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Honda Civic 1,8i Automatik - im Test

Fahren & Tanken

Der Startvorgang: Man steckt den Zündschlüssel ins Schloss, dreht ihn auf „Zündung“ und drückt dann den links vom Lenkrad befindlichen Startknopf. Eigentlich aufwändiger als gewöhnliches Starten und somit ganz klar ein Gag für das Kind im Manne (in der Frau?).

Schon auf den ersten Metern merkt man, dass der Civic – zumal mit den serienmäßigen 17-Zoll-Felgen – sehr straff gefedert ist und sich nicht unbedingt dem Komfort verpflichtet fühlt. Wohl aber dem Sportgedanken: Die elektrische Servolenkung agiert schwergängig-präzise, die Bremsen sind hochwirksam und gut dosierbar.

Doch vor allem das Handling kann sich sehen lassen: Der Civic giert nach Kurven und schneidet sie sodann scharf und neutral wie ein Schweizermesser. Wer es provoziert, kann den Civic aber durchaus auch zum Übersteuern bringen.

Das ist typisch für neutral abgestimmte Autos und steht der „Stures, fades Untersteuern“-Philosophie wohltuend entgegen. Dafür, dass Heckschwenks nicht ungewollt passieren, sorgt das serienmäßige VSA (vulgo ESP).

Und sollte es sich einmal trotzdem nicht ganz ausgehen, sorgen das volle Airbag-Programm, aktiv ausfahrende Kopfstützen und fünf Sterne im neu konfigurierten EuroNCAP-Chrashtest für Schadensbegrenzung.

Allerdings will die Motor-Getriebe-Kombination beim fröhlichen Treiben nicht so recht mitspielen. Der hochdrehende, eher drehmomentschwache Motor harmoniert nicht mit der relativ langsam schaltenden, sehr lang übersetzten Fünfgang-Automatik. Hätte man sechs Gänge zur Verfügung oder wenigstens eine zusätzliche Selbstschalt-Möglichkeit, sähe die Welt wohl anders aus.

Dabei macht der Motor ansonsten gute Figur. Er geht seidig und kultiviert ans Werk, der Verbrauch hält sich mit rund acht Litern ebenfalls in Grenzen. Im reinen Stadtbetrieb übertrifft man allerdings schon einmal die Zehn-Liter-Marke.

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