum günstigen Preis von 17.590 Euro. Wobei man sagen muss: Zum immer noch günstigen Preis, denn im Vergleich zum Beginn unseres Dauertests erhöhte sich der Einstiegstarif inzwischen um 600 Euro.

Weitere Fahr- und Praxiseindrücke finden Sie im Einstiegsbericht nach Klick auf diesen Link!

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