CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

50 Jahre 300 SL Roadster

Von 7. bis 9. Juni findet die 5. Auflage des Gaisbergrennens für historische Autos statt, Mercedes zeigt Exponate aus 50 Jahren 300 SL Roadster.

Das Gaisbergrennen

Thema des diesjährigen Gaisbergrennens ist „75 Jahre Alpenmeisterschaft“: Ab 1932 zählte man das Gaisbergrennen zur Europäischen Alpenmeisterschaft, ab 1957 auch zur Berg-Europameisterschaft. Die berühmtesten Rennfahrer der jeweiligen Epoche – wie Hans Stuck, Manfred von Brauchitsch, Jochen Rindt oder Niki Lauda – fuhren gegen die Uhr auf den Gaisberg. 1969 nahm man mit der Fertigstellung des Salzburgrings vom Gaisbergrennen Abstand.

Der S.R.C (Salzburg Rallye Club) hat im Jahr 2003 das Gaisbergrennen für historische Automobile wieder belebt. Zugelassen sind Autos bis Baujahr 1969, dem Jahr des letzten Gaisbergrennens. Heutzutage wird die Veranstaltung nicht als Rennen ausgetragen, vielmehr werden die Fahrzeuge dem Publikum präsentiert. Um dennoch einen Wettbewerbscharakter zu erlangen, wird das Gaisbergrennen als Gleichmäßigkeitsbewerb gefahren.

Mercedes-Tradition am Gaisberg

Höhepunkt des historischen Gaisbergrennens ist der Stadt Grand Prix am Donnerstag, den 7. Juni 2007. Es werden rund 30.000 Zuschauer erwartet, wenn Doppel-Skiweltmeister Mario Matt einen 300 SL Roadster durch die Innenstadt Salzburgs pilotiert. Gestartet wird am Mozartplatz, die Strecke führt entlang der Salzach (Rudolfskai-Karolingerbrücke-Imbergstraße-Staatsbrücke-Rudolfskai). Ab 13.00 Uhr erfolgt die Präsentation der 130 Teilnehmerfahrzeuge am Residenzplatz, um 15.00 fällt der Startschuss.

Am Freitag, den 8. Juni, finden den ganzen Tag Trainings- und Wertungsläufe auf den Gaisberg statt. Am Samstag, den 9. Juni, sind vormittags Wertungsläufe am Salzburgring sowie am Nachmittag auf den Gaisberg geplant. Die deutsche Automarke fuhr zahlreiche Erfolge am Gaisberg ein und dominierte die Rennen von 1929 bis 1932. Der Silberpfeilpilot Manfred von Brauchitsch gewann 1929 am Gaisberg sein erstes Rennen auf einem privaten Mercedes-Tourenwagen.

Ein weiterer prominenter Sieger auf Mercedes-Benz war Hans Stuck 1932 in der Sportwagen-Klasse. Mercedes-Benz Österreich ist auch heuer wieder einer der Hauptsponsoren des Gaisbergrennen. In diesem Jahr stellt Mercedes-Benz das Jubiläum „50 Jahre 300 SL Roadster“ in den Mittelpunkt.

Der Mercedes-Benz 300 SL Roadster

1957: Mercedes-Benz präsentiert auf dem Genfer Automobil-Salon einen rasanten Roadster. Damit reagiert Daimler-Benz auf die Nachfrage nach einem offenen Hochleistungssportwagen. Der Roadster löst das von 1954 bis 1957 gebaute 300 SL Coupé, auch liebevoll „Gullwing“ (Möwenflügel) oder „Flügeltürer“ genannt, ab.

Der entscheidende konstruktive Unterschied liegt in der Modifikation des Coupé-Gitterrohrrahmens. Dadurch ist es möglich, dem Roadster einen bequemen, tiefen Einstieg zu geben und ihn mit vorne angeschlagenen Türen auszustatten. Die Anregung, den Flügeltürer durch einen Roadster abzulösen, kommt von Maximilian „Maxie“ Hoffman. Der gebürtige Österreicher ist seit 1952 Importeur von Mercedes-Benz in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Seiner Initiative ist bereits die Entwicklung des Rennsportwagens 300 SL (W 194) zum serienmäßigen Coupé zu verdanken. Der Erfolg des Roadsters, von dem in der Zeit von 1957 bis 1963 1858 Stück gebaut wurden, bestätigt Maxie Hoffman und die Mercedes-Benz-Entwickler in ihrer Entscheidung.

Der offene Mercedes-Benz 300 SL Roadster ist mit 215 PS (158 kW) und 250 km/h Spitze einer der leistungsstärkste Sportwagen seiner Epoche. Er wird in den sechs Jahren seiner Bauzeit wie zuvor bereits das Coupé zu einer automobilen Ikone. Schauspieler und Prominente fahren den Sportwagen, und er begeistert als Darsteller auf vier Rädern in Filmen von „Bettgeflüster“ bis „Charlie’s Angels“. Heute gehört der Mercedes-Benz 300 SL Roadster zu den gesuchtesten Klassikern der Marke mit dem Stern.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Sogar in der DDR wurde der kleine VW produziert

20 Mythen und Fakten über den VW Polo, die Sie noch nicht gekannt haben

Der Volkswagen Polo gehört zu den erfolgreichsten Kleinwagen und blickt auf eine lange Modellgeschichte zurück. Hier erfahren Sie mehr über den Polo und 20 Mythen und Fakten, die interessante Einblicke in seine Entwicklung, Technik und Besonderheiten geben.

Schiebung will geformt sein

Helden auf Rädern: Renault Estafette

Wenn sich ein Player nicht an die Spielregeln hält, muss man kreativ werden, um noch mitmischen zu können. Renaults Weg zum Estafette war etwas steinig und warf irgendwie alle Pläne über den Haufen, die man für die Marke hatte.

Zweierlei Reibwerte

Helden auf Rädern: VW Öko-Polo

Viele technische Neuerungen sind älter als sie scheinen. Oft ist die Zeit aber einfach noch nicht reif dafür, weswegen ambitionierte Technik oftmals in der Schublade verschwindet. Der Öko-Polo zeigt aber, dass ein wenig Abwarten auch Vorteile haben kann.

Die Schnellladefläche

Helden auf Rädern: Chevrolet S-10 EV

Noch seltener als der Chevy EV-1 war sein praktischerer und weit patriotischer Ableger. Der S-10 EV war ein Frühversuch elektrischer Nutzfahrzeuge, bei denen den Machern ein entscheidender Fehler passierte.

Zwischen Kaiserwetter und Temperatursturz

Flachgau-Höllental Spring Classic 2025

Leider hatten sich nur 25 Teilnehmer zu dieser tollen Rallye am 4. und 5. April 2025 angemeldet. Ich kann allen Nicht-Teilnehmern nur sagen: Ihr habt was versäumt.

Gleich, aber nicht

Helden auf Rädern: VW Mitra

Dieser VW Transporter ist kein VW Transporter. Oder zumindest nur teilweise. Jedenfalls nicht so, wie man es anhand der Optik vermuten würde. Eine wirre Geschichte, die nicht lange gutgehen konnte.