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Exzitrone

DS hat sich von Citroen emanzipiert und ist eine eigene Marke - was mit dem aktuellen Facelift des DS 4 unterstrichen wird. 180 Diesel-PS im Test.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Sabine Sommer

Der Citroen DS 4 ist tot, es lebe der DS 4! Der französische PSA-Konzern hat aus DS eine eigene Marke gemacht und aus diesem Grund dem DS 4 gleich noch ein Facelift und einen "SUV"-Bruder (Crossback) spendiert.

Unser Test befasst sich mit der Normalversion, die Unterschiede sind aber marginal: So ist der Crossback drei Zentimeter höher gelegt, hat eine Dachreeling und mit kunststoff-umrandete Radhäuser.

Auf beide DS-4-Varianten trifft zu, dass vor allem die Frontpartie des Modells kräftig überarbeitet und nicht nur an die DS-Linie angepasst wurde: Sie wirkt noch schnittiger, noch eleganter – sicher auch wegen der neuen LED-Scheinwerfer und natürlich wegen dem flippigen Kühlergrill mit dem neuen Firmenlogo, den "DS Wings". Der DS 4 wurde quasi veredelt, schließlich soll die neue Marke im Premiumsegment positioniert werden.

Motorisch liefert DS den überarbeiteten DS 4 mit drei Benzinaggregaten: einem 1,2 Liter-Dreizylindermotor mit 130 PS und zwei 1,6 Liter-Vierzylindermotoren mit 165 oder 211 PS. Als Diesel-Option gibt es einen Vierzylinderreihenmotor mit 1.560 ccm Hubraum sowie zwei Zweiliter-Turbodiesel mit 150 respektive 180 PS. Unser Testwagen hatte den stärksten Selbstzünder samt dem für ihn serienmäßigen Automatikgetriebe unter der Haube.

In der Serienausstattung sind inkludiert: elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Berganfahrhilfe, Bremsassistent, elektrische Parkbremse, akustische Einparkhilfe, Toter-Winkel-Assistent, Tempomat, manuelle Klimaanlage sowie eine Art Panorama-Frontscheibe.

Gegen Aufpreis gibt es zahlreiche Einzeloptionen und Pakete. beim Testwagen an Bord ist etwas das „DSire-Paket“ um rund 2.800 Euro, bestehend aus LED-Scheinwerfern, Keyless-System, Rückfahrkamera und Infotainmentsystem inklusive Navigation und Denon-HIFI-System.

Um rund 1.500 Euro ist das im Testwagen installierte „Leder-Paket Basalt-Schwarz“ zu haben: Hier sind nicht nur Fahrer- und Beifahrersitze elektrisch in Länge, Höhe und Neigung verstellbar, es gibt auch Massagefunktion und eine elektrisch justierbare Lendenwirbelstütze.

Doch es kommt noch besser: Beim Facelift wurde der Abstand zwischen Beifahrersitz und Türe etwas vergrößert, denn davor konnten etwas größer gebaute Menschen die ersehnte Massagefunktion während der Fahrt nur dann in Gang setzen, wenn Sie ihre Hand unter Schmerzen in den Zwischenraum schoben…

Insgesamt tut der Einstieg in den DS4 gut: Das Auge erfreut sich an einer gepflegt ästhetischen Innenwelt, in der nichts zu viel, nichts verwirrend ist.

Eine Architektur von minimalistischer Schönheit, die im Funktionellen jedoch kleine Schwächen zeigt: Grandios die Möglichkeit, die Sonnenblenden nach hinten zu schieben und damit mehr Windschutzscheibe und eine erweiterte Perspektive zu erhalten – blöd nur, wenn man dann die Sonnenblende herunterklappt und sich damit selbst einen leichten Schlag aufs Haupt gibt.

Ein kleiner "Leger" sind auch die versteckten Fond-Türgriffe (Bild rechts). Wem der Schalk im Nacken sitzt, der sagt nichts und beobachtet seine Mitfahrer dabei, wie sie zunehmend verzweifelt nach dem Türgriff suchen.

Ist der Passagier kräftig gebaut, wird man ihn nicht nur deshalb lieber vorne einsteigen lassen, um Türgriff-Ärger zu vermeiden, auch weil der enge hintere Türausschnitt nur für normal gebaute Menschen zum "Sesam öffne dich" wird.

Allzu viel Kopf- und Beinfreiheit steht hinten selbst normal gebauten Menschen nicht zur Verfügung, lange Reisen sind eher nur mit Kindern im Fond zu empfehlen.

Weiteres Opfer an den „Designgott“ ist die Sicht nach hinten – zwar sind die Außenspiegel tadellos dimensioniert, den Blick in den Rückspiegel stören allerdings die breiten Hecksäulen und die kleine Heckscheibe.

Der Kofferraum ist mit seinen 385 Litern ordentlich groß, die Erweiterung nach Umklappen der Fondbank ist mit 1.025 Litern im Klassenvergleich allerdings mau. Immerhin gibt es eine Ski-Klappe hinter dem schmalen mittleren Rücksitz.

Wie sich der geliftete DS4 fährt, wie viel er verbraucht und wie tief man für ihn in die Geldbörse greifen muss, lesen Sie nach Klick auf diesen Link.

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DS 4 BlueHDi 180 Automatik - im Test

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