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Neue Optik, neue Motoren, neue Plattform, auch als PHEV

Lexus globaler Bestseller RX geht in die nunmehr fünfte Runde. Der neue RX wurde von Grund auf neu entwickelt und kommt mit neuen Antrieben, neuer Optik und jeder Menge Assistenten daher. Wir waren bei der Weltpremiere in Brüssel vor Ort. Seit der Einführung im Jahr 1998 wurden mehr als 3,5 Millionen Einheiten des Modells verkauft.

Anders als beim Vorgänger, dem Lexus RX 450h, wird es diesmal nicht nur eine, sondern gleich drei Motorisierungen zur Auswahl geben: einen Vollhybrid und zwei Plug-in-Hybrid Modelle. Das neue Topmodell der RX Reihe wird der RX 500h. Erstmals verbaut Lexus hier einen 2,4-Liter Turbo-aufgeladenen Motor, der durch zwei Elektromotoren (einer an der Vorder- und einer an der Hinterachse) unterstützt wird. Die Systemleistung beläuft sich dann auf 273 kW/371 PS, der Sprint von 0 - 100km/h ist nach 6,0 Sekunden erledigt und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 226 km/h.

Alle drei Varianten verfügen über einen elektrischen Allradantrieb, der RX 500h (8,5-8,2 l/100 km nach WLTP) aber tut sich neben dem Turbomotor noch durch zwei weitere Besonderheiten hervor: Einerseits bekommt er das DIRECT4 Allradsystem, das im RZ 450e eingeführt wurde, spendiert. Die anderen beiden arbeiten "nur" mit dem alten E-FOUR-System. Andererseits wird bei ihm ein 6-Gang Automatikgetriebe verbaut. Die kleineren Modelle, der RX 350h Vollhybrid und der RX 450h+ Plug-in, müssen mit dem aus anderen Modellen bekannten, stufenlosen CVT-Getriebe vorlieb nehmen. Handschaltung wird keine geboten.

Im erwähnten Einstöpsel-SUV, dem RX 450h+ (1,2-1,1 l/100 km nach WLTP), kommt ein 2,5 Liter Vierzylinder-Saugmotor zum Einsatz, der hier verbaute Elektromotor kann auf eine Batteriekapazität von 18,1 kWh zurückgreifen. Dies soll für bis zu 65 Kilometer rein elektrische Reichweite sorgen. Leistungstechnisch siedelt er sich etwas unter dem RX 500h an und kommt mit 225 kW/306 PS, auch die Sprintzeit ist mit 7,0 Sekunden eine Sekunde langsamer.

Der Kleinste im Bunde ist der RX350h (6,7-6,4 l/100 km nach WLTP), erneut als Vollhybrid ohne Stecker und dementsprechend dem bekannten, selbstladenden Hybridsystem in Generation vier. Auch hier fehlt wieder eine Sekunde im Sprint auf das nächst größere Modell, 8,0 Sekunden gibt Lexus an. Leistungstechnisch ist er mit 180 kW/245 PS immer noch gut motorisiert.

Optisch wurde der große RX nicht gravierend verändert, aber doch merklich moderner. Großer Diabolo-Kühlergrill, sportliche Linie, schmale LED Scheinwerfer, ein LED-Leuchtband über die gesamte Fahrzeugbreite am Heck. Alles in allem steht er also durchaus massiv und imposant auf der Straße - woran freilich auch die breitere Spur (+ 15 mm vorn und + 50 mm hinten) so ihren Anteil hat.

Apropos Größe: Von der Länge her ist der neue RX auf den Millimeter gleich lang wie der Vorgänger (4,89 Meter), der Radstand hat sich aber um 6 Zentimeter vergrößert, der Wagen ist von der Dachlinie insgesamt 10 mm tiefer, dadurch verlagert sich der Schwerpunkt um 15 mm nach unten.

Adäquat steht er auf 21 Zoll Leichtmetallfelgen im Mehrspeichendesign, 400 mm Bremsscheiben vorn sorgen für einen kurzen Bremsweg. Gebaut wird der RX wie der NX auf der GA-K Plattform, das verhilft ihm zu einer Schlankheitskur, 90 Kilogramm wurden im Vergleich zum Vorgänger eingespart.

Durch die geteilte Plattform fallen auch im Innenraum einige Parallelen zum NX auf. Vor allem das Cockpit ist von Layout und Funktionen her sehr ähnlich. Und das ist gut. Der NX hinterließ hier bei unserem Test in Sachen Infotainment, Bedienung und Ergonomie einen äußerst guten Eindruck. Aber zum RX konkret: Der Infotainment-Touchscreen ist mit 14 Zoll (ca. 36 Zentimeter) sehr groß und beherbergt zwei Drehregler für die Temperaturkontrolle. Aber auch sonst blieb Platz für ein paar haptische Regler und Schalter, etwa auch für die Lautstärke. Darüber hinaus lassen sich viele Funktionen ebenso über das Multifunktionslenkrad mit nicht beschrifteten, weil in ihrer Funktion variablen Lenkradtasten (bei Berührung taucht im HUD auf, auf welchen Funktionen die Fingerspitzen gerade ruhen) oder die Sprachsteuerung "Hey Lexus" aktivieren. Darüber hinaus fällt dem geneigten Hifi-Freund sofort ein Name ins Auge "Mark Levinson" - wir sind sehr gespannt, wie das Premium Soundsystem mit 21 verbauten Lautsprechern dann in der Praxis klingen wird.

Die Produktion des neuen RX startet im Oktober 2022 in Japan, die ersten Fahrzeuge erreichen den europäischen Markt geplant Ende des Jahres. Zu den Preisen hält man sich noch bedeckt, wenn man sich die Konkurrenz anschaut, könnten 60.000 Euro Einstiegspreis für das kleinste Modell realistisch sein, wir lassen uns überraschen.

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