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Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Es macht Spaß, per Kippschalter den Motor des Mini 5-Türer anzulassen. "Tok, Tok, Tok" - beim Warmlaufen macht der 1,5-Liter-Benziner kein Geheimnis daraus, dass ihm akustisch ein Zylinder fehlt.

Sobald warm, lässt sich im Stand fast nicht mehr spüren, ob der Motor läuft oder pausiert. Springt die Ampel auf Grün, scheut der Dreizylinder keinen Vergleich mit dem alten Vierzylinder. Wählt man den Sport-Modus und tritt fest aufs rechte Pedal, geht der Spaß richtig los.

Der Motor dreht flott hinauf und leistet ordentlich was. Auch das Klangbild mutiert mit zunehmender Drehzahl vom braven Murmeln zum rotzig-frechen, kernigen Röhren. Dieser Sound animiert zum Aufdrehen. Das Standgeräusch des Auspuffs erfreut Außenstehende mit dem Wummern eines WRC-Autos, nur deutlich dezenter.

Die Kombination mit der souverän agierenden Sechsgang-Automatik macht Laune. Schade nur, dass es aktuell keine Schaltwippen fürs Lenkrad gibt. Die Schaltzeiten sind beachtlich schnell.

Für die gemütlicheren Alltagssituationen ist der neue Mini ein Verwandlungskünstler. Die - gegen 152 Euro Aufpreis erhältlichen - Fahrmodi lassen sich wie bei BMW bedienen. Umgewöhnung gibt es hier keine, selbst das Schriftbild ist gleich. Für Mini gibt es aber nur drei Modi, "MID", "SPORT" und "GREEN" genannt. Beeinflusst werden Gasannahme, Lenkung, Getriebe und Dämpfung. Der "GREEN"-Modus kann auch Segeln und koppelt dabei während der Fahrt den Antriebsstrang beim Gaswegnehmen ab.

Die Lenkung ist sehr direkt und die direkte Lenkung macht Freude. Dass das Fahrwerk nicht an Straffheit verloren hat, bemerken vorrangig die Fondgäste auf kurzen Bodenwellen. Auffallend gut ist die Geräuschdämmung. Erfreulich auch die Zurückhaltung der Warntöne. Hier erlaubt die Elektronik, im Gegensatz zu den meisten Automatik-BMW, das Rangieren mit offener Tür.

Magere 4,8 Liter auf 100 Kilometer soll er nun verbrauchen, der fahraktivste Dreizylinder. Sechs Liter treffen die Sache schon eher. Geübte Sparfüchse schaffen weniger, zumal bei häufigem Einsatz des "GREEN"-Modus. Getankt wird nun unbritisch auf der rechten Fahrzeugseite. Auch der Auspuff tauschte die Seite.

Günstigste Fünftürer-Variante ist der Mini One mit 102 PS ab 18.870 Euro. Bei unserem Testwagen Cooper mit 136 PS und Automatik legt man 22.963 Euro ab, 21.109 Euro sind mit Handschaltung fällig.

Serienmäßig an Bord sind dabei Start-/Stopp, Regensensor und Tagfahrlicht. Auch schlüsselloser Start ist enthalten, aufsperren muss man aber vorher via Fernbedienung. Möchte man den Keyless-Sinn erfüllen und seinen Autoschlüssel immer in der Tasche lassen, muss man vorher den Komfortzugang für 245 Euro in der Zubehörliste ankreuzen.

Für die typischen Motorhauben-Dekorstreifen sind 95 Euro fällig. Das "John Cooper Works"-Interieur-Paket um 880 Euro beinhaltet unter anderem ein multifunktionales Lederlenkrad, Sportsitze und Edelstahl-Pedalerie. Eine sportlichere Fahrwerks-Abstimmung gibt es um 174 Euro.

Will man den Stretch-Mini sicher in Parklücken bugsieren, kann man sich für 300 Euro Abstandswarner hinten einbauen lassen, oder gleich die Rückfahrkamera um 290 Euro. Benötigt man vorne ebenfalls akustische Hilfe, gibt es das Rundum-Parkassistenzpaket um 665 Euro. Und so geht es weiter, am wenigsten Mini ist beim Mini die Aufpreisliste.

Plus
+ auch als 5-Türer fesch
+ agiles Fahrverhalten
+ direkte Lenkung
+ saubere Verarbeitung
+ manuelle Handbremse

Minus
- Preisgestaltung
- Keyless-Aufpreispolitik

Resümee
Als Fünftürer überrumpelt der Mini die Kleinwagen-Klasse. Sensationell sind Charakter und Laufruhe des Dreizylinders, hier setzt BMW den neuen Maßstab. Ein Schluckerl sparsamer könnte er trotzdem sein. Die Verarbeitung ist vom Feinsten. Hoch dagegen der Preis und lang die Extraliste.

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