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Flotter Fünfer

Mit dem Fünftürer nehmen wir die neueste und wohl praktischste Variante des Mini unter die Lupe. Drei Zylinder, 136 PS, Automatik - im Test.

Bernhard Reichel

Angesichts der Bezeichnung "Mini" erwartet man zwangsläufig etwas zum Querparken, aber dürfen in Zeiten exklusiver Volkswagen oder SUV bauender Sportwagenhersteller Minis nicht auch maxi sein?

Ein Mini mit fünf Türen sei doch kein echter Mini mehr, hört man. So oder so sprechen wir lieber von einem "new Mini" und der Erfolg des nochmals wuchtigeren Countryman beweist, dass die Kundschaft die Zusatztüren schätzt.

Versöhnend für alteingesessene Fans mag auch sein, dass schon beim Ur-Mini ein Fünftürer geplant war und sogar als Prototyp existierte. Weiters wäre er mit regulären Modellzyklen evolutionär sowieso aufs heutige Maß gewachsen, man vergleiche nur den ersten Porsche 911 mit einem heutigen.

Mit 15,5 Zentimeter Längenzuwachs auf vier Meter klopft der Fünftürer bereits in der Kompaktklasse an. Das kommt den Fondgästen zugute, der zusätzliche Radstand von 7,2 Zentimeter erhöht die Beinfreiheit. Auch Kopf- und Ellbogenfreiheit wuchsen im Vergleich zum Dreitürer.

Wohl nur Range Rover Evoque und Mini dürfen es sich dank ihrer einzigartigen Designsprache erlauben, die Dachlinie so praktisch gerade verlaufen zu lassen. Ach nein, der Suzuki Swift teilt dieses Konzept ebenfalls. Der kopiert auch die schwarzen A-Säulen des Mini, die das Dach besonders leicht wirken lassen.

Der Kofferraum fasst dank zusätzlicher 67 Liter nun 278 Liter. Die Fondsitzlehnen lassen sich zweigeteilt im Verhältnis 60:40 umklappen.

Im Innenraum tat sich viel, ohne den typischen Mini-Look zu verwässern. Der Ausblick wie aus einer Jetkanzel blieb ebenso wie das große Rundinstrument in der Mitte. Erfreulich aber, dass sich Drehzahl und Geschwindigkeit jetzt via eigenem Instrument im Blickfeld des Fahrers befinden. Auch ein Head-up-Diysplay gehört nun zu den Optionen.

Die Fensterheber lassen sich endlich an der Türtafel betätigen (und nicht in der Mittelkonsole). Die größten Schritte jedoch wurden bei Material und Verarbeitung gemacht, diese sind selbst im 5er-BMW nicht besser. Erfreulich auch der Erhalt der manuellen Handbremse.

Der aufgeladene und 1,5 Liter kleine Dreizylinder-Benzinmotor ist eine Neuentwicklung und leistet 136 PS. Das maximale Drehmoment von 220 Nm liefert er zwischen 1.250 und 4.000 U/min. Das Triebwerk erfüllt die Abgasnorm EU6.

Wie sich der fünftürige Mini mit dem 136-PS-Dreizylinder fährt, wie viel er verbraucht und was er sonst noch drauf hat, erfahren Sie auf Seite 2.

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