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ADAC: Drei Kleinstwagen im Crashtest

Nachbesserungen gefordert

Kollisionen mit schrägem Aufprall und geringer Überdeckung der Fahrzeuge sind häufig. Der ADAC hat drei Citycars auf diese Weise gecrasht.

mid/rhu

Sie sind in der Realität leider sehr häufig, werden aber bei den üblichen Crashtests nicht berücksichtigt: Kollisionen mit schrägem Aufprall und geringer Überdeckung der Fahrzeuge. Deshalb hat der ADAC jetzt drei Kleinstwagen-Modelle auf diese Weise gecrasht. Mit gemischten Ergebnissen.

Als Kandidaten mussten ein Skoda Citigo, ein Renault Twingo und ein Toyota Aygo dran glauben. Simuliert wurde ein Unfall zweier Fahrzeuge mit jeweils etwa 40 Stundenkilometern. Im Fokus stand dabei die Insassensicherheit. Das Ergebnis: Der Skoda schneidet insgesamt gut ab, für Renault und Toyota gab es jeweils die Note "befriedigend" - "mit reichlich Verbesserungspotenzial bei der Airbag- und Gurtauslegung", so der Automobilclub.

Denn während die Rückhaltung durch Airbag und Gurtstraffer beim Skoda noch gut funktionierte, rutschte der Kopf des Fahrer-Dummys bei Twingo und Aygo vom Airbag ab und glitt beim kleinen Toyota nur knapp an der Türbrüstung vorbei. "Auch der Brustbereich der Fahrer ist in allen drei Pkw nicht ausreichend geschützt, im Toyota drohen sogar schwere Verletzungen", heißt es beim ADAC.

Auch die Fahrgastzelle bleibe bei keinem der drei Pkw unbeschädigt, mit deutlichen Vorteilen beim Skoda. Bei Renault und Toyota zeigten sich trotz des vergleichsweise niedrigen Tempos beim Unfall zum Teil deutliche Deformationen an A-Säule und Türschwelle. "Die getesteten Fahrzeuge zeigen, dass moderne Stadtfahrzeuge den Belastungen im Crashtest standhalten können, allerdings müssen die Hersteller bei der Front- und Seitenabsicherung noch nachbessern", so Dr. Reinhard Kolke, Chef des ADAC-Technikzentrums. Angepasste Airbagsysteme und bessere Sicherheitsgurt-Rückhaltesysteme als serienmäßige Ausstattung könnten dabei helfen.

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