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Neuer Subaru Impreza - erster Test Subaru Impreza 2017

Schicke Sicherheit

Subaru schickt die fünfte Generation des Impreza zu den Händlern. Der Neue ist sportlicher, geräumiger und sicherer als sein Vorgänger.

mid/Mst

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Subaru stellt seinen Kunden beim neuen Impreza keine großen Denksportaufgaben, wenn es darum geht, sich für einen Antrieb zu entscheiden. Zwei Motorisierungen stehen zur Wahl, beide markentypische Boxer.

Beide kommen serienmäßig in Verbindung mit Allradantrieb und 7-Stufen-Lineartronic, so heißt das stufenlose Automatikgetriebe bei den Japanern. Es simuliert nämlich eektronisch sieben Fahrstufen und lässt sich bei der 2,0-Liter-Variante auch manuell via Schaltwippen betätigen. Subaru hat beide Motoren kräftig überarbeitet, rund 80 Prozent der Teile erneuert und die Aggregate leichter und effizienter gemacht.

Welches Aggregat das richtige ist, hängt ganz klar von der persönlichen Zielsetzung ab. Der größere 2,0-Liter-Boxer mit 115 kW/156 PS ist agiler, stellt die Leistung früher bereit und macht dementsprechend mehr Spaß als der kleine Bruder mit 84 kW/114 PS. Der ist einfach etwas träger, gönnt sich nach dem Tritt aufs Gaspedal eine kurze Bedenkzeit und reizt dann beim vollen Beschleunigen die Gänge bis über 5.000 Touren aus.

Subaru hat den Impreza mit einem Top-Fahrwerk ausgerüstet, das Auto liegt satt auf der Straße und fährt dank Allrad wie auf Schienen, selbst wenn der Untergrund nicht optimal ist. Das erhöht nicht nur den Spaßfaktor, sondern auch die Sicherheit. In der Top-Ausstattung (Sport), die es in Deutschland nur in Kombination mit dem großen Boxer gibt, ist der Impreza zusätzlich mit Active Torque Vectoring ausgerüstet, womit das Drehmoment immer an dem Rad anliegt, an dem es gerade gebraucht wird.

Sicherheit haben die Japaner bei der Entwicklung des neuen Impreza insgesamt groß geschrieben, und darauf sind die Japaner auch mächtig stolz. Denn der Impreza ist das sicherste Auto Japans, kann im Crashtest JNCAP die höchste bisher erreichte Punktzahl vorweisen: 199,7. Fußgänger- und Insassenschutz sind also im Wortsinn ausgezeichnet. Das Auto ist serienmäßig mit umfangreicher Sicherheitsausstattung ausgerüstet, etwa mit dem Eyesight-System, zu dem unter anderem Assistenten für Notbremsungen, Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Spurhalten und Anfahren im Stop-an-Go-Verkehr gehören. Ebenfalls an Bord sind Knieairbags vorne und Kopfairbags hinten.

Wer sich für die zweithöchste Ausstattungslinie "Exclusive" entscheidet, bekommt auch noch einen Totwinkel-, Spurwechsel- und Querverkehrs-Assistenten, LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht und Fernlicht-Assistent, Rückfahrkamera, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und vieles mehr obendrauf.

Die Ausstattung beim Impreza ist wirklich umfangreich, und das bei moderaten Preisen. Der Basispreis liegt bei 21.980 Euro, der von vorneherein besser ausgestattete 2,0-Liter-Impreza beginnt bei 26.980 Euro. Für die Top-Ausstattung "Sport" sind mindestens 31.680 Euro fällig.

Optisch macht der Impreza ebenfalls eine gute Figur, ist moderner und etwas aggressiver gestaltet als sein Vorgänger. Auch beim Design habe die Sicherheit im Vordergrund gestanden, heißt es bei Subaru. Daher verlaufe die Seitenlinie flach und steige an den hinteren Türen nicht steil an - das hätte dem Auto zwar mehr Dynamik verliehen, wäre aber auf Kosten der Rundumsicht gegangen. Gut gemacht Subaru, denn der Blick nach hinten beziehungsweise schräg hinten ist weniger verbaut als in vergleichbar großen Autos.

Dank des um zwei Zentimeter auf 2,67 Meter verlängerten Radstands ist auch im Innenraum mehr Platz als beim Vorgänger, vor allem für die Passagiere auf der Rückbank. In puncto Design haben die Japaner das Interieur richtig auf Vordermann gebracht. Die Materialien sind ordentlich, auf dem Armaturenbrett findet sich Lederoptik mit Ziernähten.

Sieht schick aus, fühlt sich aber leider ein bisschen zu sehr nach Gummi an. Ein weiterer Kritikpunkt sind die drei Infodisplays. Vor allem der Bildschirm auf dem Armaturenbrett oberhalb des 6,5-Zoll-Displays in der Mittelkonsole ist schlecht einsehbar - der Fahrer muss den Blick von der Straße abwenden. Außerdem lassen sich die Funktionen zumindest teilweise auch im Infodisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser - beides klassische analoge Rundinstrumente - anzeigen.

Der Kofferraum des 4,46 Meter langen Impreza fasst 385 bis 1.310 Liter Gepäck. Das macht ihn zwar nicht unbedingt zur Familienkutsche, aber dafür kann der Japaner mit anderen Werten wie direkter Lenkung, straffem Fahrwerk und prämierter Sicherheit glänzen. Und darauf soll mancher Kunde ja sogar noch mehr Wert legen.

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