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1980-2020: Diesen Fendrich-Song kennt jeder

Zweierbeziehung: So lief es wirklich

„Gestern hat mich’s Glück verlassen, du liegst am Autofriedhof draußen“ singt Rainhard Fendrich am Anfang seiner Karriere. Wir haben den Austropopper, der 2019 sein 18. Studioalbum „Starkregen“ veröffentlicht hat, zu den Hintergründen interviewt.

Mag. Severin Karl

Als besonderes Goodie zum Jahresabschluss haben wir für Euch ein Interview mit dem beliebten Austropopper Rainhard Fendrich. "40 Jahre Zweierbeziehung" waren der Anlass dafür. Den Song über den automobilen Partner, der nun auf dem Autofriedhof liegt, kennt wohl jeder Österreicher. Wer keine Ahnung hat, wovon wir hier reden: Mit "Rainhard Fendrich Zweierbeziehung" wird man auf YouTube fündig.

Basiert die besungene Beziehung auf einem realen Erlebnis?
Die Zweierbeziehung basiert auf einer wahren Begebenheit: Ein aus einer sehr wohlhabenden Familie stammende Schulfreund von mir bekam zur Matura einen De Tomaso, den er unmittelbar nach der Maturafeier zu Schrott fuhr. Als ich ihn am nächsten Tag in unserer Stammkneipe traf, weinte er bitterlich. Ich dachte, seine Freundin hat ihn verlassen.

Welche Beziehung hatte der junge Fendrich zu Autos?
Mein erstes Auto war ein Fiat 1100 von 1965 und ich hatte eine sehr innige Beziehung zu dieser alten Schüssel, denn sie bedeutete Freiheit. Fahren zu können wohin man will. Ich war bis nach Süditalien unterwegs – jedes Mal mit einer Zwangspause am Brenner, weil der Motor heiß wurde.

Der De Tomaso aus dem Lied war ja ganz schön exotisch. Welche Faszination üben derartige Fahrzeuge aus?
Ich kenne kaum jemanden, den schöne Autos nicht faszinieren. Damit meine ich nicht das Statussymbol, sondern das Kunstwerk, das so manchem Designer gelungen ist. Die schönsten Autos wurden von den Fünfzigern bis Ende der Siebziger gebaut.

Wie hat sich der Status des Autos für Sie in den letzten 40 Jahren verändert?
Das Statussymbol „Auto“ ist natürlich geblieben. Wie sonst würde man immer noch Fahrzeuge bauen, die von ihrer Motorisierung für den heutigen Straßenverkehr einfach überdimensioniert sind. Früher hatte nicht jeder ein Auto und es war ein Privileg eines zu besitzen. Heute zeigt man sich fast verwundert, wenn jemand sagt „Ich habe gar kein Auto“. Es werden einfach zu viele, besonders in den Großstädten. Da macht auch Autofahren keinen Spaß mehr. Hier ist die Politik gefordert. Kostenloser öffentlicher Nahverkehr wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Hätte der junge Fendrich die Entwicklung zu Elektromobilität und autonomem Fahren für möglich gehalten?
Niemals! Ich erinnere mich noch gut, als mein Großvater mir in den Fünfzigern die erste geregelte Kreuzung in Baden bei Wien zeigte, mit den Worten: „Die Schnapsidee mit den drei Lamperln wird sich nicht durchsetzen. Ein Schutzmann ist durch nichts zu ersetzen.“

Halten Sie sich für einen guten Autofahrer? Beschreiben Sie bitte Ihren Fahrstil!
Ich halte mich für einen ruhigen und konzentrierten Autofahrer. Das habe ich in den Staaten gelernt: „Floating with the Traffic“.

Sieht man Rainhard Fendrich auch am Fahrrad oder im Zug?
Fahrrad fahre ich meist dort, wo man mich nicht sieht. Zug fahre ich sehr gerne.

Nachdem die Konzert-Tournee zum Album "Starkregen" heuer abgesagt werden musste, stehen zumindest vorläufige Ersatztermine für 2021 fest. Mehr: Fendrich-Website

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