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Kia Venga Prêt à Drive + - im Test

Fahren & Tanken

Der 90-PS-Benziner des Venga hält sich akustisch zurück, jedoch auch in Sachen Temperament. Wer nach Leistung verlangt, muss den Motor drehen, schließlich wollen 1.300 Kilogramm bewegt werden.

Das macht sich auf Autobahnsteigungen zweifellos unangenehm bemerkbar:

Gegen volle Besatzung plus Gewicht plus ansehnliche Stirnfläche setzt sich der Motor nur noch mit Mühe durch. Mit böigem Seitenwind hat der Venga ebenfalls zu kämpfen, wie alle anderen Hochbau-Gefährte auch.

Die 5,9 versprochenen Liter pro 100 Kilometer lassen sich im Praxis-Schnitt denn auch trotz Start-Stopp-System nicht einhalten, mit sieben Litern sollte man jedoch das Auslangen finden.

Ein Wert, der sich im Konkurrenzvergleich sehen lassen kann. Wer dennoch die Stirn runzelt, sollte Breite, Höhe und Gewicht des Kia bedenken – und außerdem die Tatsache, dass die Erfindung des Perpetuum Mobile noch immer auf sich warten lässt.

Trotz aller Familientauglichkeit hat der Venga ein Herz für flotte Fahrweise. Dank straffer Federung (für manche Familienmitglieder etwas zu straff) und sicher-neutraler Fahrwerksabstimmung. Die Stabilitätskontrolle muss selten eingreifen. Zum Glück, denn wenn sie es tut, bremst sie den Motor so hart ein, dass er eine gefühlte Ewigkeit benötigt, um wieder befreit angasen zu können.

Die elektrische Servolenkung arbeitet mit je nach Fahrgeschwindigkeit variabler Unterstützung und im Prinzip immer richtig leichtgängig. Die Bremsen leisten sich ebenfalls keinen Schnitzer.

Auch wenn es langsam fad wird, ein Kia-Atout muss wieder einmal erwähnt werden: die herausragende Garantieleistung von sieben Jahren auf das gesamte Fahrzeug. Immerhin stehen die Koreaner damit nach wie vor allein auf weiter Flur.

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