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Löwenherz

Der Seat Leon (Deutsch: Löwe) macht seinem tierischen Namensgeber alle Ehre. Als sportlicher "FR" ist er überaus agil, auch mit 122 PS.

Georg Koman

Seat macht Dampf: Dem schwächelnden spanischen Heimmarkt zum Trotz wird ein Modellfeuerwek abgebrannt. Mii, Ibiza, Toledo und der Leon. Letzterer ist irgendwie das Vorzeigemodell, baut er doch am Golf-Baukasten auf.

Der neue Leon - sein Name rührt von der spanischen Stadt León her, die ihrerseits nach dem Löwen benannt ist und diesen auch im Wappen trägt - sieht ganz anders aus als sein Vorgänger. Der war rundlich, aber bei weitem nicht unhübsch, und verstand, aus der Masse herauszustechen. Der neue ist scharf und kantig und sticht ebenso locker aus der Masse heraus. Und man ist geneigt zu behaupten, dass er noch einen Tick fescher ist als der alte Leon.

Vielleicht hat man sich bei Seat der Wurzeln des Namens besonnen: Leon ist eben der Löwe und nicht der Teddybär. Scharfe Kanten sind da gewiss kein Fehler, vor allem wenn sie harmonisch und klug gesetzt wurden - wie etwa die unterbrochene "Tornadolinie" oberhalb der Türklinken, die Dynamik pur ausstrahlt.

Auch die Leuchten wissen mit klaren Linien zu gefallen, und als Besonderheit darf der Leon als erstes Kompaktmodell im VW-Konzern mit optionalen Voll-LED-Hauptscheinwerfern (ab 1.090 Euro) vor sich hin strahlen. Diese verfügen über keine automatische Fernlicht-Funktion, sind aber enorm lichtstark.

Unser Testauto ist ein Leon "Formula Race", kurz: FR. Der Name verrät bereits, dass es sich hier um eine sportlich orientierte Ausstattungslinie handelt. Dem wird mit Sportsitzen vorne, abgedunkelten Scheiben hinten, unten abgeflachtem Lederlenkrad, Sportfahrwerk, 17-Zoll-Alufelgen, und einer Doppelrohr-Auspuffanlage Rechnung getragen. Für Komfort sorgt eine Zweizonen-Klimaautomatik und ein Media-System samt Touchscreen und Bluetooth.

Den "FR" gibt es in mehreren Motorisierungen - unser getesteter 122 PS starken 1,4-Liter-TSI ist dabei die gleichermaßen schwächste wie günstigste Version. Er ist auch mit 140 und 180 Benziner-PS, sowie mit 150 und 184 Diesel-PS zu haben. Allesamt Vierzylinder zwischen 1,4 und zwei Litern Hubraum.

Gegenüber seinem Vorgänger wurde der Leon um 5 cm kürzer und misst nun 4,26 Meter, in der Breite gab es einen Zuwachs um einen Zentimeter auf 1,78 Meter. Trotz verkürzter Außenlange wuchs der Radstand - um 58 mm auf 2,63 Meter.

Ebenfalls Wachstum ist beim Laderaum zu vermelden: 380 Liter bedeuten 39 Liter mehr, das Maximum bei umgelegten Fondlehnen (2:1 klappbar beim FR) liegt bei 1.210 Litern. Damit liegt der Leon trotz schnittigerem Aussehen auf Augenhöhe des Golf, lediglich die Ladekante ist höher.

Innen fühlt man sich auf Anhieb wohl, vorne wie hinten ist genug Platz für vier Erwachsene, auch die Kopffreiheit geht voll in Ordnung.

Das Cockpit erfüllt die hohen Qualitätsmaßstäbe des VW-Konzerns und ist übersichtlich, im Vergleich zum Außendesign allerdings recht bieder geraten. Das gegen bescheidene 280 Euro Aufpreis erhältliche "Media System Plus" mit 5,8-Zoll-Farb-Touchscreen sammelt wiederum fleißig Punkte auf der Eindruckschinder-Skala.

Wie sich der Seat Leon fährt, wie viel er verbraucht und kostet, erfahren Sie auf Seite 2.

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