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Fahren & Tanken

Revolutionär gibt sich das Fahrwerk des C4: Es ist straff, ja fast sportlich, der Citroen liegt damit richtig satt auf der Straße. Zum ersten Mal werden sich Citroen-Besitzer dabei ertappen, wie sie die eine oder andere kurvige Bergstraße richtig flott durchströmen und der C4 wird mit einer nie gekannten Gelassenheit reagieren, selbst wenn einmal Bodenwellen oder Spurrillen das junge Glück zu stören suchen.

Nicht ganz so unbeschwert reagiert Monsieur allerdings auf kurze, abrupte Stöße und Löcher. Da poltert die Vorderachse, da spürt auch das Kreuz der Passagiere, dass die Asfinag an der eben befahrenen Stelle noch untätig war – ein wenig Raum für Verbesserungen gibt es also noch. Und um den Wunschzettel fertig auszufüllen: Die Lenkung könnte etwas mehr Rückmeldung liefern, dann ließe sie sich noch präziser bedienen. Doch wer wird unzufrieden sein, bei soviel neu gewonnener Fahrwerks-Herrlichkeit?

Im Grenzbereich wurde der Fronttriebler traditionell auf stures Untersteuern ausgelegt, im Ernstfall geht man einfach vom Gas und der C4 erfängt sich wieder. Scharfe Lastwechselreaktionen sind ihm ebenfalls fremd, für besonders heikle Situationen gibt’s serienmäßig ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung an den vier fest zupackenden Scheiben rundum und das Anti-Schleuderprogramm ESP, das sich erst wichtig macht, wenn’s wirklich notwendig wird.

Für den Vortrieb sorgte in unserem Testwagen der Top-Benziner, ein zwei Liter Vierzylinder mit 140 PS, der sein maximales Drehmoment von 200 Newtonmetern bei 4.000 Umdrehungen abliefert und dabei die Euro4-Abgasnorm erfüllt. In Verbindung mit der leichtgängigen, vielleicht etwas unexakten Fünfgang-Schaltung spurtet der C4 in 10,1 Sekunden von null auf einhundert km/h, bei 206 km/h wäre dann auch auf deutschen Autobahnen das Maximum erreicht.

Wirklich empfehlenswert sind solche Geschwindigkeits-Exzesse aber nicht. Zuviel Sprit rinnt dann in die Brennräume, wohl eine Folge des fehlenden sechsten Ganges. Schon im Normalbetrieb kann die Werksangabe von 8 Litern auf 100 Kilometern nicht ganz gehalten werden, runde 9 Liter genehmigt sich das Aggregat bei halbwegs engagierter Fahrweise.

Dabei entsteht allerdings leider nie der Eindruck, dass die 140 Pferdestärken zu richtig flotten Fahrleistungen reichen würden. Geht nicht schlecht und reicht locker zum Überholen auf der Landstraße oder für ordentliches Tempo auf lang gezogenen, ansteigenden Autobahnabschnitten, doch irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass der 136 PS starke Common-Rail-Diesel das alles wesentlich lockerer, unaufgeregter und angenehmer zu Stande bringen könnte.

Ja, wir sind ein dieselverseuchtes Land, Sie haben verdammt recht.

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