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Genfer Autosalon: Alle Ankündigungen

Die Messe ist abgesagt, die Premieren aber bleiben nicht aus

Es hätte das 90. große Schaulaufen der Konzerne in malerischer Umgebung werden sollen. Doch nun ist der Genfer Autosalon abgesagt. Dennoch ist die Pläne vieler Hersteller freilich dicht um den März-Termin herumgewoben worden. Heißt: Die Neuigkeiten dieser Tage sind zahlreich, der Reigen an Premieren farbenprächtig. Hier eine Zusammenstellung aller Neuheiten "aus Genf".

Rainer Unruh / mid mid/ru

Die Hersteller sprechen vollmundig von der Elektro-Offensive: Vernetzung und autonomes Fahren sind die weiteren wichtigen Zukunfts-Themen. Doch dieser rasante Richtungswechsel stellt die Autobauer auch vor große Probleme. Die Autoindustrie steht vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte. Dabei muss Show weitergehen - auch wenn sie abgesagt ist, womit sich einige Hersteller, die der Messe ferngeblieben wären, jetzt vermutlich herzlich ins Fäustchen lachen werden ... wie etwa die Marken des PSA-Konzerns oder Ford. Was aber hätte in den Hallen der Palexpo stehen sollen? Hier unser Überblick:

Audi lässt die Hüllen fallen für die vierte Generation des A3 Sportback, neben dem Fünftürer wird es auch wieder eine A3-Limousine geben. Ein um 30 Liter größeres Ladevolumen versprechen die Ingolstädter. Auch der Audi RS 5 bekommt eine Frischzellenkur. Mit neuem Carbondach ist er um vier Kilo leichter. Nur der Motor bleibt der alte: ein 2,9 Liter V6 mit 450 PS.

Um in Bayern zu bleiben: BMW bringt den neuen M340d xDrive mit an den Genfer See, gemeinsam mit seinem Touring-Bruder. Der Marktstart ist für April 2020 vorgesehen. Die Preise starten bei 64.550 Euro. Bestückt ist das Fahrzeug mit einem 3,0-Liter Reihensechszylinder Biturbo-Diesel mit 340 PS und 700 Newtonmeter. Also wahrlich kein Kind von Traurigkeit. Der Verbrauch soll laut BMW bei humanen 5,3 Litern liegen.

UPDATE // Pressekonferenz:
Haaydonk – der BMW Designchef – präsentierte auf der für Genf geplanten Pressekonferenz das BMW Concept i4. Ein, seiner Aussage nach, sehr nah an der Serienversion angelehntes Konzeptfahrzeug, bei dem BMW-Fans wohl vor allem auf eines gespannt waren – die Nase. Und ja: die großen Nieren, die uns wohl auch für den „normalen“ Vierer erwarten, der leider noch nicht gezeigt wurde, sind auch beim kommenden i4 wohl unumgänglich.

Der Rest ist soweit schon bekannt: rund 600 Kilometer Reichweite nach WLTP und anständig Power sollen für „Freude am Fahren“ sorgen. Innen wartet ein für BMW gänzlich neues Interieur, das mit seinen im Konzeptauto stramm nebeneinanderstehenden, zwei leicht gebogenen Bildschirmen etwas an aktuelle Mercedes Cockpits erinnert.  Wir sind gespannt, wie das in der Serie dann aussieht.

Cupra, die Performance-Tochter von Seat, bringt einen Leon Sportstourer mit zum Autosalon, den es auf Wunsch auch mit Hybridantrieb geben wird. Der 1,4-Liter-Benziner und der Elektromotor leisten gemeinsam 245 PS. Außerdem hat Cupra das erste eigenständige Modell mit im Gepäck: den Formentor.

Sogar Dacia steht unter Strom. Denn in der Schweiz wollen die rumänischen Franzosen ihr erstes Elektro-SUV vorstellen. Das dürfte dem Renault K-ZE aus China ähneln wie ein Zwillingsbruder.

Machen ein Sprung ans High-End: Der neue Ferrari GT Roma treibt Sportwagenfahrern sicher Tränen der Freude in die Augen. Mit V8-Biturbo und 620 PS sprintet er in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und schafft 320 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Die fünfte Generation des Honda Jazz ist genauso praktisch wie die Vorgängermodelle. Die "Magic Seats", also die Zaubersitze, lassen viele Lademöglichkeiten zu. Serienmäßig kommt der Jazz nun mit Hybridantrieb und 109 PS daher. Spaß machen soll der rassige Civic Typ R Limited Edition der auch auf dem Honda-Stand stehen wird.

Die frischen i20 und i30 hat Hyundai mit dabei. Der kleine i20 kommt mit elektrifiziertem 1,0-Dreizylinder-Antrieb. Der i30 hat ein Facelift verpasst bekommen, und vollelektrisch geht es bei der Studie Prophecy Concept EV zu.

Und ewig grüßen die SUV. Kia wird den wunderschönen Sorento vorstellen. Elegant sieht er aus und ziemlich schick. Der wird einmal ein Klassiker, das ist sicher.

Lexus feiert die Serienversion des LC 500 Cabriolets, mit einem 5,0-Liter-V8-Saugmotor, mit Zehnstufen-Automatik und 464 PS. Ein grandioses Design, ein edles Interieur - das versprechen die Japaner für diese Traumauto. Außerdem in Genf: das E-SUV UX 300e.

Mercedes bringt das Kompakt-SUV GLA gemeinsam mit seinem AMG-Bruder GLA 35 an den Start. Preislich geht's los bei knapp unter 39.000 Euro. Außerdem punktet die Stern-Marke mit dem GLE 63 Coupe, das wird als AMG mit Vierliter-Biturbo-V8-Motor zu sehen sein. Mit einmal 571 PS unter der Haube und zum anderen als S-Modell mit 612 PS.

Auch Porsche darf nicht fehlen. Der Sportwagenbauer hat die neuen 718-GTS-4.0-Modelle im Gepäck, mit dem Vierliter-Sechszylinder aus dem Cayman GT4.

Renault mag's elektrisch. Etwa mit dem neuen Twingo Z.E. mit reinem E-Antrieb oder beim Facelift des Megane, der auch als Plug-in-Hybrid kommen wird. Außerdem dabei: der Kangoo Z.E. Concept und eine Studie namens MORPHOZ.

Sportlich präsentiert sich Skoda. Die Tschechen zeigen die vierte Generation des Octavia. Erstmals zu sehen ist die RS-Version mit 245 PS starkem Plug-in-Hybridantrieb.

Was fürs Auge der Toyota Mirai, die neueste Version des Brennstoffzellen-Fahrzeugs. 650 Kilometer Reichweite sind versprochen. Beim Auto-Quartett bekäme der Mirai bestimmt viele Punkte. Zu sehen in Genf auf dem Salon d'Automobile.

VW ist natürlich mit einer ganzen Palette neuer Fahrzeuge zu sehen, angefangen beim Golf 8 GTE mit 245 PS, einem 1,4-Liter-Vierzylindermotor und mit 60 Kilometer elektrischer Reichweite. Ein Hingucker dürfte auch der neue Golf 8 GTI werden, er soll Ende 2020 beim Händler sein. Und VW Nutzfahrzeuge steuert den neuen Caddy bei.

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