Autowelt

Inhalt

Neue Schlittentestanlage im Ford Crash-Labor

Schlittenfahrt

Neuer Ford Focus: Top-Ergebnis von fünf Sternen bei Euro NCAP dank neuer, 15,5 Millionen Euro teurer Schlittentestanlage im Ford Crash-Labor.

Der neue Ford Focus, er ist in Österreich seit September auf dem Markt, bietet dank vernetzter Fahrer-Assistenzsysteme und innovativer Technologien ein größtmögliches Maß an Sicherheit. Das hat auch die unabhängige Euro NCAP-Organisation bestätigt: Sie bewertete die Sicherheit des neuen Focus im Juli 2018 mit den maximal erreichbaren 5 Sternen.

Damit gehört der Ford Focus zu den ersten Fahrzeugen, die die Euro NCAP-Organisation nach ihren neuen, noch strengeren Testprotokollen geprüft hat und die diese Testprotokolle auch gemeistert haben. Darüber hinaus lobten die Euro NCAP-Experten ausdrücklich die Vielzahl der im Focus erhältlichen Technologien und Fahrer-Assistenzsystemen. Um das Fünf-Sterne-Top-Ergebnis erreichen zu können, war er während seiner Entwicklung auf der neuen Schlittentestanlage im Crash-Labor in Köln-Merkenich umfassend gecrasht worden. Die 15,5 Millionen teure Anlage war Anfang 2018 in Dienst gestellt worden. Mit ihr lassen sich die passiven Sicherheitssysteme der Fahrzeuge noch besser analysieren.

Pro Tag können bis zu vier Crashtests realisiert werden. Dabei wird die Fahrzeugkarosse auf einen hydraulisch angetriebenen Schlitten montiert und mit einer Kraft von 2,5 MN (entspricht 250 Tonnen) auf bis zu 80-fache Erdbeschleunigung katapultiert. Das entspricht den Belastungen, die in einem echten Verkehrsunfall auf die Karosserie einwirken.

Mittels Hochgeschwindigkeitskameras, die bis zu 1.000 Bilder pro Sekunde aufnehmen, können die Ingenieure präzise das Verhalten der Airbags und der Rückhaltesysteme sowie der Karosserie und der Sicherheitszelle analysieren und gegebenenfalls entsprechend weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang werden auch die Daten von 70 hochsensiblen Sensoren ausgewertet, die in Crash-Test-Dummies der neuesten Generation platziert sind, davon alleine 15 im Kopf der künstlichen Testpersonen.

„Umfassende, echte Crashtests liefern uns eine Fülle an Informationen, benötigen aber mehr Zeit als virtuelle Crashtests, die leider noch nicht so zuverlässige Aussagen über die Realität erlauben. Unsere neue Schlittentestanlage verbindet das Beste aus beiden Welten, damit wir schneller Verbesserungen und damit noch sicherere Fahrzeuge entwickeln können", sagt Stephan Knack, Leiter des Crash-Labors in Köln-Merkenich. „Die Schlittentestanlage wird jetzt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Sicherheit aller in Europa entwickelten Pkw- und Nutzfahrzeugbaureihen von Ford spielen."

Sicherheit auf höchstem Niveau

Die hervorragende Euro NCAP-Bewertung des neuen Ford Focus ist nicht zuletzt ein Ergebnis der C2-Architektur. Diese komplett neu entwickelte Plattform zeichnet sich unter anderem durch ein Lastaufnahmevermögen aus, das im Vergleich zur Focus-Vorgängergeneration um 40 Prozent verbessert wurde. Hinzu kommt eine Karosseriestruktur, die zu 33 Prozent aus ultrahochfesten Boron-Stählen besteht.

Außerdem: Für den komplett neu entwickelten Focus steht das umfangreichste Angebot an Assistenz-Systemen zur Verfügung, das Ford je in einer europäischen Baureihe angeboten hat. Diese hochmodernen Technologien dienen in erster Linie dazu, Unfälle vermeiden zu helfen oder die Unfallschwere zumindest zu verringern. Darüber hinaus geht es bei diesen Systemen aber auch um Aspekte wie Fahren und Parken. Ford fasst die Assistenz-Technologien ab sofort unter dem neuen globalen Oberbegriff „Co-Pilot360“ zusammen.

Dazu gehört auch das von Euro NCAP explizit empfohlene Pre-Collision-Assistenz-System, das serienmäßiger Bestandteil des neuen Focus ist. Das System erkennt potenzielle Kollisionen mit anderen Fahrzeugen und Fußgängern und hilft aktiv, diese je nach Geschwindigkeitsunterschied, Straßenbeschaffenheit und dem Verhalten des vorausfahrenden Fahrzeugs zu vermeiden oder die Unfallschwere zu verringern.

Wird eine bevorstehende Kollision erkannt, erhält der Fahrer eine visuelle und akustische Warnung und das Bremssystem wird vorbereitet. Reagiert der Fahrer nicht, bremst das System automatisch mit voller Kraft. Für den Ford Focus wurden die Funktionen weiter verbessert und erweitert. Zusätzlich zu Fußgängern und Fahrzeugen erkennt der neue Pre-Collision-Assist nun auch Fahrradfahrer und kann somit noch besseren Schutz für die eigenen Fahrzeuginsassen und alle anderen Verkehrsteilnehmer bieten.

Drucken

Ähnliche Themen:

30.12.2018
Focus Pokus

Wir nehmen uns den brandneuen Ford Focus mit steuerschonenden, aber kräftigen 120 Diesel-PS samt neuer Achtgang-Automatik zum Test vor.

21.05.2018
Volle Kraft rückwärts

Die Rückfahrkamera des neuen Ford Focus kann auf Wunsch „um die Ecke schauen“ und vereinfacht Rückwärtsfahren auf diese Art entscheidend.

09.05.2018
Guter Start

In Saarlouis hat die Produktion der vierten Generation des Ford Focus begonnen - sie soll die am besten verarbeitete der Geschichte werden.

Geburtstag in Versailles Salon Rétromobile: 70 Jahre Abarth

Im Rahmen des Salon Rétromobile stellt Fiat Klassiker aus, mit denen die enge Verbindung zwischen Abarth und den Fiat-Marken illustriert wird.

F1-Test: Barcelona I Aeroreduktion ein Schuss in den Ofen?

Trotz oder wegen der reduzierten Aerodynamik: Die ersten Testzeiten lassen vermuten, dass die neuen Boliden schneller geworden sind.

WEC: News Hartley vor Le-Mans-Comeback?

Brendon Hartley könnte nach seinem Sieg 2017 im Jahr 2019 sein Comeback bei den 24h von Le Mans feiern.

WRC: Schweden-Rallye Rallye bricht Lanze für Historische

Entgegen der Wünsche von Michèle Mouton und der WM-Piloten dürfen an der Schweden-Rallye auch künftig historische Autos teilnehmen.