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Renault Clio 1,2 16V Turbo Rip Curl – im Test

Fahren & Tanken

Das 1,2-Liter-Aggregat gibt sich seidenweich-kultiviert. Ein Turboloch gibt es nicht, der Schub entwickelt sich gleichmäßig über das Drehzahlspektrum hinweg. Allerdings: gar so viel Schub hat der TCE-Motor nicht zu bieten.

Vielleicht haben wir uns mit all unseren Gedankenspielen zum Thema Turbo bei Renault (Alpine, Maxi Turbo, Formel 1!) selbst aufs Glatteis geführt. Boden-Boden-Rakete haben wir trotzdem keine erwartet, aber wir waren dennoch etwas enttäuscht.

Der erste Eindruck „on the road“: Ein Temperamentbündel fährt sich anders. Auf den zweiten Blick merkt man dann, dass der Motor kraftvoller und elastischer ist, als er sich zunächst anfühlt. Dennoch stimmt das subjektive Fahrerlebnis mit der Papierform nicht ganz überein.

Schwächen zeigt der Clio dann auch bei höherer Beladung oder auf Bergaufpassagen. Da muss man schon das eine oder andere Mal schon früher, als man es eigentlich vorgehabt hat, einen Gang zurück.

Kehrseite der Medaille: Von der unerwarteten Sanftmütigkeit des Motors profitiert das Fahrerlebnis insgesamt; und das Fahrwerk findet sich nie überfordert. Und das auch ohne das Aufpreis-ESP oft in Anspruch zu nehmen. Die Schaltung ist präzise und hinreichend leichtgängig, ein sechster Gang täte dem Auto aus Verbrauchsgründen gut.

Denn letztlich holt man sich die Leistung halt doch über die Drehzahl, wenn man die gewisse Lethargie der Maschine mit dem Gaspedal überspielen will. Einen Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern Super verspricht Renault für den kleinen Turbo-Vierzylinder, das geht sich im wirklichen Leben einfach nicht aus. Wir blieben im sorglosen, aber nicht halsbrecherischen Alltagsbetrieb nicht unter 7,5 Liter.

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