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Der Name ist Programm: „Competition, Sport, Leichtbau“

Leichter, stärker, schneller und auf nur 1.000 Stück limitiert; das ist BMWs M GmbHs Geschenk an sich selbst zum 50-jährigen Bestehen, der BMW M4 CSL.

Man nehme das ohnehin schon nicht gerade langsame oder langweilige BMW M4 Competition Coupé, mache es stärker, setze es auf Diät und verfeinere das Ganze mit fein austariertem Fahrwerks-Setup und nur dem Feinsten vom Feinen in Sachen Pneus. Fertig ist der M4 CSL. Ob er schnell ist? Allerdings. Dabei ist die reine 0-100-Zeit aber erst einmal fast "ernüchternd": Immerhin ist ein "normaler" BMW M4 Competition xDrive schneller: 3,7 Sekunden auf 100 geben die Bayern beim CSL an, 3,5 sind es beim Allrad-M4. Aber in einer geraden Linie beschleunigen ist ja ohnehin höchstens fürs Auto-Quartett wirklich spannend (wo auch der Top-Speed von 307 km/h sicher so manchen Stich landet).

Der Maßstab, der der M GmbH wirklich wichtig ist, heißt "Nordschleife". Dort verbläst der M4 ALLES, was jemals zuvor von BMW gebaut und mit einer Straßenzulassung versehen wurde. 7:15,677 Minuten bei der Vergleichsmessung über 20,6 Kilometer beziehungsweise 7:20,207 Minuten für die volle Runde über 20,8 Kilometer sind in der Tat eine Ansage. Dennoch sei an dieser Stelle erwähnt, dass so mancher Mitbewerber noch ein gutes Stück schnellere Straßenfahrzeuge gebaut und über die Nordschleife geschickt hat. Porsche etwa, dessen GT2 RS mit 6:43:300 seit Juni 2021 den Rekord hält. Und auch der Mercedes-AMG GT Black Series ist mit 6:48.047 noch ein gutes Stück schneller. Aber hey; das sind natürlich noch einmal ganz andere Biester. Also zurück zum M4 CSL.

Und somit zurück zu BMW-Superlativen: Mit 550 PS, das sind noch einmal 40 Pferde mehr als beim M4 Comp. aus dem selben 3,0 Liter Reihensechser, ist der CSL der stärkste Serien-M3 bzw. M4 aller Zeiten. Gleichzeitig setzte mal den M4 gehörig auf Diät und schnitzte rund 100 Kilogramm von seinem Leergewicht: 1.625 kg wiegt der CSL. M Carbon Vollschalensitze, der Entfall der Fondsitzbank (dort sind nun zwei Helm-Ablagefächer), Motorhaube, Gepäckraumklappe und Mittelkonsole aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), Carbon-Keramik Bremsanlage, spezifische Leichtmetallräder, Federn und Karosseriestreben und eine neue Schallisolierung mit besonders leichten Materialien, eine Titan-Klappenauspuffanlage, sowie eine auf das Wesentliche konzentrierte Auswahl an Komfortmerkmalen und Fahrerassistenzsystemen machen's möglich. Heißt: Klimaautomatik, Park Distance Control, Frontkollisionswarnung, Spurverlassenswarnung und Speed Limit Info sind ebenso serienmäßig dabei wie das digitale LCD-Kombiinstrument und das Navigationssystem im Infotainament-System. Komfortzugang, Alarmanlage, Driving Assistant, HUD und Parking Assistant gibt's zwar auch, aber "nur" als Sonderausstattung.

Darüber hinaus sorgt ein neu entwickeltes Präzisionsstreben-Paket aus Aluminiumguss für den Motorraum, eine eigenständige Achskinematik, modellspezifische Radsturzwerte, Stoßdämpfer, Zusatzfedern und Stabilisatorensowie eine Fahrzeugtieferlegung um 8 Millimeter samt serienmäßigen, adaptiven Dämpfern für das dazu passende Handling. Die eigens für das Auto entwickelten Reifen in den Dimensionen 275/35 ZR19 vorn sowie 285/30 ZR20 hinten werden wiederum auf exklusive M Leichtmetallräder im Kreuzspeichendesign in den Dimensionen 19 Zoll vorn und 20 Zoll hinten gezogen. Zudem wurde die Traktionskontrolle feingetunt. Die Antriebsschlupfregelung ermöglicht hier kontrollierte Driftmanöver in den Stufen 1 bis 5. Die Stufen 6 bis 10 hingegen gewährleisten perfekte Traktion unter Berücksichtigung von Fahrbahnbeschaffenheit und Reifentemperatur.

Optisch macht der CSL natürlich auch einen auf dicke Hose. Jede Menge Sichtkarbon, rote Akzentlinien und eigene Nieren-Einsätze, Air Curtains, Heckspoiler und Splitter machen ebenso wie das gelbe Abblend- und Fernlicht im Stil von GT-Rennfahrzeugen sowie die eigenen Heckleuchten mit neuen Lichtfäden im Deckglas unmissverständlich klar, dass man es hier nicht mit einem "schnöden Serien-M4" zu tun hat.

Und nun zum unangenehmen Teil. Nicht nur ist das gute Stück wie erwähnt auf bloß 1.000 Stück limitiert, es ist noch dazu richtig teuer: 210.000 Euro Basispreis stehen in Österreich am Preiszettel. In Deutschland wiederum geht es bei 165.200 Euro los. Bedeutet für letzteren Markt einen Aufpreis von 66.900 Euro zum Allrad-M4. Nicht schlecht. Um aber auch hier für etwas Perspektive zu sorgen: So ein zuvor erwähnter AMG GT Black Series ist ebenso wie ein Porsche GT2 RS noch ein ganzes Stück teurer. Die starten beide weit über 300.000 Euro.

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