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Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Text und Fotos: Johannes Toth

Als T-Modelle werden bei Mercedes traditionellerweise die Kombi-Karosserievarianten bezeichnet. Und so beginnt der Einstieg in das T-Modell der C-Klasse mit dem C 160. Dieser verfügt über einen 1,6-Liter-Benzinmotor und ist mit 129 PS ab 35.270 Euro zu haben.

Der Einstiegsdiesel nennt sich C 180 d (nicht mehr CDI oder BlueTec) und fährt ebenfalls mit 1,6 Litern und 116 PS um 36.580 Euro vor.

Am anderen Ende der Liste finden wir den interessanten Hybrid-Diesel C 300 h mit 2,2 Litern und 231 PS Systemleistung ab knapp 50.000 Euro. Wem´s generell immer in bisserl pressiert, der greift aber eher zum AMG C 63 S mit 510 PS aus 4,0 Litern Hubraum um rund 100.000 Euro.

Unser C 180 kostet mit einem 1.595 ccm Benzinmotor und 156 PS in der Basisaustattung 37.830 Euro. Freilich geht’s mit ein paar Goodies preislich schnell nach oben. Wir hatten unter anderem ein 7-Gang Automatik-Getriebe, ein Garmin MAP Pilot Navigationsgerät, die Österreich-Edition und die Avantgarde-Ausstattung angekreuzt. Zwei Leseleuchten im Fond lässt man sich in Stuttgart mit 230 Euro entlohnen. Strich drunter, zusammenzählen und 52.582 Euro stehen zur Überweisung an.

In dieser Summe ist auch der Aufpreis von 50 Euro für den „großen“ 66 Liter Kraftstofftank enthalten. Wie bitte? Richtig gelesen! Standardmäßig ist ein 41-Liter-Tank verbaut, der für geringeres Gewicht und dadurch bessere CO2-Werte sorgt. Bei Mercedes fällt das unter das Maßnahmenpaket „intelligenter Leichtbau“. Vielleicht ist ja jemand in seinen Tankwart/seine Tankwartin verliebt und tankt deshalb gerne öfter?

In der Mittelkonsole neben dem großen Touchpad, über das verschiedenste Menüfunktionen smartphone-mäßig bedient werden können, befindet sich der "Agility"-Wahlhebel. Mit diesem lässt sich unsere C-Klasse fahrerspezifisch konfigurieren. ECO Start-Stopp-Funktion, Klima-Automatik, Lenkwiderstand und Motor- sowie Getriebeansprechverhalten können an eigene Vorlieben und Fahrweisen angepasst werden.

So sind Eco und Comfort für die gemütlicheren Wege mit Frau, Kind und Hund geeignet, während die Fuhre in den Modi Sport und Sport+ schön am Gas hängt und beim Hochdrehen spritziger, aber auch lauter wird.

Generell wirkt der kleine Sechzehnhunderter-Motor angesichts von rund 1,5 Tonnen manchmal etwas angestrengt, dennoch sind 8,4 Sekunden für den Sprint auf Hundert solide.

Das optionale Navigationsgerät ist zwar nicht immer so intuitiv wie wir uns das wünschen würden, aber es warnt sogar vor Verkehrsproblemen, wenn kein Ziel eingegeben ist. In einem der Untermenüs lässt sich ein Kompass auf dem Screen anzeigen.

Und da ist noch ein Button: wir können uns Qibla einstellen. Qibla? Schnell den großen Bruder Google fragen: Das ist die Himmelsrichtung zur Ka'bah in Mekka - wichtig für Muslime, um ihr Gebet zielgerichtet verrichten zu können. Aha.

In Sachen Sicherheit zählt Mercedes bekanntermaßen zu den Vorreitern. Daher sind einige Assistenzsysteme serienmäßig an Bord, – wie zum Beispiel der Attention Assist, der Ermüdungsanzeichen des Fahrers erkennt und sowohl akustisch als auch visuell warnt.

Sinnvolle aufpreispflichtige Systeme sind der Spurhalte-Assistent, der beim Verlassen der Fahrspur durch Lenkradvibrationen warnt und durch Bremseingriffe zurück in die Fahrspur hilft. Genauso wie der Totwinkel-Assistent, der von schräg hinten kommende Fahrzeuge erkennt, davor warnt und ebenso durch einseitiges Bremsen eingreift.

Empfehlen wollen wir auch den Verkehrszeichen-Assistent mit Falschfahr-Warnfunktion, der zusätzlich zu Geschwindigkeitsbegrenzungen auch vor Überhol- und Einfahrverboten warnen kann.

Bezüglich Verbrauch gibt Mercedes einen Wert von 5,6 Litern an. In unserer Testpraxis addierten sich da noch rund zwei Liter dazu.

Plus
+ zügiges Vorankommen auch mit Fast-Basis-Motorisierung
+ ordentliches Ladevolumen
+ solides Fahrzeug mit ausgezeichneter Verarbeitung
+ großes Fach unter der vorderen Mittelarmlehne fasst sogar eine Spiegelreflexkamera
+ optionales Navi warnt zuverlässig vor Verkehrsproblemen, auch wenn kein Ziel eingegeben ist

Minus
- schwarze Klavierlack-Verkleidungen heizen sich in der Sonne leicht auf und erfordern hohen Pflegaufwand
- teilelektrische Sitze sind eine halbe Sache und etwas mühsam einzustellen
- Menüführung nicht immer intuitiv

Resümee
Die C-Klasse von Mercedes ist eine gute Wahl für Leute, die wissen was sie wollen. Und das T-Modell erhöht die Nutzbarkeit zusätzlich. Solide Verarbeitung, Langlebigkeit und hoher Wiederverkaufswert haben zwar ihren Preis, aber das umfangreiche Motorenangebot macht diesen Benz zu einem edlen Allrounder.

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Mercedes C 180 T – im Test

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