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Toyota Aygo Facelift - erster Test Toyota Aygo 2018

Zweiter Frühling

Der 3,47-Meter-Zwerg Toyota Aygo erhielt ein Facelift. Von außen erkennbar ist es am dreidimensional ausgearbeiteten X in der Frontpartie.

mid/cpa

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Von der umfangreichen Modellpflege des Toyota Aygo haben die im Innenraum verwendeten Materialien nicht viel abbekommen. Nacktes Blech und Toyota-untypisch wenig hochwertige, aber dafür großflächig verwendete Kunststoffteile schrecken auf der ersten Testfahrt zunächst ab. Das können andere wie Hyundai i10, Kia Picanto oder VW Up zum Teil deutlich besser.

Am einfachen Cockpit, das lediglich aus dem Tacho im zentralen Blickfeld, einem schlecht ablesbaren Digital-Drehzahlmesser und dem Mini-Display des umständlich zu bedienenden Bordcomputers besteht, hat Toyota nichts geändert. Genausowenig wie am Platzangebot.

Vorn sitzen auch Zwei-Meter-Männer einigermaßen bequem, hinten bleibt selbst der Einbau von Kindersitzen eine Herausforderung. Immerhin erleichtern auf Wunsch zwei Türen im Fond die Montage. Der Kofferraum fasst nach wie vor 168 Liter - für den knappen Wochenendeinkauf oder den Badeausflug an den Baggersee reicht das.

Die wichtigsten Neuerungen spürt man beim Fahren nicht: Sie betreffen das Design, vor allem im Frontbereich. War das Aygo-typische X, das vom Stoßfänger bis zur Frontscheibe reicht, bisher hauptsächlich farblich abgesetzt, haben es die Designer nun dreidimensional herausgearbeitet. Je nach Ausstattung kann der oder besser die Aygo-Eignerin den City-Flitzer mit farblichen Elementen an Außenspiegeln, Frontschürze und Türen individuell stylen. Neue Felgen-Designs und optisch angepasste Rückleuchten runden den Frische-Look ab. Wie bisher sorgt ein optionales, großes Faltschiebedach für Sommer-Feeling.

Das komfortable, aber keinesfalls zu weiche Fahrwerk sowie die exakte, aber nicht zu direkte Lenkung wurden beibehalten - gut so. Etwas Feinschliff am bekannten 1,0-Liter-Dreizylinder soll dem Aygo zurückhaltendere Trinkmanieren bringen.

Die versprochenen 3,8 Liter (86 g/km CO2) nach der neuen WLTP-Norm im Ecomodell mit längerem vierten und fünften Gang, Start-Stopp-Funktion und rollwiderstandsoptimierten Reifen konnten wir auf den ersten Kilometern in und um Kopenhagen nicht herausfahren. Die Fünf vor dem Komma war einfach nicht wegzubekommen.

Dafür ist der Aygo mit seinen 53 kW/72 PS für die Stadt ausreichend motorisiert. Das Turbotriebwerk fällt durch sein typisches Dreizylindergeschnatter auf, wird aber nie unangenehm laut. Den Spurt von 0 auf Tempo 100 erledigt der Aygo in 13,8 Sekunden, maximal 160 km/h sind drin.

Besonders stolz ist Toyota auf die Connectivity-Funktionen, mit denen endlich auch Android Auto und Apple CarPlay in den Aygo einziehen und die Benutzung einiger Apps des eigenen Smartphones erlauben. Dazu gehören beispielsweise Musik- und Navigations-Apps wie Google Maps. Wer diese Funktionalität ordern möchte, muss allerdings mindestens zum zweiten Ausstattungsniveau Aygo x-play (in Deutschland ab 12.120 Euro, Österreich-Preise folgen erst) greifen und 200 Euro zusätzlich zahlen.

Für das preislich attraktive Einstiegsmodell Aygo X für 9.990 Euro (in Deutschland) steht immerhin das Sicherheitssystem SafetySense zur Verfügung, das lediglich im Topmodell Aygo x-clusiv serienmäßig an Bord ist. Es beinhaltet einen Kollisionsalarm, Notbremsassistenten und Warner, der auf das unbeabsichtigte Verlassen der Fahrspur hinweist.

Je nach Modellvariante hält Toyota acht Lackierungen bereit, darunter das neue knallige Magenta-Metallic. Der Aygo ist übrigens der einzige der Drillinge, der ein Facelift spendiert bekommt. Citroen und Peugeot verzichten auf die Überarbeitung.

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