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BMW 316d Advantage - im Test

Steyr-Ersparnis

Mit dem 115 PS starken 316d hat BMW ein besonders wirtschaftliches Auto im Programm, weniger als fünf Liter Durchschnittsverbrauch und dennoch eine gute Portion Fahrfreude.

Stefan.Schmudermaier@motorline.cc

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BMW hat in den letzten Jahren den CO2-Ausstoß über die gesamte Modellpalette gesenkt wie kein anderer Hersteller. Die Zauberformel heißt „Efficient Dynamics“: Ein Maßnahmenpaket, das unter anderem mit einer Start-/Stopp-Automatik und Bremsenergie-Rückgewinnung Sprit spart.

So auch beim neuen 316d, der ab sofort als Limousine und Touring zu haben ist. Zugegeben: Wer weiß wie toll die Sechszylinder-Diesel von BMW beschleunigen und wie wenig sie in Relation dazu an Sprit brauchen, der ist ob der Leistung von „nur“ 115 PS etwas skeptisch.

Fahrfreude auch im schwächsten BMW

Schließlich gilt es ja den Slogan „Aus Freude am Fahren“ zu bewahrheiten. Doch der nominell schwächste BMW muss sich nicht verstecken; die markentypische Agilität ist auch dem kleinsten Dieselmotor nicht abzusprechen.

Nicht zuletzt dank eines Drehmoments von 260 Nm ist der Durchzug sehr ordentlich, die Beschleunigung auf Tempo 100 km/h geht in 10,9 Sekunden – subjektiv sogar schneller - über die Bühne. Die eigentliche Überraschung folgt aber an der Tankstelle.

Trotz normalen Umgangs mit dem Gaspedal genehmigte sich der Bayer nicht mehr als 4,9 Liter Diesel auf 100 Kilometern. Eine kleine Sensation, liegt doch die Werksangabe bei 4,5 Litern - und der nahe zu kommen, ist bei vielen Autos ein Ding der Unmöglichkeit.

Spritspartechnik „Made in Austria“

Wer's darauf anlegt, der kann sicher noch das ein oder andere Zehntel sparen, wenngleich dadurch der Fahrspaß vermutlich auf der Strecke bleiben würde.

Den Zweiliter-Turbodiesel gibt es nun mittlerweile mit 115, 143, 177 und mit Doppelturbo mit 204 PS. Entwickelt und gebaut werden diese Triebwerke im oberösterreichischen Steyr, ein gewisser Nationalstolz ist also durchaus angebracht.

Abgesehen vom neuen Motor ist der Dreier ein alter Bekannter. Das vor rund eineinhalb Jahren durchgeführte Facelift lässt das Erfolgsmodell aber alles andere als alt aussehen; dank überarbeiteter Front- und Heckpartie hat das Modell auch an Charakter gewonnen.

Attraktives Sondermodell

Die Verarbeitung gibt keinen Grund zur Kritik; meckern könnte man indes an den oftmals gesalzenen Aufpreisen, abgesehen vom obligaten Österreich-Paket.

Die Preisliste der 316d Limousine beginnt bei 30.950,- Euro. Unser Testwagen inkl. Ö-Paket (Skisack, Tempomat, Klimaautomatik, Regensensor, Park-Distance-Control und CD-Radio) für 2.394,- Euro sowie Xenon-Scheinwerfern und M-Lederlenkrad kam somit auf 30.820,50 Euro.

Bevor nun jemand aufschreit, dass die bei Motorline wohl nicht rechnen können: Als Sondermodell „Advantage“ (zusätzlich Ablagenpaket, Armauflage und 16-Zoll Alufelgen) kostet die 316d Limousine inkl. Ö-Paket bis Ende Juni 2010 nur 29.529,- Euro

Das entspricht einer Ersparnis von satten 5.264,- Euro gegenüber den einzelnen Optionspreisen sowie dem Fahrzeug-Listenpreis. Und wer sein altes Fahrzeug eintauscht, bekommt nochmals 1.500,- Euro Effizienzprämie.

Testurteil

Plus


+ sensationeller Verbrauch
+ tadellose Fahrleistung
+ agiles Handling
+ Top-Verarbeitung
+ günstige Optionen-Package mit Advantage- und Ö-Paket

Minus

- Platzverhältnisse im Innenraum nicht sonderlich üppig

Unser Eindruck

Verarbeitung: 1
Ausstattung: 2 (mit Advantage- und Ö-Paket)
Bedienung: 1
Komfort: 2
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 2
Sicherheitsausstattung: 1-2

Resümee

Weniger ist manchmal mehr: Die 115 PS des 316d reichen für tadellose Fahrleistungen, der Verbrauch von unter fünf Litern beruhigt nicht nur das grüne Gewissen, sondern schont auch die Geldbörse. Beim Advantage-Sondermodell mit Ö-Paket gibt’s auch über den Preis der wichtigsten Extras nichts zu meckern.



Weitere Testdetails:

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