AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Fahrverhalten & Preis

Der von uns getestet Verso mit dem 1,8-Liter Benzinmotor (147 PS) punktet vor allem mit seiner Laufruhe. Auch lange Autobahnfahrten werden nicht zur Tortur, die von uns getestete Version mit stufenloser Automatik passt sich sanft und naturgemäß völlig ruckfrei der gegebenen Fahrsituation an. Schnelligkeit ist dabei allerdings zweitrangig und das typische Verhalten – Motor heult nach Gasgeben sofort auf, Geschwindigkeitszuwachs erfolgt nach und nach – muss man einfach mögen.

Die Schaltpaddles am Lenkrad fanden wir ein wenig übertrieben, sie geben dem Wagen zwar einen sportlichen Touch, sind aber, da feststehend, eher unpraktisch. Ein stufenloses Getriebe schalten? Kein Problem, die Elektronik definiert dafür fixierte Übersetzungsbereiche.

Im allgemeinen ist das Fahrverhalten des Toyota Verso auf Gemütlichkeit ausgelegt, er will nicht gehetzt werden. Er wurde ausgesprochen sanft und konsequent auf Untersteuern abgestimmt, das ESP setzt außerdem sehr früh ein. Die Lenkung ist sehr leichtgängig, könnte aber einen Tick präziser sein.

Der Vierzylinder-Benziner ist in Verbindung mit Automatik kein wirkliches Beschleunigungswunder, passt aber zum allgemeinen Fahrgefühl des Verso. Der Weg ist das Ziel, ein entspannter und gemütlicher Weg. Der angegebene Verbrauch von 6,8 Litern konnte auch bei passiver Fahrweise nicht erreicht werden, wir kamen im Durchschnitt auf 8,2 Liter.

Zur Auswahl stehen beim Verso jeweils drei Dieselmotoren und drei Benziner. Der von uns getestete Toyota Verso 1,8 Valvematic samt Stufenlos-Automatik „MultidriveS“ und der höchsten Ausstattungsvariante „Lounge“ kostet 31.150 Euro. Im Preis enthalten sind unter anderem ESP, 7 Airbags, Zweizonen-Klimaautomatik, Xenon-Scheinwerfer, Einparkhilfe vorne und hinten, Rückfahrkamera, Tempomat, ein 6,1"-Touchscreen, gekühltes Handschuhfach, CD-Radio mit USB-Anschluss, 17"-Leichtmetallfelgen etc.

Kann man auf die stufenlose Automatik verzichten, bezahlt man für den „Lounge“ mit Secshgang-Schaltgetriebe 29.450 Euro, immerhin eine Ersparnis von 1.700 Euro. Der Einstiegspreis für den Familienvan beträgt mit 124 PS starkem 1,6-Liter-Benziner und Basisausstattung „Young“ 22.450 Euro.

Plus

+ komplette Grundausstattung
+ faires Preis-/Leistungsverhältnis
+ robuste Qualität
+ großzügiges Platzangebot


Minus

- durchzugsschwacher Motor
- unnötige Schaltpaddles

Resümee

Der Toyota Verso besticht durch Robustheit, Anspruchslosigkeit und Qualität. Sein relativ günstiger Preis und der gute Ruf des Vorgängermodells werden auch ihn zum Freund vieler Familien machen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Toyota Verso 1,8 MultidriveS – im Test

Weitere Artikel:

Do-it-yourself-Wartungen und -Reparaturen

Die perfekte Heim-Werkstatt für Motorrad- und Autoliebhaber

Für viele Motorrad- und Autoliebhaber ist eine eigene Heim-Werkstatt die Idealvorstellung. Zwischen Werkzeugschrank, Hebebühne und Schrauberhocker soll ein Bereich entstehen, in dem Wartungen, Reparaturen und Umbauten in Ruhe durchgeführt werden können.

Wie Gutachter nicht nur beim Geld sparen helfen

Was tun, wenn’s kracht?

Ein Verkehrsunfall bringt mehr als nur Blechschäden mit sich. Unsicherheit, der Stress der Regulierung und das Risiko, finanzielle Einbußen zu erleiden, sind meist mit an Bord. Hier kommen unabhängige Kfz-Gutachter ins Spiel.

Pirelli P Zero: Jubiläum des sportlichen Reifen

P Zero: „Vorsicht bissig“ seit 40 Jahren

Wenn sich ein Reifen in den Asphalt verbeißt wie die Derivate des Pirelli P Zero, dann klappen die Hot Laps auch auf ungewohnter Piste. Zu Besuch bei Pirelli, inklusive Headquarter, Comer See und Temple of Speed

Toyota Aygo X Play im Test

Von A nach B unter 20.000 Euro

Selbst wenn man zum Aygo X Play das Design- und das Komfort-Paket dazubestellt, steht noch lang kein Zweier an erster Preisstelle. Unterwegs mit 998 ccm und 72 PS: Da ist immer Schwung nötig und hoffentlich fährt hinten keiner mit.

Wie innovative Komponenten die Fahrzeugdynamik revolutionieren

Moderne Antriebstechnik im Wandel

Die Automobilindustrie erlebt derzeit eine technische Revolution, die weit über Elektromobilität hinausgeht. Während sich die Aufmerksamkeit oft auf Batterien und Elektromotoren richtet, vollziehen sich im Bereich der mechanischen Kraftübertragung ebenso bemerkenswerte Entwicklungen.

Elektrische Souveränität: Was moderne Elektroautos heute leisten

Elektroautos und was sie können

Elektroautos markieren einen Wendepunkt der Mobilität. Der elektrische Antrieb arbeitet präzise, leise und effizient, die Fahrzeuge integrieren sich in digitale Ökosysteme und in das Stromnetz.