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BMW 1er Cabrio - schon gefahren

Bayerischer Aufreisser

Der Frühling kann kommen, Ende März steht das neue BMW 1er Cabrio bei den Händlern, Motorline.cc war bereits auf erster Testfahrt.

Hier finden Sie Fotos des BMW 1er Cabrios!

BMW präsentiert sich immer mehr als Meister der Nischen, kaum ein Produkt, dass die Bayern nicht im Programm haben, zwischen Mini und dem 7er BMW. Erst kürzlich wurde das „SUV-Coupé“ X6 präsentiert, als nächstes Modell am Weg zum Händler ist aber ein deutlich kleineres.

Die anfangs nicht zuletzt aufgrund des relativ hohen Preises belächelte und in der Kompaktklasse angesiedelte 1er Reihe hat sich prächtig entwickelt. Über 500.000 Autos wurden seit der Markteinführung im Jahr 2004 bereits verkauft, größtenteils Fünftürer. Seit dem Vorjahr buhlen aber auch der Dreitürer und das Coupé um Kundschaft, ab Ende März steht nun das 1er Cabrio beim Händler.

Was auf den ersten Blick übertrieben wirken mag, scheint für BMW durchaus Sinn zu machen. Denn das neue 3er Cabriolet ist der Basis nicht nur preislich enteilt, sondern verfügt zudem über eine Stahl-Klappdach. Und was für die einen dadurch Grund zur Freude ist, macht die Cabrio-Stoffdach-Puristen nicht froh.

Mehr Kofferraum als beim Dreier

Und so groß ist der Unterschied zum Dreier Cabrio gar nicht, im Gegenteil. Der Kofferraum ist beim kleineren Bayern mit geöffnetem Dach sogar größer, das Stoffverdeck benötigt einfach deutlich weniger Platz als die Stahldach-Konstruktion.

Und auch Fahrer und Beifahrer müssen nicht unter Platzangst leiden, die Platzverhältnisse sind mehr als ausreichend. Deutlicher ist der Unterschied im Fond, denn während der Dreier tatsächlich für vier Personen geeignet ist, bleiben Passagiere in Reihe zwei beim Einser eher Theorie, mangels Beinfreiheit.

Aber nachdem diese Autos ohnedies zumeist mit maximal zwei Personen unterwegs sind, ist auch das kein gravierender Grund, zum doch über 12.000,- Euro teureren Dreier zu greifen. Mehrere hundert Stück will man in Österreich jährlich vom offenen Baby-Bayern verkaufen, ohne sich auf eine genaue Zahl festzulegen.

Motorline.cc war bereits auf erster Testfahrt, motorisch stand uns der 125i zur Verfügung. Während die Fahrleistungen des 218 PS starken Sechszylinders durchaus ausreichend sind – so man sich nicht scheut den Motor auch höher zu drehen – ist es vor allem die Soundkulisse, die begeistert. Ein heiseres Röhren verlässt den Doppelauspuff, jeder Gasstoß zaubert den Passagieren ein Grinsen ins Gesicht.

Vernunft und Fahrspaß: 120d

Insgesamt stehen vier Benziner mit einer Leistung von 143 bis 306 PS zur Wahl, dazu kommt mit dem 120d ein formidabler Diesel mit 177 PS. Auch wenn die Geräuschkulisse nicht mit den Reihensechszylindern mithalten kann, so sprechen Fahrspaß und Verbrauch deutlich zu Gunsten des Selbstzünders.

Die beiden Vierzylinder Benziner im 118i und 120i sind indes eher als Gleiter zu verstehen, allzu spritzig ist man damit nicht unterwegs. Die wohl vernünftigste Variante – ein 118d Cabrio mit ausreichenden und steuerschonenden 143 PS – wird derzeit übrigens nicht angeboten, auch der bärenstarke 123d ist nicht im Cabrio-Programm des 1er BMW.

Alle Modelle sind mit den mehrfach preisgekrönten „Efficient Dynamics“ Maßnahmen ausgestattet, Energie-Rückgewinnung beim Bremsen, oder die Start-Stopp-Automatik sind nur zwei der vielen Sprit-Spar-Schritte.

Derzeit ist die Start-Stopp-Automatik den Vierzylinder-Motoren mit Handschaltung vorbehalten, wir Motorline.cc aber in Erfahrung bringen konnte, arbeitet man mit Hochdruck sowohl an den Sechszylinder-Modellen und an der Kombination mit dem Automatik-Getriebe.

Die bei BMW sprichwörtliche „Freude am Fahren“ kommt auch beim 1er Cabrio nicht zu kurz, die agil, knackige Straßenlage sorgt in Kombination mit dem Heckantrieb für großen Fahrspaß, die Bremsen packen zwar ordentlich zu, die Dosierbarkeit dürfte aber eine Spur besser sein.

Die Geräuschdämmung ist sehr gut, das Stoffverdeck - das übrigens in allen Versionen vollautomatisch bis zu einem Tempo von 50 km/h funktioniert - dämmt überraschend gut. Besonders erwähnenswert und bei einem Cabrio auch wichtig ist die Verwindungs-Steifigkeit, die BMW-Ingenieure haben hier ihre Hausaufgaben mit Bravour gemacht. Das Auto wirkt solide wie aus einem Guss, viel besser kann ein Cabrio in dieser Beziehung nicht sein.

Nackt wie BMW ihn schuf...

Viel teurer in seiner Klasse allerdings auch nicht, denn selbst wenn der Basispreis von 31.950,-,- Euro für den 118i noch einigermaßen human anmutet, so offenbart der genaue Blick in die Preisliste, dass es dabei nicht bleiben wird. Am obligaten Österreich-Paket kommt man schon allein wegen der fehlenden Klimaanlage in den Vierzylinder-Modellen nicht vorbei.

Wer darüber hinaus noch Annehmlichkeiten wie die wirklich tollen Sportsitze, nette Alufelgen – mindestens 17 Zoll sollten es schon sein – oder gar Leder und Navi nicht missen möchte, der entfernt sich mit Riesenschritten vom Basispreis. Doch wenn man einen Blick auf die Unternehmens-Bilanz 2007 wirft, scheint das die Kunden nicht wirklich zu stören.

Die Listenpreise

BMW 118i ...... 105kW/143PS ...... 31.950 Euro ...... 149g CO2/km
BMW 120i ...... 125kW/170PS ...... 35.500 Euro ...... 158g CO2/km
BMW 125i ...... 160kW/218PS ...... 41.750 Euro ...... 195g CO2/km
BMW 135i ...... 225kW/306PS ...... 51.220 Euro ...... 224g CO2/km
BMW 120d ..... 130kW/177PS ...... 36.550 Euro ...... 134g CO2/km

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