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Snyggt jobbat!

Die Volvo-Mittelklasselimousine S60 bekam ein zartes, aber sehr effektives Facelift spendiert. Wir testen den 136 PS starken Selbstzünder D3.

Rainer Behounek

So alt wäre der Volvo S60 noch gar nicht, 2010 wurde er erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Damals schlug er ein wie eine Schwedenbombe: Aggressiv, schnittig, sexy, neuartig zeigte sich Volvo und schlug eine deutliche Kerbe in die Mittelklasse.

Jetzt waren die Volvos nicht mehr nur sicher, sondern auch interessant und cool. Die zwei kleinen Frontlichter zogen die Schnauze nach unten und das Heck schrie nicht mehr nach Geografielehrer-Image sondern nach „Kommt nur näher!“

Jetzt wurde weiter evolutioniert – die kleinen Zusatzlichter sind verschwunden und die Kanten an der Motorhaube wurden stärker ausdefiniert. Die LED-Tagfahrlichter wanderten runter in die neu gestaltete Frontschürze. Einen "snyggt jobbat", also einen guten Job, haben die Volvo-Leute beim Facelift in jedem Fall gemacht, aber ein Schönling war der S60 ja auch schon vorher.

Wenig braucht es also, um einem Auto neuen Charakter zu verleihen. Konnte man ihm vorher durch die zwei kleinen Lichter einen etwas verspielten Charakter nachsagen, so ist er jetzt nun deutlich ernsthafter.

Die Außenmaße sind mit 1,48 Meter Höhe, 4,64 Meter Länge und 1,87 Meter Breite gleich geblieben, auch am Gewicht hat sich nichts geändert: Mit 1.639 Kilogramm ist er nach wie vor ein schwerer Brocken.

Innen blieb der S60 er praktisch unverändert. Komfortabel ausgelegte Ledersitze garantieren vorne wie hinten langstreckentauglichen Halt. Die Mittelkonsole ist fahrerorientiert ausgerichtet und anfangs etwas umständlich zu bedienen: die Drehregler reagieren einen Tick zu spät, was zumindest beim Navigationssystem etwas stört. Auch fällt der Kofferraum mit 380 Liter noch immer recht mager aus.

Unser Testmodell mit der Bezeichnung D3 wird von einem 2,0-Liter 5-Zylinder Turbodieselmotor angetrieben, der über 136 PS bei 3.500 U/min und 350 Nm bei 1.500 bis 2.250 U/min verfügt. Wahlweise erhältlich mit 6-Gang-Schalt- oder Automatikgetriebe soll er laut NCAP-Test nur 4,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen.

Die Mischung macht’s beim facegelifteten Volvo S60 D3: den 4,3 Litern stehen 10,2 Sekunden auf 100 km/h gegenüber, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei der Schaltgetriebeversion bei 205 km/h.

10,2 Sekunden und 4,3 Liter? Klingt dann doch nach Biedermann, oder nicht? Lesen Sie auf Seite 2 mehr darüber.

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