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Sportford

Der Ford Focus war 2012-2014 das meistverkaufte Auto der Welt. Wir testen den schärfsten Benziner mit 250 PS und Kombiheck: den ST Traveller.

Text und Fotos: Johannes Toth

Ford verkauft den Focus international zu gut fünfzig Prozent an Flottenkunden. Das klingt nach zuverlässig, alltagstauglich und fehlerfrei. Vermutlich bestellen die Einkäufer der großen Unternehmen jedoch eher selten den ST – das ist aber definitiv ein Fehler.

In der neuen Generation des ST schärft die dynamische Front mit aktualisierten Scheinwerfern und Stoßfänger die Optik. Die stärkste Variante des Focus zeigt ihre Muskeln trotzdem relativ dezent mit geänderten aerodynamischen Bauteilen im unteren Bereich des Wagens, dem bösen schwarzen Kühlergrill und sportlichen 18-Zöllern.

Das sieht für den unbedarften Beobachter nicht gleich nach 250 PS aus und geht – insbesondere mit dem Kombiheck des Traveller – bei der Erbtante als Vernunftlösung für die Familienplanung durch.

Sollte sie allerdings erwarten, dass wir weiterhin den Baumschnitt mit ihrem alten Anhänger wegbringen, wird´s eng. Am Heck des ST ist mittig statt der Hängerkupplung ein echt steiler, vieleckiger Doppel-Auspuff montiert.

Die Couleur unseres Testwagens kontrastiert gut mit den schwarzen Einfassungen der Scheinwerfer, Nebelleuchten und des Kühlergrills, der groß und offen nur darauf zu warten scheint, kühlende Luft einzusaugen und Kilometer zu fressen. Der Name der Farbe ist Programm: Racing-Rot.

Auch im Wageninneren finden wir einige Hinweise auf die sportliche Auslegung des Autos. Sofort springen uns die fetten Recaros mit ihren prägnanten Seitenwangen und den ST-Schriftzügen ins Auge. Einmal eingestiegen fühlen wir uns eng umschlossen und wissen, die halten uns auch in schnellen Kurven ganz fest.

Vorne sind sie in einem Material- und Farbmix serienmäßig montiert. Für elektrische Sitzverstellung vorne, Recaro-Sitzvergnügen in der zweiten Reihe und schwarze Lederpolsterung muss man, wie bei unserem Testwagen, das ST-Paket 2 um rund 2.900 Euro ankreuzen. Da freuen fraut an sich dann auch über Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischer Leuchtweitenregulierung.

Die Armaturenlandschaft hat Ford im aktuellen Focus neu aufgeräumt. Das optionale Kommunikationssystem SYNC 2 kommt mit Sprachsteuerung, Navi sowie einem mittigen Touchscreen und wird mit 1.530 Euro in Rechnung gestellt.

Der Touchscreen hat den Vorteil, dass er gesplittet über die vier Hauptbereiche Telefon, Navi, Entertainment sowie Klima gleichermaßen informiert. Den Nachteil aller Tatsch-Schirme kann jedoch auch Ford nicht vermeiden. Die Fingerprints sind besonders im abgeschalteten Zustand für Ästheten ein optischer Störfaktor.

Direkt auf dem Armaturenbrett gönnen uns die Ingenieure ST-üblich noch drei zusätzliche Anzeigen für Öltemperatur, Öldruck und Turbo-Ladedruck. Das sieht cool aus und wenn wir´s mal krachen lassen wissen wir immer, ob es dem Motor auch noch so viel Spaß macht wie uns.

Eine schlaue und zugleich praktische Idee der Ford-Tüftler findet sich optional an den vier seitlichen Türen. Anfangs haben wir uns gewundert, was beim Öffnen und Schließen der Türen knackst und sicherheitshalber die Kinder verdächtigt, irgendwo angeschlagen zu sein. Mitnichten.

Auch beim Papa knackst es. Und siehe da, wenn der Wagenschlag aufgeht, fährt ein mechanischer Kantenschutz aus Kunststoff aus (Bild links oben) und verhindert unschöne Lackabsplitterungen bei etwaigem Fremdkontakt.

Wie der Ford Focus ST die 250 PS auf den Asphalt brennt und vor allem wie er sich dabei anfühlt, lesen Sie nach Klick auf diesen Link.

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