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Frischer Wind

Der VW Scirocco soll in seiner neuesten Version frischen Wind in den müden Coupé-Markt bringen. Wir fuhren den kompakten Sportler.

Georg Koman

VW feiert 40 Jahre Scirocco und verpasst dem Coupé auf Golf-Basis dabei gleich ein Facelift. Von außen erkennbar ist es an neu gestalteten Scheinwerfern und breiteren Heckleuchten mit LED-Innenleben. Das hintere VW-Zeichen ist nun schwenkbar und fungiert als Heckklappengriff.

Innen gibt es Tacho und Drehzahlmesser in sportlicher Tuben-Optik und eine neu gestaltete Mittelkonsole, die von drei serienmäßigen Zusatz-Instrumenten als Hommage an den Ur-Scirocco gekrönt wird: Darin befinden sich Anzeigen für Öltemperatur und Ladedruck sowie eine Stoppuhr.

Serienmäßig beim Scirocco sind Sportfahrwerk, Sportsitze, Lederlenkrad und 17-Zoll-Alufelgen. 18- und 19-Zöller sind optional erhältlich, allesamt in neuen Designs.

Neue Assistenzsysteme kommen gegen Aufpreis in Form eines aktiven Einpark-Assistenten und eines „Blind Spot Sensors“ (warnt akustisch vor Querverkehr, wenn man z.B. rückwärts aus einer Parklücke herausfährt) zum Einsatz. Auf Wunsch erhältlich ist das 400 Watt starke High-End-Audiosystem Dynaudio Excite.

Die Motoren stammen jetzt wieder aus dem aktuellen Golf-Regal und sind daher durchwegs leistungsgestärkt, bei um bis zu 19 Prozent verringertem Verbrauch. Auswählen kann man aus vier Benzinern (125 bis 280 PS) und zwei Dieselmotoren (150 und 184 PS). Bis auf den Einstiegsbenziner sind alle Motoren mit der Doppelkupplungs-Automatik DSG erhältlich.

Allerdings sollen laut VW-Prognose fast 70 Prozent der Kunden den 125-PS-Benziner wählen. Man rechnet mit einer gegenüber dem Golf jüngeren Kundschaft, die optische Vorzüge und Individualität über schiere Leistung stellt, bzw. dies aufgrund von finanziellen Überlegungen auch tun muss.

Letzteres gilt allerdings für Österreich, in Märkten wie China oder Russland schielt das vermögende Publikum vorwiegend auf den neuen R, der von 265 auf 280 PS erstarkt ist. Der kommt mit opulenter Ausstattung – eigene Front- und Heckschürze, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Auspuffendrohre links und rechts, Dachkantenspoiler, 18-Zöller.

Wie alle Scirocco bleibt allerdings auch der „R“ beim Frontantrieb, Allrad ist für das Coupé nicht angedacht. Doch auch so reicht es für einen Sprint auf 100 km/h in 5,5 Sekunden. Preislich schlägt der „R“ mit 44.140 Euro zu Buche (46.500 Euro mit DSG). Deutlich günstiger ist naturgemäß die 125-PS-Einstiegsvariante, sie kostet 28.310 Euro.

Speziell für Österreich gibt es die für alle Motorisierungen erhältliche Ausstattungslinie „Sport“. Sie enthält zum Aufpreis von rund 2.200 Euro Bi-Xenon-Scheinwerfer, abgedunklete Seitenscheiben, 18-Zoll-Räder in Graumetallic, Heckspoiler und Schwellerverbreiterungen in Wagenfarbe sowie Stoßfänger im „R“-Styling.

Der Scirocco bietet vorne angenehm viel Platz und der Laderaum ist mit 312-1.006 Liter für ein Sportcoupé nicht zu knapp bemessen. Er fährt sich knackig und agil, der Federungskomfort des Sportfahrwerks ist bescheiden, aber immerhin vorhanden. Ein Extralob gebührt den Sounddesignern: Egal, welche Motorisierung, sportlich klingen sie alle.

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