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Fahren & Tanken

Etwas Respekt hat man doch, wenn man zum ersten Mal vor dem beinahe zwei Meter hohen und fünf Meter langen Ungetüm steht. Besonders im innerstädtischen Bereich könnte es doch durchaus zu unerwünschtem Feindkontakt kommen? Soweit zumindest die Theorie im Kopf.

In Realität hingegen sieht alles wesentlich freundlicher aus. Durch die hohe Sitzposition und die tadellose Rundumsicht, lässt sich der Viano selbst im dichtesten Nachmittagsverkehr am Wiener Ring problemlos von Lücke zu Lücke navigieren. Der beinahe aberwitzig kleine Wendekreis nimmt auch engen Parkhäusern ihren Schrecken. Aufgepasst nur, dass man breitseits keine Mauer mitnimmt.

Hoch oben, weit abseits allen Unbills, reist man entspannt und vollkommen stressfrei durch die Weltgeschichte. Das extrem komfortable Fahrwerk trägt einen Gutteil zum sänftenartigen Gleiten bei, das am ehesten an große Citroens älteren Baujahrs gemahnt. Kurze wie auch lange Bodenwellen werden genauso perfekt glattgebügelt wie Temposchweller und Frostaufbrüche.

Flott angegangene Kurven quittiert der Hecktriebler mit starken Aufbaubewegungen, die den Mägen der Insassen einiges abverlangen. Kritisch wird das ganze jedoch nie, der Viano zieht stur seinem vorgegebenen Kurs nach.

Bei nasser Fahrbahn und abgeschaltetem ESP lässt sich Dank des bärigen Drehmoments von 440 Nm auch Übersteuern provozieren. Sieht steil aus, erfordert aber einiges an Lenkarbeit am flach stehenden Ledervolant. Überhaupt ist die Lenkung das einzige, was noch entfernt an einen Lieferwagen erinnert - Zu indirekt, zu wenig Rückmeldung von der Fahrbahn.

Absolut ohne Tadel präsentierte sich der V6 Common-Rail-Diesel. Absolut vibrationsfrei im Lauf, erlaubt er sich dessen ungeachtet auch so etwas wie gefälligen Sound zu produzieren. Perfekte Harmonie mit der 5-Stufen-Automatik, die jederzeit die richtige Übersetzung parat hat.

9,7 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und knappe 200 km/h Spitze sind Werte, die selbst einer teuren Limousine gut zu Gesicht stehen. Verdutzte Gesichter der anderen Verkehrsteilnehmer sind einem zumindest dann sicher, wenn mans beim Ampelsprint oder beim Zwischenspurt auf der Tangente mal so richtig krachen lässt.

Ein schlechtes Gewissen muss man dabei übrigens nicht haben: Der Partikelfilter ist bereits ab Werk verbaut und ein Testverbrauch von 10,5 Litern ist gemessen an der Größe durchaus im grünen Bereich. Längere Überlandpartien zaubern auch Werte um die 8 Liter auf den Bordcomputer.

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