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Mercedes-Benz EQS - schon gefahren
Mercedes-Benz

Ist der EQS die bessere S-Klasse?

Nach «dem besten Auto der Welt», wie Mercedes-Benz die S-Klasse liebevoll nennt, soll im Herbst das beste elektrische Auto der Welt auf den Markt kommen – der Mercedes-Benz EQS. Wir durften mit der weltweit ersten Premiumlimousine vor dem Marktstart eine Runde drehen.

Rafael Künzle

Ist der EQS die bessere S-Klasse? Mit dem geschwungenen «One-Bow»-Design hebt sich die weltweit erste elektrische Oberklassenlimousine sowohl von der konventionellen S-Klasse wie auch von den E-Erstlingswerken EQC und EQA ab. Ob man die Optik mag, bleibt Geschmacksache.

Der Pelz wird nach innen getragen
Kaum zwei Meinungen gibt’s im Innenraum. Allein der neue Hyperscreen, der sich von Tür zu Tür zieht und drei Bildschirme beinhaltet, überstrahlt alles bisher Dagewe-sene im Infotainment-Segment. Das Fahrzeug wirkt innen zudem hochwertiger als die gesamte E-Konkurrenz. Wir umkurven die Zürcher Seepromenade, wobei kaum jemand Notiz von der Neuheit aus Stuttgart nimmt, welche offiziell erst im Herbst über Schweizer Strassen rollen wird (Preis noch nicht bekannt. «Der EQS trägt den Pelz nach innen», erläutert uns später einer der Designer. Alle anderen Fragen beantwortet das Multimediasystem MBUX, Das Programm ist lernfähig und merkt sich die Vorlieben von Fahrer und Beifahrer. An Google kommt es aber (noch) nicht vorbei.

Alpenluft auf der Autobahn
Mithilfe von Augmented Reality ist das Navigieren ein Kinderspiel. Abbiegepfeile und wichtige Infos werden direkt in die Fahrbahn projiziert. Auf der Autobahn hält das Fahrzeug Spur, Abstand und Geschwindigkeit bereits selbständig, theoretisch wäre gar Level 3 des autonomen Fahrens möglich. Jedoch ist die dabei vorgesehene komplette Befehlsübergabe ans Fahrzeug (auf ausgewiesenen Strecken bis 60 km/h) noch nicht erlaubt. Für Alpenluft sorgt währenddessen der neue HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air), der neben Schwefeldioxid und Stickoxide sowie Gerüchen auch Viren und Bakterien reduziert. Dank der Hinterachslenkung meistert der 5.22 Meter lange Mercedes-Benz EQS die Serpentinen bei unserem Abstecher ins Bündnerland problemlos, was der Wendekreis von 10,9 Metern unterstreicht.

Adieu Reichweitenangst
Der Mercedes-Benz EQS ist mit einem E-Motor an der Vorderachse oder mit E-Aggregaten an Vorder- und Hinterachse, und somit Allrad, erhältlich. Bis zu 385 kW (nach alter Währung 523 PS) und 855 Nm leistet die von uns gefahrene Version 580 4Matic, wobei das 2,5 Tonnen Flaggschiff auf flüsterleisen Komfort und nicht auf Karacho getrimmt ist. Eine AMG-Version will Stuttgart 2022 trotzdem nachreichen. Der 580 4Matic soll es bis zu 676 km weit bringen, die 450+ Version mit Frontantrieb gar 780 Kilometer weit. Ungeachtet von der Anzahl E-Motoren hält die Batterie stets gigantische 108 kWh netto bereit (später soll eine kleinere Batterie folgen). Womit wir bei einem Testverbrauch etwas über 20 kWh über 500 Kilometer weit kommen. Geladen wird das Fahrzeug mit bis zu 200 kW. Andere Stromer rühmen sich mit einer theoretischen Ladeleistung von bis zu 800 kW, was in der Realität meist wenig nützt, denn kaum eine Schweizer Schnellladestation schafft bislang mehr als 150 kW. Ein beträchtlicher Anteil der EQS-Besitzer wird weder Ladestutzen noch Volant die Hände nehmen. Ihnen garantiert der lange Radstand von 3,21 Meter Platzverhältnisse im Fond wie in der Langversion der S-Klasse. Auf deren Einzelsitze muss man verzichten, dafür lässt sich die Rückbank umklappen. Angesichts des Fassungsvermögens von 1770 Liter Kofferraum hat selbst mancher Kombi das Nachsehen. Erstmals kann dadurch in einem S von Mercedes-Benz eine grosse Hundebox montiert werden. Ob der Mercedes-Benz EQS das bessere «S» ist? Schwer zu sagen. Wahrscheinlich das Komfortablere (weniger Vibration und Lärmemission). Mit Sicherheit der nobelste Hundeboxtransporter.

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