AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Achterbahn

Achterbahn fährt im neuen Audi A8 nur der LED-Blinker, der ist dafür ein Hingucker. Der Rest ist Souveränität pur. Wir testen den Dreiliter-Diesel.

Georg Koman

Audi hatte beim A8 dringenden Handlungsbedarf. Schließlich spielen Luxuslimousinen nach wie vor um den Titel "bestes Auto der Welt". Und der bis vor kurzem aktuelle A8 war noch vor dem Aufkommen diverser Assistenzsysteme konstruiert worden.

Selbige benötigen als Basis für sämtliche Selbstlenkmanöver zunächst einmal eine elektrische Servolenkung - die der alte A8 nicht hatte. Der Einbau eines elektrischen Pendants war somit schon einmal Grundbedingung. Nicht nur, aber auch, um der Konkurrenz von BMW und Mercedes wieder auf Augenhöhe zu begegnen.

Dazu kam eine gründliche optische Überarbeitung: Der riesige Kühlergrill wurde etwas entschärft, den richtig bösen Blick überlässt man künftig A6 & Co. Ein weiterer Lufteinlass wurde unten postiert, die Scheinwerfer präsentieren sich nun flacher.

Ein paar Millimeter Längenwachstum gingen sich ebenfalls aufgrund neu gestalteter Stoßfänger aus. Es blieb aber bei 5,14 Metern. Die Länge wird durch zwei übereinander verlaufende Kanten zudem unterstrichen. Wem das zu wenig ist - vornehmlich asiatischen Herrschaften sagt man solche Wünsche nach -, der kann nach wie vor zur 5,26 Meter messenden Langversion greifen.

Am auffälligsten sind die Änderungen an den Leuchten. Vorne gibt es gegen Aufpreis die neuen Matrix LED-Scheinwerfer, bei denen 25 fixe LED-Einheiten zum Einsatz kommen.

Diese blenden dank Kameratechnik für andere Verkehrsteilnehmer soweit stückweise ab, dass man niemanden blendet, selbst aber die maximal mögliche Lichtausbeute zur Verfügung hat. Ohne Stellmotoren, daher schneller und ausfallssicherer.

Am Heck finden sich echte Hingucker. Nich nur, dass die Heckleuchten nun durch eine Chromleiste optisch geteilt werden, die LED-Blinker leuchten bei Gebrauch nun von innen nach außen.

Audi begründet das brav mit mehr Sicherheit (Nachfahrende sollen den Abbiegewunsch schneller erfassen). In Wahrheit ist es ein Gag, und zwar ein hunderprozentig gelungener.

Im Innenraum fühlt man sich wohl, wie bei Audi gewohnt. Die Material- und Verarbeitungsqualität ist vom Allerfeinsten, die Sitze sind hervorragend, der gebotene Raum ist vorne wie hinten für Menschen fast jeder Größe mehr als ausreichend. Für die Langversion gibt es auf Wunsch Ruhesitze mit ausfahrbarer Fußablage. Der Laderaum wuchs von 510 auf 520 Liter.

Motorisiert ist der A8 neben V6-, V8- und W12-Benzinern mit einem Dreiliter-V6-TDI, neuerdings von 245 auf 258 PS gestärkt. Ganz klar die Motorisierung unserer Wahl, zumal 40 Prozent aller A8-Kunden lieber dieseln.

Wie sich der Audi A8 3,0 TDI fährt, wieviel er verbraucht und kostet, erfahren Sie auf Seite 2.

News aus anderen Motorline-Channels:

Audi A8 3,0 TDI quattro - im Test

Weitere Artikel:

Pro und Contra – Diskussion auf Puls 4

Auf der Straße festkleben: Protest oder Zerstörungswut?

Vertreter aus der Politik, der Autofahrer-Lobby und von der Letzten Generation versuchen – vergeblich – auf einen grünen Zweig zu kommen: Wie kann man gemäßigt aber zielführend auf ein Thema aufmerksam machen, ohne zu (zu) drastischen Mitteln zu greifen?

Subaru Crosstrek im Test

Robustes Einstiegsmodell der Allradmarke

Mit dem Übergang von XV zu Crosstrek fällt der günstige Benziner weg. Doch auch mit dem e-Boxer bleibt das SUV der günstigste Subaru am Markt.

Mit dem Duster hat Dacia seit 2010 einen absoluten SUV-Preisknaller auf dem Markt, Achim Mörtl hat sich nun die neueste Version angesehen und erste Eindrücke und Testkilometer gesammelt.

So wurde der Lamborghini Diablo zum Pop-Hit

Eine Dekade alt: "Maschin" von Bilderbuch

Autos in Musikvideos sind nicht neu. Doch wie die österreichische Band Bilderbuch den gelben Sportwagen in ihrem Musikvideo zu "Maschin" einsetzte, definierte die Grenzen zur Kunst neu. Wir feiern das Video, die Band und den Diablo bis heute – mit euch!

Lexus LBX – schon gefahren

Luxuriöser Einsteiger für Aufsteiger

Ein gewöhnlicher B-Crossover passt nicht mehr zur dienstlichen Position? Dann bietet Lexus mit dem LBX künftig das Passende. Das kleinste Modell der Japaner liefert gewohntes Premium-Flair.