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Audi A8 Facelift
Audi

Horch horch!

Audis Flaggschiff erfährt eine grobe Überarbeitung für den zweiten Lebenszyklus – und greift zumindest in China auf den Namen des Gründervaters zurück.

Ja der A8, das war seinerzeit der große Herausforderer der etablierten Oberklasse. Mit Alukarosse und Allrad war das Ende der 1990er etwas außergewöhnliches. Heutzutage aber, wo alle eigentlich alles können, wird die Luft zunehmend dünner. Aber da kann ja eine GP, was im VWAudi-Jargon für “Große Produktaufwertung” steht, ja oftmals wie ein kräftiger Geschmacksverstärker wirken. Und da geht erst einmal nichts über eine nachgeschärfte Optik. Dank der Überarbeitung wirkt das Exterieur noch repräsentativer und athletischer. Die Basis des Singleframe-Grills ist breiter geworden, die seitlichen Lufteinlässe sind aufrechter angeordnet und die Scheinwerfer zeigen sich auch neu gezeichnet.

Wem das nicht reicht, der kann nun zum Chrom-Exterieurpaket oder erstmals zu S line Exterieurpaket greifen: Markante Blades im Bereich der seitlichen Lufteinlässe ergänzen die Frontansicht – ähnlich wie beim S8. Noch definierter erscheint der Look mit dem zusätzlichen Optikpaket Schwarz, vor allem, wenn man den A8 nun in eine der fünf Mattlackierungen – Daytonagrau, Florettsilber, Distriktgrün, Terragrau und Gletscherweiß – bestellt.

So etwas wie das Hobby von Audi sind die Scheinwerfer. LED und Laser sind Pflicht, und die neuen Strahler des A8 verfügen über die DMD-Technologie (Digital Micromirror Device). Jeder Scheinwerfer verfügt über circa 1,3 Millionen Mikrospiegel, die das Licht in winzige Pixel zerlegen. Dadurch lässt es sich mit höchster Präzision steuern, zum Beispiel als Spur- und Orientierungslicht auf Autobahnen dienen.

Natürlich hat der aufgewertete A8 serienmäßig die digitalen OLED-Heckleuchten. Es stehen sogar zwei – beim S8 drei – Hecklicht-Signaturen zur Wahl. Bei Auswahl des Audi drive select-Modus „dynamic“ wechseln die Leuchten auf eine weitere Signatur, die nur in diesem Modus verfügbar ist. Cool auch: Wenn sich andere Verkehrsteilnehmer dem stehenden A8 von hinten auf weniger als zwei Meter annähern, aktivieren sich sämtliche OLED-Segmente.

Stichwort Sitzkomfort: Hier gibt es eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten, die kaum Wünsche offen lassen. Die Spitze bildet der Ruhesitz im A8 L, der zahlreiche Einstellmöglichkeiten und eine Fußablage an der Lehne des Beifahrersitzes bietet. Hier können sich Passagiere die Fußsohlen in mehreren Stufen wärmen und massieren lassen. Zum Ruhesitz-Paket gehören eine Rückenmassage mit 18 pneumatischen Kissen, elektrisch einstellbare Komfortkopfstützen, auf Wunsch eine durchgehende Mittelkonsole – optional mit Klapptischen–, 4-Zonen-Komfortklimaautomatik und die neuen Bildschirme im Fond.

Da passen die neuen Bildschirme im Fond ja perfekt dazu. Dabei handelt es sich um zwei 10,1-Zoll-Displays mit Full-HD-Auflösung, die an den Lehnen der Vordersitze befestigt werden. Sie geben Inhalte von den Endgeräten der Passagiere wieder, zudem können sie per Casting zahlreiche Audio- und Videostreams, etwa von bekannten Streamingplattformen oder aus TV-Mediatheken, empfangen.

Motorisch tat sich nicht so viel: 3.0 TDI und 3.0 TFSI sind V6-Aggregate mit drei Litern Hubraum und 286 oder 340 PS. Der 4.0 TFSI, der für den A8 und den S8 in unterschiedlichen Leistungsstufen (460 und 571 PS) zur Wahl steht, verteilt seine vier Liter Hubraum auf acht Zylinder mit cylinder on demand-Technologie.

Und dann gibt es noch den 60 TFSI e quattro mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Den 3.0 TFSI unterstützt eine kompakte E-Maschine. Die Lithium-Ionen-Batterie im Heck kann jetzt netto 14,4 kWh (brutto 17,9 kWh) Energie speichern. Die maximale Ladeleistung – mit Wechselstrom – beträgt 7,4 kW. In der heimischen Garage können die Kunden dafür das e-tron Ladesystem kompakt nutzen, unterwegs das Mode-3-Kabel.

Die interessanteste Neuerung aber, die bleibt China vorbehalten. Auch deswegen, weil im Abendland derartige Fahrzeuge auch nicht gefragt wären. Beim Audi A8 L Horch, der Top-Version für den chinesischen Markt, kommen bei einer Fahrzeuglänge von 5,45 Metern im Vergleich zum A8 L noch einmal 13 Zentimeter hinzu. Im Interieur unterstreichen die erweiterte Rautensteppung, eine Logo-Prägung in den Ruhekissen sowie der Hochflor-Fußmatten im Fond die Exklusivität. Hinzu kommen zahlreiche Chrom-Applikationen im Außenbereich, eine Horch-Plakette an der C-Säule, das „H-Krone“ Felgendesign und eine umfangreichere Serienausstattung unter anderem mit Ruhesitz.

Der Verkauf startet bei uns im Dezember. Vorher ist auch nicht mit Preisen zu rechnen.

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