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Was tun, wenn das Auto unter Wasser stand?
Bild von Stefan Bernsmann auf Pixabay

Hochwasser kann schlimme Schäden anrichten

Die aktuellen Unwetter geben traurigen Anlass, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, wie man ein Auto in Betrieb nimmt, das unter Wasser stand. Eins vorweg: Nur in wenigen Fällen ist es ratsam, einfach so den Schlüssel umzudrehen. Der ÖAMTC klärt auf.

Eine verschmutze Karosserie und ein verschlammter Innenraum sind zwar tragisch, aber noch die harmlosesten Auswirkungen, wenn ein Auto unter Wasser gestanden hat. Wie man in diesen Fällen richtig reagiert, erklären die ÖAMTC-Experten: "Wenn der Motorraum mit Wasser in Kontakt gekommen ist, muss aus Sicherheitsgründen eine Abschleppung erfolgen", hält ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl fest. "Wenn sich Wasser im Zylinder befindet, kann bei einem Startversuch der sogenannte 'Wasserschlag’ auftreten, ein Motorschaden kann die Folge sein."

Sand und Wasser im Fahrzeuginneren können Schäden an Fahrwerk und Bremsen auslösen, die sich eventuell erst Monate nach dem Unglück zeigen. Eine Überprüfung des Bremssystems durch einen Fachmann ist also dringend anzuraten. Generell raten die Experten des Mobilitätsclubs allen Betroffenen in den Hochwasser-Gebieten, ihr Fahrzeug keinesfalls selbst in Betrieb zu nehmen, sondern bei der ÖAMTC-Pannenhilfe anzurufen.

* Ist die Wasserlinie unterhalb der Felgenmitte, sind in der Regel keine Funktionsprobleme zu erwarten. In diesem Fall sind alle beweglichen Teile sowie die elektrischen Installationen noch über der Wasserlinie. "Nur die Traggelenke und Spurstangengelenke sollten überprüft und gegebenenfalls getauscht werden", rät der ÖAMTC-Techniker.

* Wenn die Wasserlinie über der Radmitte liegt, sind bereits Radlager und Antriebswellen betroffen. Wenn das Fahrzeug diesen Bedingungen über mehrere Stunden oder sogar Tage ausgesetzt ist, dringt Wasser in die Lager und Gelenke ein. "Dort bleibt es leider auch nach Absinken des Wasserspiegels", sagt Kerbl. Ebenfalls betroffen ist der Auspuff, der durch das Wasser korrodieren kann.

* Steigt der Wasserspiegel über die Türunterkante, dringt Wasser in den Innenraum und in die Hohlräume der Karosserie ein. So können tiefer liegende Teile der Elektrik Schaden nehmen. "Ein Werkstattaufenthalt ist unausweichlich", so der ÖAMTC-Experte.

* Ist die Motorhaube unter der Wasserlinie, dringt auch Wasser in den Ansaugtrakt des Motors und über den Auspuff bis zu den Auslassventilen. Ein Starten des Motors, so der Starter überhaupt noch funktioniert, muss auch nach Sinken des Wasserniveaus unterlassen werden. Fahrzeuge, die mehrere Stunden derart tief im Wasser waren, müssen anschließend gründlich in einer Fachwerkstatt trockengelegt werden. Bei Fahrzeugen älteren Datums kommen die Reparaturkosten einem Totalschaden gleich.

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