AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Hyundai i30 1.4 ISG Europe - im Test

Fahren & Tanken

Wir wollen ehrlich sein: Hoch waren unsere Erwartungen in die Fahrleistungen des 1.4 CVVT nicht. kleine Benzinmotoren haben vom Fahreindruck her selten die Attraktivität ihrer teureren, aber doch vom Drehmoment her souveräner auftretenden Diesel-Pendants.

Umso erfreuter waren wir, dass im Fahrbetrieb der 1,4l-Benziner nicht zu wünschen übrig ließ. Nicht an der Leistungsstärke, mit der er den 1,3 Tonnen schweren Wagen in Bewegung setzt und hält, und auch nicht an der in einem gebirgigen Land so wichtigen Elastizität.

Und konnte damit durchaus Fahrvergnügen vermitteln, denn er lässt sich schaltfaul fahren. In der Ebene und im Stadtverkehr schnurrt man bevorzugt niedertourig dahin.

Bei unserer Fahrt über einige der größeren Alpenstraßen der Nation überraschte der kleinvolumige Vierzylinder durch stattliche Reserven an Punch aus den niederen Drehzahlregionen heraus. Ebenso entspannt gibt sich das ISG; es arbeitet unauffällig, flink und leise.

Beim Halt an der Ampel (im Leerlauf) verstummt das Motorgemurmel, beim Tritt auf die Kupplung ist die Maschine fast unhörbar wieder in Betrieb. So soll es sein.

Zweimal gelang es uns allerdings unabsichtlich, das System zum „Schluckauf“ zu bringen, der dann einen Neustart nötig machte. Einen Userfehler wollen wir hier nicht ausschließen.

Alles in allem vermittelt der i30 im Fahrbetrieb nicht den Eindruck des großen Charakterdarstellers, er gefällt sich eher als unaufdringliches Verkehrsmittel für längerfristiges, konfliktfreies Zusammenleben. Und das macht er auf sympathische Weise.

Das Fahrwerk bleibt stets gemütlich, es bringt Unebenheiten den Fahrgästen zur Kenntnis, wird davon aber nicht aus der Ruhe gebracht. Das ESP-Lamperl kam nur bei mutwilliger Unvernunft ins Flackern.

Die Fahrleistungen sorgen nicht für Unruhe im Chassis, sie genügen für den stressfreien Autoalltag. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h, von Null auf Hundert geht’s in 12,6 Sekunden.

Der Benzinverbrauch auf 100 Kilometer pendelte sich bei unserem Testbetrieb bei einem niedrigen 7-Liter-Wert ein, das lag ungefähr 1,5 Liter über dem vom Werk angegebenen Wert.

Zum ernsthaften Sparen in Blau & Grün fehlt vielleicht noch der sechste Gang, der aus der Kombination die echte Sparmaschine gemacht hätte.

Der Motor kann dreht bis 6.500 Touren und hat seinen Spaß dabei. Bei Autobahntempo geht die Geräuschkulisse etwas ins Kernige, was für kleine Benziner als konzeptbedingt anzusehen ist und deshalb nicht unerwartet war.

Von Lärm gemartert werden aber auch die Passagiere im i30 1.4 nicht; allenfalls dreht man das Radio lauter. Die Maschine klingt außerdem, wenn man solche Dinge mag, auch recht angenehm.

Die Windgeräusche der Karosserie halten sich in Grenzen, soweit wir das hören konnten. Denn an unserem Testauto waren die Reifen musikalisch und sangen aus voller Kehle.

Innenraum Innenraum Testurteil Testurteil

Hyundai i30 1.4 ISG Europe - im Test

Weitere Artikel:

Worauf muss ich beim Kauf achten? Wir haben, gemeinsam mit Kindersitz-Experte Peter Jahn die richtigen Antworten auf viele Fragen und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung rund um den Autokindersitz-Kauf.

Sportmodelle der ID-Baureihen mit zwei E-Motoren

Schnelle Volkswagen heißen künftig GTX

VW spricht von intelligenter Sportlichkeit, die man unter dem Kürzel GTX auf den Markt bringen möchte. Das erste Modell wird auf Basis des ID.4 Ende April auf den Markt kommen.

Das Pech der Tüchtigen

Helden auf Rädern: NSU Ro 80

Es hätte ein fulminanter Start in eine neue Ära sein können. Doch blöderweise wurde es das stattdessen für einen völlig anderen. Der Ro 80 wurde zum Sargnagel für NSU, weil zu viel Vorsprung schnell einmal ins Geld gehen kann.

So sehr der neue Jahrgang der Scrambler 1200 XC und XE auf dem technischen Gebiet dazugelernt haben. Der Coolness der auf 1.000 Stück limitierten Scrambler Steve McQueen-Edition können sie nur schwer das Wasser reichen.