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Batterie-Aus: richtig Starthilfe geben

Muntermacher

Starthilfe mit dem Überbrückungskabel macht müde Auto-Batterien wieder munter. Dabei gilt es die richtige Vorgangsweise zu beachten.

mid/rlo; Foto: Dekra

Eine streikende Batterie ist ein Albtraum für viele Autofahrer. Vor allem im Winter läuft es bei dieser Vorstellung so manchem kalt den Rücken runter. Doch was tun, wenn der Fahrer den Zündschlüssel rumdreht oder den Startknopf drückt - und nichts passiert? Der Motor will einfach nicht anspringen, es ist wie das Schweigen im Walde, wenn die Batterie ihren Geist aufgibt.

Das Mittel der Wahl zur Abhilfe ist die Starthilfe via Kabel, doch dabei gibt es einiges zu beachten. Bei falscher Verkabelung kann es zu Schäden an der empfindlichen Elektrik kommen. Wie Starthilfe richtig funktioniert, erklären die Experten der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ): Zuerst das rote Kabel jeweils an den Batterie-Pluspol von Spender- und Empfängerauto anschließen, dann kommt das schwarze Minuskabel - allgemein auch Massekabel genannt - an den Minuspol des Spenderautos und danach das andere Ende an ein unlackiertes Metallteil im Motorraum des Empfängerfahrzeugs.

Sitzen die beiden Kabel fest an ihren Kontaktpunkten, wird der Motor des Spenderfahrzeugs gestartet. Danach folgt ein Startversuch des Pannenautos. Springt der Motor nicht sofort an, den Vorgang abbrechen und nach einer kurzen Pause wiederholen. War der Startversuch erfolgreich, empfehlen die GTÜ-Experten, Verbraucher mit hohem Strombedarf wie Heckscheibenheizung und Gebläse einzuschalten. Warum das? Ganz einfach: Damit lassen sich Spannungsspitzen beim Entfernen des Starthilfekabels vermeiden, die zu Elektronikschäden führen können.

Das Abklemmen der Kabel geschieht übrigens in umgekehrter Reihenfolge: Zunächst das schwarze Minuskabel am Massepunkt des Empfängerfahrzeugs lösen, danach am Minuskontakt des Spenders. Dann das rote Pluskabel erst vom Kontakt des Empfänger- und dann vom Pol des Spenderfahrzeugs abklemmen. Und noch etwas: Um sicher zu gehen, dass die Lichtmaschine des Empfängers die leere Batterie wieder ausreichend lädt, sollte der Motor laut GTÜ-Experten etwa 30 Minuten weiterlaufen - natürlich nicht am Stand, Fahren ist also angesagt.

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