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Sechs richtige

Der Reihen-Sechszylinder hält wieder Einzug unter die Haube des BMW M3 und lässt 431-Turbo-PS auf die Hinterachse los. Automatik-Version im Test.

Bernhard Reichel

Erst vier, dann sechs und acht Zylinder markierten den Höhepunkt des Wettrüstens, jetzt geht es wieder mit downgesizten Reihensechser, aber mit Leistung satt weiter. Der im Vorgänger verbaute V8 tobte noch saugend unter der Haube.

Das zurückgekehrte und geliebte Herz mit sechs Kammern der Motorenwerke passt auch besser zum Charakter des M3, Turboaufladung ist das Gebot der Stunde und lebendiger ließe es sich auch nicht umsetzten als bei diesem Motor, dazu aber später.

Der vier Liter große Vorgänger-V8 mobilisierte 420 PS bei schwindelerregenden 8.300 Umdrehungen in der Minute. Das maximale Drehmoment von 400 Nm lag bei 3.900 U/min an.

Dem Hochdrehzahlkonzept blieb man aber auch beim drei Liter großen, aber doppelt aufgeladenen Turbomotor treu. Mit einer Leistung von 431 PS wurde gegenüber dem V8 leicht gesteigert, sie liegt zwischen 5.500 U/min und 7.300 U/min an. Das maximale Drehmoment legt um satte 40 Prozent auf 550 Newtonmeter zu und steht im sehr breiten Drehzahlbereich von 1.850–5.500 U/min zur Verfügung.

Der M3-Motor verfügt nun für gute Effizienz über Direkteinspritzung mit variabler Ventilsteuerung und Nockenwellensteuerung und erfüllt die Euro 6-Norm. Damit ihm nicht allzu heiß wird, hat man ein aufwändiges Kühlsystem entwickelt.

4,1 Sekunden vergehen auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird allerdings bei 250 km/h elektronisch abgeregelt, als Bestandteil des optionalen M Driver’s Package lässt sie sich auf 280 km/h anheben.

Neu entwickelt wurde auch die elektromechanische Lenkung. Die integrierte Servotronic-Funktion passt dabei die Lenkkraft je nach gefahrener Geschwindigkeit elektronisch an. Diese lässt sich auch über drei wählbare Modi :"Comfort, Sport und Sport Plus", anpassen. Über die drei genannten Modi verfügt auch das optionale Adaptive M Fahrwerk.

Geschaltet werden darf noch per Schaltgetriebe mit sechs Gängen oder per Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit integrierter Launch-Control-Funktion. Letzterem fühlen wir im Test auf den Zahn.

Das Äußere ist auffälliger denn je, Früher eregten Bügelbrett-Heckspoiler Aufmerksamkeit, heute sind es Fugen und Finnen in Frontschürze und Diffusor.

Powerdome auf der der Haube, breite Seitenschweller, Aerodynamik-Außenspiegel, Carbondach, dicke Räder und Doppelstreben in den Nieren machen klar welcher 3er hier vor einem steht. Extra breite Spur samt entsprechender Kotflügelverbreiterung manifestieren den zeitlosesten M3-Charakterzug.

Zur Sicherheit gibt es auch ein kleines Emblem auf den Nierenstreben. Die Niere durfte übrigens vom 4er/M4 übernommen werden, diese ist bei der zivilen 3er Limousine weniger stark dreidimensional ausgeformt. Das Heck zieren, neben allen M-Attributen, natürlich auch wieder vier Endrohre.

Was passiert, wenn 431 Pferde losstürmen, was sie dabei inhalieren, und ob der Spaß auch Grenzen kennt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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