AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Stürmischer Fruchtzwerg

Nach zwei Generationen Pause bringt Peugeot wieder einen kleinen GTi hervor. Im Vergleich zum legendären 205 GTi ist der 208 ordentlich gewachsen, aber auch erstarkt.

Bernhard Reichel

Stehen 205 und 208 nebeneinander, könnte man fast meinen, der Kleine würde im Großen mitfahren können. 310 Zusatz-Kilos und ein Längen- und Breitenzuwachs von 26 und 17 Zentimeter machen sich nun mal bemerkbar. 1.160 Kilo sind heute relativ gesehen aber ein Leichtgewicht.

Der 1,6-Liter-Motor hat sich bereits in den Spaßgranaten Peugeot RCZ, Citroen DS3 Racing oder auch im Mini Cooper S bewiesen. Der gemeinsam mit BMW entwickelte Vierzylinder-Turbomotor leistet 200 PS und schickt schon bei 1.700 Umdrehungen 275 Nm auf die Vorderräder.

Optisch setzt Peugeot nicht auf Krawall, sondern auf bewährtes Tuning. Die Kotflügel wurden breiter, ein Seitenschweller fügt sich dazu. Tieferlegung, Breitbau, die kurzen Überhänge und die großen 17-Zöller ergeben ein richtig knackiges Auftreten. Front- und Heckschürze wurden etwas maskuliner. Die waagrechten Stäbe im Kühlergrill erinnern an eine Zielflagge, die untere Umrandung ist in mattem Rot lackiert. Am Heck gibt es einen frechen Dachspoiler und einen Sportauspuff. Unterhalb der verchromten Rückspiegelkappen verläuft eine Zierleiste samt GTi-Emblem nach hinten.

Im Innenraum geht es mit der Verfeinerung im Detail farbenfroh weiter. Die Armaturentafel wirkt wie gewohnt freundlich, aufgeräumt und nun mit Lederüberzug samt roter Naht deutlich edler. Ebenfalls mir rotem Faden stechen Lenkrad, Handbremsgriff, Schaltknauf, Armaturentafel, Türtafeln und Sitze hervor.

Am meisten dankbar sind wir für das kleine Lenkrad (35 cm Durchmesser), das im GTi obendrein mit einem griffigerem Überzug, GTi-Emblem, Chromeinlagen und einer roten Mittelmarkierung erfreut. Die rote Tachoumrahmung schließt das Farbkonzept ab. Pedale und Fußstütze wurden mit Aluauflagen versehen. Auch der Schaltknauf überrascht mit echtem Metall. Einzig die im Farbverlauf lackierten Dekoreinlagen wirken nach Eigenheimtuning.

Vermutlich dank der gut gepolsterten Sportsitze ist der Blick auf den Tacho über die Lenkradkante weniger beschwerlich – es ist ja eine mehrheitlich kritisierte Eigenart des 208, dass der Blick auf die Instrumente nicht durch, sondern über das Lenkrad fällt. Die Sitze bieten generell einen ausgewogenen Kompromiss aus Seitenhalt und Komfort. Zwischen ihnen darf ein manueller Handbremshebel nicht fehlen. Auf den Rücksitzen gibt es natürlich weniger Seitenhalt und auch nicht allzu viel Kopffreiheit für große Gäste.

Der Kofferraum fasst ordentliche 285 Liter. Mit umgeklappten Sitzen lässt sich das Volumen auf 1.076 Liter erweitern. Mit praktischen Spannbändern und Haken kann man auch kleine Einkäufe im Kofferraum bequem sichern.


Ob der Spaß auch Grenzen kennt, ob diese beim Preis beginnen oder auch nicht und was der GTi verbraucht, lesen Sie auf der letzten Seite.

News aus anderen Motorline-Channels:

Peugeot 208 GTi – im Test

Weitere Artikel:

Die Welt-Leitmesse zum Thema Caravan

Gradmesser der Branche: Caravan Salon Düsseldorf

Die Strahl- und Anziehungskraft der größten Leistungs-Show von Reisemobilen, Caravan und Tourismus ist erneut auch durch die 64. Ausgabe – seit 1994 in Düsseldorf – bestätigt worden. Fast 270.000 Besucher – nicht nur aus DACH, Benelux und den weiteren zentraleuropäischen Anrainern, sondern aus 41 Ländern sorgten für die zweitbeste Resonanz in den Hallen am Rhein.

Do-it-yourself-Wartungen und -Reparaturen

Die perfekte Heim-Werkstatt für Motorrad- und Autoliebhaber

Für viele Motorrad- und Autoliebhaber ist eine eigene Heim-Werkstatt die Idealvorstellung. Zwischen Werkzeugschrank, Hebebühne und Schrauberhocker soll ein Bereich entstehen, in dem Wartungen, Reparaturen und Umbauten in Ruhe durchgeführt werden können.

Wie Gutachter nicht nur beim Geld sparen helfen

Was tun, wenn’s kracht?

Ein Verkehrsunfall bringt mehr als nur Blechschäden mit sich. Unsicherheit, der Stress der Regulierung und das Risiko, finanzielle Einbußen zu erleiden, sind meist mit an Bord. Hier kommen unabhängige Kfz-Gutachter ins Spiel.

Super-Test-Sommer 2025 von AUTO BILD Österreich

Werden Sie Testfahrer für ein Sommer-Weekend!

Sechs Testautos stehen bei dieser Fahraktion für die Leser der bekannten Automobilzeitschrit bereit: Erleben Sie ein Wochenende lang eine der Autoneuheiten und berichten Sie darüber in Bild und Text!

Grobes Profil, grobe Ergebnisse

All-Terrain-Reifen im Test

Der ÖAMTC nahm acht Modelle genauer unter die Lupe – mit schockierenden Ergebnissen. So fallen die Bremswege auf Asphalt deutlich länger aus als mit Ganzjahresreifen.