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Seat Exeo ST 2,0 TDI – im Test

Innenraum

Das Thema Innenraum ist nicht die große Stärke des Exeo. Vorne fühlt man sich immerhin nicht beengt: Die Schulterfreiheit könnte großzügiger sein, aber auch als 1,90-Meter-Mann stößt man sich nirgends. Hinten jedoch geht es zu wie in einem aktuellen Kompaktklassler, vor allem die Beinfreiheit ist im Konkurrenzvergleich enttäuschend.

Der Laderaum nimmt sich im Vergleich zu Raumriesen wie Skoda Superb Combi oder Ford Mondeo ebenfalls bescheiden aus: 442-1345 Liter eignen sich kaum für Kühlschrank & Co.

Umklappen kann man nur die Lehnen und auch dann ergibt sich keine richtig glatte Fläche, weil sie nicht um exakt 180 Grad nach vorne fallen.

Immerhin ist der Kofferraum glattflächig, die Ladekante niedrig und die Öffnung breit. Praktisch: Das serienmäßige Trennnetz kann man sogar bei vorgeklappten Sitzlehnen (eben weiter vorne) nach oben spannen. Mangels Reserverad offenbart sich ein brauchbares Kellerfach – auch eine Art der Reserve.

Im Cockpit spiegeln sich, abgesehen vom Seat-Lenkrad, glasklar der alte Audi A4 beziehungsweise das A4 Cabrio (runde Lüftungsdüsen) wider. Was kein Fehler ist – Übersichtlichkeit, Materialqualität und Verarbeitung sind exzellent.

Gediegen, aber nicht protzig: die Chrom-Einfassungen der Instrumente und Lüftungsdüsen sowie die Aluminium-Zierleisten. Einzig Radio- und vor allem Klimaregelung hat man zu weit unten angebracht.

Gut gelungen sind die straffen, ordentlich konturierten Vordersitze. Über- und Rundumsicht gehen ebenfalls in Ordnung: Vorne sorgt das klassische Motorhauben-Layout für klare Verhältnisse, hinten tun es die angenehm schmalen D-Säulen.

An Ablagen herrscht kein Mangel, hervorheben muss man dabei vor allem die großen Fächer in den vorderen Türen (dafür hat man sie sich in den hinteren Türen erspart).

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