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BMW 318d Touring - im Test

Innenraum

Über Geschmack kann man bekanntlich streiten, ob man sich nun eher für die elegante Variante mit Wurzelholz oder die sportive mit Alu-Applikationen entscheidet, muss jeder mit sich ausmachen. So oder so, Optik, Haptik und Verarbeitung sind auf höchstem Niveau angesiedelt.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger fällt auf, dass die Münchner beim wichtigsten Modell nun mehr Liebe zum Detail bewiesen haben, auch innen steht der Dreier der deutschen Konkurrenz jedenfalls um nichts nach.

Das Platzangebot im Fond ist ausreichend, eine vierköpfige Familie hält es auch auf längeren Strecken gut im Bayern aus, so man nicht zum unnötig harten Sportfahrwerk greift. Das eingangs erwähnte Österreich-Paket wertet den Innenraum der Dreier-Reihe spürbar auf, man erfreut sich an Annehmlichkeiten wie einer Klimaautomatik, einer Armauflage vorne, Regensensor, CD-Radio, Tempomat, Park-Distance-Control und last but not least einem Skisack.

Das größte Argument für den Touring ist klarerweise der Kofferraum. Die 460 Liter, die unter der Heckrollo Platz finden, sind nicht sonderlich üppig, wer das Ladeabteil aber dachhoch belädt, ist auch für den längeren Familienurlaub gerüstet.

Besonders positiv: In der Kassette der Heckrollo ist auch ein Trennnetz integriert, das sich bei Bedarf im Dachhimmel einhängen lässt und für einen sicheren Transport verschiedener Utensilien sorgt. Gegen herumfliegende Gegenstände bei plötzlichen Bremsmanövern ist man somit gerüstet.

Um das maximale Stauvolumen von 1.385 Liter ausschöpfen zu können, muss man die Rücksitzlehnen umklappen, was mit einem Handgriff erledigt ist.

Und wer sich im Urlaub nicht mit Kartenmaterial quälen will und auch an die Windschutzscheibe gepappte Navis nicht mag, der findet bei BMW eine Zwischenstufe zum integrierten, leider aber sehr teuren Navigations-System. Gemeinsam mit der Firma TomTom hat BMW ein portables Navi entwickelt, dass auf einer speziellen Halterung über dem Radio angebracht ist.

Das sieht nicht nur deutlich eleganter als eine Scheibenhalterung aus – Kabelsalat gibt’s hier nämlich keinen –, sondern ist auch bei der Ansage dem vollintegrierten System fast ebenbürtig. Bei einem Navigations-Hinweis schaltet das Autoradio automatisch stumm. Das Touchscreen-Display ist gut zu bedienen, die Karten und Hinweise sind exakt umgesetzt.

Der Preis für diese Lösung liegt inklusive Einbau und Kartenmaterial für Mitteleuropa bei knapp 600,- Euro, wer zur Pro-Version für rund 800,- Euro greift, hat bereits das gesamte Kartenmaterial von Europa im Gerät gespeichert und noch ein paar Features mehr.

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