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Klimaneutral und sauber: E-Fuels

Künstlich dieseln

Synthetische Kraftstoffe - "E-Fuels"- könnten eine feste Größe im Verkehrswesen werden, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

mid/sts; Foto: Audi

Synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, sind heute noch eine kostenintensive Randerscheinung. Aber in der Zukunft könnten sie eine feste Größe im Verkehrswesen werden, denn sie sind in der Lage, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wie dieses Szenario aussehen könnte, hat eine aktuelle Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) und der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) im Auftrag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im Detail belichtet.

E-Fuels sind synthetisch hergestellte Kraftstoffe, zunächst wird per Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff erzeugt, dieser wird danach mit CO2 (etwa aus Industrieabgasen) methanisiert. Dieses E-Gas kann bereits getankt werden. Oder man verflüssigt es nach dem Fischer-Tropsch-Verfahren und gewinnt damit E-Fuels, also künstlichen Diesel oder künstliches Benzin. Jedes dieser Verfahren erfordert eine hohe Menge an Strom. Für eine CO2-neutrale Klimabilanz muss ausschließlich erneuerbare Energie (Wasser-, Wind- oder Sonnenenergie) benutzt werden.

Bei der Verbrennung der künstlichen Kraftstoffe im Motor entsteht zwar wieder CO2, weil dieses aber zuvor der Atmosphäre entnommen wurde, ist die Bilanz neutral. "E-Fuels werden insbesondere für Anwendungen im Verkehr, für die aus heutiger Sicht keine elektrischen Antriebssysteme zur Verfügung stehen, unverzichtbar sein", sagt Matthias Wissmann, Präsident des VDA.

Damit ist vor allem der Güterverkehr zu Luft, Wasser und Straße gemeint, denn mit heutiger Batterietechnik sind E-Lkw und E-Schiffe sinnlos, weil die Batterien den Großteil der Nutzlast aufbrauchen würden, E-Flugzeuge sind praktisch nicht darstellbar. "Synthetische Kraftstoffe ermöglichen außerdem, dass bestehende Tankstellen und Motoren genutzt werden können. Deshalb ist dies ein wirkungsvoller Hebel zur CO2-Minderung und bietet zudem dem Verbrennungsmotor neue Optionen." Und sie verbrennen deutlich sauberer als fossile Treibstoffe, das leidige Stickoxid-Thema (NOx) wäre damit vom Tisch.

VW ist einer der Vorreiter dieser Technologie, bereits seit 2013 erzeugt man in Werlte, Niedersachsen (D) Wasserstoff und künstliches Erdgas (E-Gas). Man hat mit dem Energieversorger EWE einen Vertrag geschlossen, wonach der errechnete Verbrauch sämtlicher verkaufter Erdgasfahrzeuge von VW (bzw. auch Audi, Seat und Skoda) von der VW-eigenen E-Gas-Anlage ins EWE-Netz eingespeist wird. Der dafür nötige Strom kommt aus regenerativen Quellen.

Laut Studie wird der Bedarf an erneuerbarem Strom für die Umsetzung der EU-Klimaschutzziele in den künftigen Jahren weiter in die Höhe schnellen. Ein massiver Anteil davon wird auf die Herstellung von E-Fuels entfallen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, braucht es schon jetzt klare Fahrpläne auf nationaler, EU- und internationaler Ebene, kommentiert Uwe Albrecht, Geschäftsführer der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik. Nur so ist es machbar, dass die derzeit hohen Kosten von bis zu 4,50 Euro pro Liter E-Fuel (Dieseläquivalent) künftig auf circa 1 Euro pro Liter gedeckelt werden.

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