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Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Der Dreizylinder geht munter ans Werk. Turboloch? Kaum wahrnehmbar. Im Stand läuft er ziemlich ruhig, beim zügigen Beschleunigen wird er aber rau und klingt nicht besonders sinnlich.

Obwohl die Fahrleistungen absolut überzeugen, kommen sie fast ein wenig kühl rüber. Die Kraft ist da, kommt aber gefühlt aus dem Nichts. Positiv formuliert: wie aus dem Ärmel geschüttelt.

Ausschließlich Spaß machen Lenkung und Fahrwerk. Im Fiesta befindet sich das wohl beste Fahrwerk der Kleinwagenklasse. Der Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit gelingt perfekt.

Im Alltag filtert es brav alle Unebenheiten weg. Lässt man ihn etwas von der Leine, klebt der Kleine auf dem Asphalt, ohne große Wankbewegungen. Untersteuern muss man schon provozieren, bis dahin folgt der Fiesta unmittelbar den direkten Lenkbefehlen.

Wirklich vermissen tun wir nur einen sechsten Gang. Autobahntempo fährt man so bei fast 4.000 Umdrehungen, was sich auf langen Strecken nicht nur im Geräusch, sondern auch im Verbrauch niederschlägt.

Kann sich der Fiesta mit keinem Handy verbinden, oder dieses nicht als Notruf-Assistent nützen, muss er das bei jedem Start mitteilen. Auffallend gut hervor heben sich der schnelle Lichtsensor, die gute und bassvolle Audioanlage und die Restreichweitenanzeige, die im Gegensatz zum Großteil der Konkurrenz bis zum letzten Tropfen Sprudel hilfreich ist.

Ford verspricht 4,5 Liter Verbrauch. Gut für eine niedrige NoVA und Versicherungs-Einstufung, mit 7 Litern kommen wir der Realität aber schon näher. Zumindest dann, wenn man ihn so fährt, wie er sich nun einmal fahren lässt.

Der Red Edition kostet 20.700 Euro, der von uns getestete Black Edition 21.250 Euro. Da ist schon alles wichtige dabei. Black- und Red Edition basieren auf der mittleren Ausstattung "Trend", die unter anderem ein großes Audio-Paket samt Bluetooth, SMS-Lesefunktion, Sprachsteuerung, Bordcomputer, Klimaanlage, Nebelscheinwerfer und MyKey (individuell programmierbarer Zweitschlüssel) aufweist.

Zusätzlich sind beim Edition Extras wie Sportfahrwerk, Sportsitze, einstellbare Lendenwirbelsäule oder Fußraumbeleuchtung dabei. Natürlich sind auch alle Veredelungen im Innenraum und alle äußeren Anbauteile plus schicke 16-Zöller dabei. Auf Wunsch sind auch 17-Zoll-Leichtmetallräder zu haben.

Das neue und 406 Euro teure City-Notbremssystem gibt es nur gemeinsam mit beheizter Frontscheibe und nur mit EcoBoost- oder Dieselmotoren. Wer sich dafür entscheidet, sollte bei einer ausgiebigen Probefahrt sicherstellen, dass ihn die Heizdrähte - etwa bei nächtlichem Gegenverkehr - nicht irritieren.

Plus
+ hervorragendes Fahrwerk
+ fairer Preis
+ drehmomentstarker Motor
+ vernünftige Platzverhältnisse
+ schlanke A-Säulen

Minus
- rauer Motorsound unter Volllast
- sechster Gang wäre wünschenswert

Resümee
Der Sound des Dreizylinders mag nicht jeden überzeugen, die Fahrleistungen schon. Gibt man Gas, verhält sich der Verbrauch weniger hubraum- als leistungsgemäß. Das Sportfahrwerk überzeugt total, einen sechsten Gang suchen wir bis heute. Angesichts der umfangreichen Ausstattung eine äußerst faire Preispolitik.

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