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Der Motorline-Redaktions-Rückblick 2021

Unsere persönlichen Top-Stories des Jahres

Das war's dann also fast: Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Und vermissen werden es insgesamt vermutlich die wenigsten. Und doch: Es gab sie, die Highlights. Die Lichtblicke. Die Meldungen und Artikel, die uns hier in der Redaktion noch eine ganze Weile positiv in Erinnerung bleiben werden. Zeit, sie zu ehren und noch einmal ins Rampenlicht zu rücken. Das sind die Highlights eures Motorline-Teams: Stefan Schmudermaier, Severin Karl, Roland Scharf und Johannes Posch.

Stefan Schmudermaier und der große E-SUV-Vergleichstest

Elektroautos sind fixer Bestandteil aller Automagazine, in electric WOW dreht sich die Berichterstattung sogar ausschließlich um elektrifizierte Fahrzeuge. Und im Gegensatz zu manchem Mitbewerber sind die Ansprüche im Hinblick auf die Tests hoch. Einheitliche Vergleichsrunden zählen da ebenso dazu wie der ein oder andere Vergleichstest. Und auf einen bin ich ganz besonders stolz, schließlich waren wir im Herbst das einzige österreichische Magazin, dass die vier begehrenswertesten E-SUV in einem Test vereint hat. Neben Skoda Enyaq, Ford Mustang Mach-E und Hyundai Ioniq 5 hat es nämlich auch das Tesla Model Y in den Vergleich geschafft! Und so konnten wir die Unterschiede in Sachen Leistung, Platzangebot und Reichweite gut herausarbeiten. Dass Motorline Chefredakteur Johannes Posch den Vergleich mit einem spannenden Video geadelt hat, ist das Tüpfelchen auf dem i. Jetzt aber genug mit Eigenlob! ;-) Wer den Vergleichstest noch nicht gelesen bzw. gesehen hat, unbedingt nachholen!

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Roland Scharf und der Morris Ital

Das wohl coolste an alten Autos ist die Tatsache, dass man über sie viel mehr erzählen kann als ihre herzlosen neuen Kollegen. Und dann gibt es aber diese Exemplare, deren Geschichte man nicht erfinden könnte. Und da war 2021 für mich definitiv der Morris Ital mein ganz persönliches Highlight, als Teil der „Helden auf Rädern“-Folge über den Morris Marina – und genau hier fängt die unglaubliche Geschichte auch schon an, unglaublich zu werden.

Der Marina war zu seiner Premiere schon hoffnungslos veraltet. Die Technik seinerzeit bereits 20 Jahre alt, hatte er nie eine Chance, der Konkurrenz ernsthaft nahe zu kommen. Ganz zu schweigen von der furchtbaren Verarbeitungsqualität und der fast schon legendären Vorliebe, bereits ab Werk zu rosten. Doch anstatt aus den Fehlern zu lernen und gleich ein neues Modell zu entwickln, gestaltete man bei British Leyland den Marina noch einmal komplett um und bot ihn als Ital an. Zu Ehren des italienischen Designhauses Italdesign. Natürlich wollte das niemand haben, und wer wissen möchte, warum die britische Autoindustrie dermaßen brutal den Bach runterging, muss sich nur über diese eine Baureihe informieren.

Und dennoch ist es faszinierend, wie sehr man Dinge falsch verstehen kann, und dass immer noch neue Fakten auftauchen. Entgegen allgemeiner Aussagen war Italdesign nie für das Design des Ital verantwortlich. Das erledigte man daheim in Birmingham. In Italien fertigte man angeblich zeitweise das Auto, oder Teile davon – so genau lässt sich das alles nicht mehr sagen, was die Sache nur noch unglaublicher macht.

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Severin Karl und der Morgan Plus Four CX-T

Als Fan britischer Automobile musste ich besonders über die Morgan-Meldung von 6. August auf motorline.cc schmunzeln. Für gewöhnlich stellt man sich die Ausfahrt in einem Plus Four ja eher über eine gewundene Landstraße vor, die von schönen alten Bäumen gesäumt ist. Das Dach offen und der Wind in den noch vorhandenen Haaren… Wer käme im Normalfall auf die Idee, den nach wie vor in Handarbeit hergestellten Engländer über Stock und Stein zu prügeln? Immerhin wird in der Manufaktur in Malvern (Worcestershire) seit Ewigkeiten – die Firma wurde 1909 gegründet – auf Eschenholz-Rahmen gesetzt.

Allradtechnik und Turbo-Vierzylinder mit 258 PS kommen im Fall des Plus Four CX-T von BMW, die Software des xDrive-Differenzials wurde für Morgan speziell angepasst. Eigene Aufbauten für Gepäck (wasser-, also auch staubdicht), Ausrüstung und Reservereifen stellen sicher, dass die Lust auf Abenteuer nicht am sonst ganz schön knappen Platzangebot endet. Der Preis ist die andere Sache, leider. Etwa 200.000 Euro vor Steuern machen der nächsten Offroadhatz einen Strich durch die Rechnung. Wenigstens geht es vielen anderen Fans durch die Limitierung auf acht Exemplare ebenso. 

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Johannes Posch und der Toyota Yaris GR

2021 startete "vorsichtig optimistisch". Die Impfstoffe waren da, die Zahlen rückläufig, da traute sich mancher Hersteller schon wieder an Veranstaltungen. Toyota zum Beispiel. Der Österreich-Importeur der Japaner, die sich über die letzten Jahre vom stinklangweiligen Hybrid-Produzenten zu einer der Marken mit gleich mehreren der für Autonarren spannendsten Autos mauserte, lud ins auch im März immer noch klirrend kalte Lungau um dort aus ersten Hand zu erfahren, dass der Yaris GR im Querbetrieb nicht nur auf dem Papier, sondern eben auch auf dem echten Eis zuhause ist. 

Das Ergebnis war nicht nur einer der unterhaltsamsten und kurzweiligsten Termine, die ich in meiner gesamten Laufbahn überhaupt erleben durfte, sondern auch eine mehr als beeindruckende Vorführung der Tatsache, dass man es hier in der Tat mit einem kleinen Rallyewagen für die Straße zu tun hat - einem echten Homologations-Special wie den seeligen Lancia Delta Integrale, dem Audi Sport Quattro oder Ford RS200. Und ja, ich habe absolut keine Scheu diese großen Namen in den Mund zu nehmen bzw. über meine Fingerspitzen hier in den Ether zu klopfen, wenn ich über den Toyota Yaris GR schreibe. SO gut ist er. Ich hoffe, das wird auch beim Lesen der Story klar ... 

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