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Euro NCAP crasht Renault Twizy & Co.

Zwergenwerfen

Als Alternative zum Pkw bietet sich für viele Städter ein Leichtkraftfahrzeug wie der Renault Twizy an. Doch wie sicher sind diese Fahrzeuge?

mid/ts

Als Alternative zum Pkw bietet sich für viele Städter ein Leichtkraftfahrzeug wie der elektrisch angetriebene Renault Twizy an. Diese Minimal-Vehicel sind günstig im Unterhalt und bei der Anschaffung und benötigen wenig Parkraum.

Doch wie sicher sind diese Fahrzeuge? Drei Vertreter dieser Kategorie - Renault Twizy, Tazzari Zero und Ligier IXO - hat jetzt das Europäische Neuwagen-Bewertungs-Programm (Euro NCAP) unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind zum Teil erschreckend. Einen mit Pkw vergleichbaren Schutz bieten die Minis nicht.

Der wohl bekannteste Vertreter im Test ist der Renault Twizy mit 13 kW/18 PS starkem Elektromotor und einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Seine Karosseriestruktur ist sowohl beim Front- als auch beim Seitencrash stabil geblieben. Serienmäßig an Bord sind bei dem Modell ein Vierpunktgurt und ein Airbag.

Beim Front-Aufprall sind aber dennoch das Genick, die Knie und Oberschenkel nur schlecht geschützt. Und auch beim Seitenaufprall konnte der Twizy nicht überzeugen. Der Kopf des Testdummies ragte dabei ungeschützt aus dem nicht mit Türen versehenen Fahrzeug heraus. Dies erhöht im realen Straßenverkehr die Verletzungsgefahr erheblich. Auch der Brustbereich ist nur unzureichend geschützt.

Die übrigen Testkandidaten fallen noch mehr als der Twizy unter die Kategorie Exoten. Eine geschlossene Karosserie und zwei Sitzplätze bietet das Modell Zero des italienischen Unternehmens Tazzari. 100 km/h erreicht das von einem 15 KW/20 PS starken E-Motor angetriebene Mini-Auto. Zwar blieb seine Karosserie beim Crash mit 50 km/h von vorne weitgehend intakt. Die Strukturfestigkeit stieß dabei an ihr absolutes Limit. Heftigere Zusammenstöße würde sie nicht überstehen.

Ein vergleichbares Gefährt ist der Ligier IXO JS LINE. Der allerdings hat vier Sitzplätze, wird von einem 500-ccm-Benzinmotor angetrieben und erreicht maximal 70 km/h. Dem Front-Crash hat die Fahrzeugstruktur nicht standgehalten. So ist der aus Fiberglas gefertigte Fußraum aufgebrochen, der Fahrersitz ist aus der Verankerung gerissen worden und der vordere Türholm hat sich beinahe komplett von der A-Säule gelöst. Auch ist der Brustbereich des Fahrers nur unzureichend geschützt.

Beim Seitencrash hat sich die Fahrertür vom Fahrzeug gelöst. Und wie schon beim Zero gibt es für den Ligier keine Airbags und auch hier ist der Dreipunktgurt beim Crash aus der Verankerung gerissen.

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